10 besondere Denkmäler und Skulpturen in München

Bavaria, Foto: muenchen.de/ Michael Hofmann
Foto: muenchen.de/ Michael Hofmann

Skulpturen mit besonderer Geschichte in München entdecken

Wo trifft in München Barock auf Michael Jackson? Und wer ist Münchens kraftvollste Athletin? Ewiger Stenz, Schutzpatronin, Komödiantin und viele mehr: Diese 10 Denkmäler und Skulpturen besonderer Frauen und Männer erzählen Geschichte.

Bavaria: Symbol und Patronin des Freistaats

Bavaria, Foto: muenchen.de/ Michael Hofmann
Foto: muenchen.de/ Michael Hofmann Die Bavaria-Statue überblickt die Theresienwiese

Elegant und selbstbewusst überblickt die Bavaria die Münchner Theresienwiese. Sie ist das Symbol und die weltliche Patronin des Freistaats - kurzum: das Gesicht Bayerns. 

Zwischen 1843 und 1850 wurde die riesige Statue vom Münchner Künstler Ludwig Schwanthaler im Auftrag Ludwigs I. entworfen und aus Bronze gegossen. Sie misst ganze 18 Meter und ihr Kopf dient als einmalige Aussichtsplattform, die ihr gegen eine geringe Gebühr besteigen könnt. (Achtung: derzeit wegen Corona geschlossen)

Helmut Fischer: Der Cafébesucher aus Leidenschaft

Münchner Freiheit, Foto: Stefan Strasser
Foto: Stefan Strasser Immer ein Lächeln auf den Lippen: Helmut Fischer.

Ob es stürmt oder schneit - Helmut Fischer sitzt immer vor dem Café Münchner Freiheit. Als "ewiger Stenz" Monaco Franze begeistert er auch über 20 Jahre nach seinem Tod noch immer neue Generationen von Zuschauern.

Zu Lebzeiten liebte Fischer den Platz vor dem Schwabinger Café. Es ist also kein Zufall, dass ihm dort ein Denkmal errichtet wurde. In typisch charmanter Pose sitzt der Lebemann aus Bronze an einem Tisch und beobachtet das bunte Treiben rund um die Münchner Freiheit. So mancher Schwabinger setzt sich gerne zu ihm dazu und plaudert über die gute alte Zeit...

Liesl Karlstadt: Münchens berühmteste Komödiantin

Der Liesl Karlstadt Brunnen auf dem Viktualienmarkt

Die Komödiantin Elisabeth Wellano (besser bekannt unter ihrem Künstlernamen "Liesl Karlstadt") wurde an der Seite Karl Valentins zu einer Münchner Berühmtheit. Als Paar traten sie allen Münchner Kabaretts auf und wurde auf Tourneen gefeiert.

Und Liesl war mehr als nur Karl Valentins kongeniale Partnerin. Viele der über 400 Sketche und Komödien der beiden trugen ihre Handschrift. Ein Brunnen auf dem Viktualienmarkt erinnert noch heute an Liesl Karlstadt.

Orlando di Lasso: Wo Barock auf Michael Jackson trifft

 Michael Jackson Denkmal am Promenadeplatz, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher Ein Schrein für Michael Jackson am Denkmal für Orlando di Lasso.

Bereits seit 1862 steht das prachtvolle Denkmal für den bedeutenden Barock-Komponisten Orlando di Lasso auf dem Promenadeplatz. Doch erst nach 2009 steigerte sich seine Bekanntheit über die Münchner Stadtgrenzen hinaus. Denn nach Michael Jacksons tragischem Tod verwandelten die Fans des Pop-Idols eben jenes Denkmal in eine Art "Schrein".

Bilder von Michael Jackson, Fanbotschaften und Kerzen zieren seitdem den Sockel. Der Grund: Gegenüber des Denkmals, im Hotel Bayerischer Hof, stieg der Superstar bei seinen München-Besuchen oft ab. Dass Orlando di Lasso seitdem auch einer ganz neuen Hörerschicht ein Begriff ist, verdankt er also einem geografischen Zufall...

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Sophie Scholl: Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime

Flugblätter der Weißen Rose, Foto: Shutterstock
Foto: Shutterstock Flugblätter auf dem Boden erinnern vor der LMU an die Weiße Rose

Vor dem Hauptgebäude der LMU erinnert ein steinernes Bodendenkmal an die studentische Widerstandskämpferin Sophie Scholl. Ab 1942 verteilte sie und ihre Widerstandsgruppe "Weiße Rose" insgesamt sechs Flugblätter in München, mit welchen sie zum Widerstand gegen das NS-Regime aufriefen.

