Was Ihr im Herbst mit Euren Kindern unternehmen könnt

Laubgaudi im Park, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher

Corona und der Herbst in München: Freizeitideen für Familien

Auch wenn Museen, Tierparks und sonstige Freizeit- und Sporteinrichtungen pandemiebedingt vorübergehend geschlossen haben: Hier sind Outdoor-Aktivitäten, die Ihr im Spätherbst mit Euren Kindern machen könnt. Von Fotosafari über Sightseeing für Kids bis Waldbaden.

Freizeit mit Kids: Herbstliche Aktivitäten trotz Corona-Schließungen

Was unternimmt man mit Kindern an den Nachmittagen und Wochenenden im November? Die Möglichkeiten