Am 18. Februar 1943 warfen Sophie Scholl und ihr Bruder Hans einen Stapel des sechsten Flugblattes von der Galerie im zweiten Stock in den Lichthof der LMU. Daraufhin wurden sie verhaftet und zum Tode verurteilt.

 

Sigi Sommer: Der ewige Spaziergänger

Denkmal für Sigi Sommer in München, Foto: Filippo Steven Ferrara
Foto: Filippo Steven Ferrara Sigi Sommer spaziert zwischen Marienplatz und Rindermarkt.

So manch unachtsamer Fußgänger ist schon mit ihm kollidiert. Doch selbst das kann Sigi Sommer das Lächeln nicht aus dem Gesicht treiben. Das Denkmal in der Rosenstraße erinnert seit 1998 an den zwei Jahre zuvor verstorbenen Schriftsteller und Kolumnisten.

Als "Blasius, der Spaziergänger" kommentierte Sommer in der Abendzeitung über Jahrzehnte hinweg das Stadtgeschehen. Passenderweise stellt ihn die Bronzestatue von Max Wagner also auch spazierend dar, mit einer Zeitung unter dem Arm. Eine schöne Würdigung eines echten Münchner Originals.

Mariensäule: Das absolute Zentrum von München

Mariensäule, Foto: Michael Hofmann
Foto: Michael Hofmann Die Mariensäule auf dem Marienplatz

Sie steht im absoluten Zentrum von München und das wortwörtlich: Alle Entfernungsangaben, die auf Wegweisern nach München angegeben werden, orientieren sich noch an ihrer Position auf dem Marienplatz.

 Das über 11-Meter hohe Denkmal zeigt die heilige Maria als „Patrona Bavariae“ (Schutzpatronin Bayerns). Kurfürst Maximilian ließ es 1638 aus Dankbarkeit errichten, weil München den Dreißigjährigen Krieg (1618 - 48) überstand.

Der Isarflößer: Der Blick in die tosenden Fluten

Der Isarflößer in Thalkirchen, Foto: muenchen.de
Foto: muenchen.de Der Isarflößer in Thalkirchen.

Die Isarflößer spielten in der Geschichte Münchens eine bedeutende Rolle. Kein Wunder also, dass ein beeindruckendes Denkmal in Thalkirchen an die mutigen Flussfahrer erinnert.

Es steht an prominenter Stelle an der Gabelung von Floßkanal und Isar-Werkkanal. Ein aufrechter Mann, der sehnsüchtig in die Ferne blickt, wo der Fluss rauscht.

Olympia Triumphans: Eine kraftvolle Athletin

, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher Über fünf Meter misst die Olympia Triumphans im Olympiapark

Bei einem Spaziergang im östlichen Teil des Olympiaparks ist sie kaum zu übersehen. Vermutlich ist sie die größte und stärkste Athletin in München - zudem mit einem ausgeprägten Gleichgewichtssinn.

Die über fünf Meter hohe Olympia Triumphans des Bildhauers Martin Mayer zeigt eine kraftvolle Athletin, die kopfüber ihre Beine gen Himmel streckt und mit den Händen auf einer Kugel balanciert. Die Plastik wurde 1972 zu den Olympischen Spielen im Olympiapark aufgestellt.

Der "Harmlos": Wenn die Inschrift zum Namen wird

Die Statue des "Harmlos" im Hofgarten, Foto: muenchen.de/Mark Read
Foto: muenchen.de/Mark Read "Harmlos wandelt hier" - die Statue mit Inschrift

Er sieht tatsächlich ganz harmlos aus, der griechische Jüngling Antinoos. Dass der Volksmund ihn "Harmlos" nennt, hat aber trotzdem nichts mit seinem Aussehen zu tun - sondern mit der Inschrift auf der 1803 von Franz Jakob Schwanthaler geschaffenen Skulptur am Prinz-Carl-Palais.

Dort heißt es nämlich: "Harmlos wandelt hier / dann kehret neu gestärkt zu jeder Pflicht zurück". Das kann man natürlich auch spaßig missverstehen, und da ließen sich die Münchner nicht zweimal bitten. So erhielt die Statue flugs den Spitznamen "Harmlos".

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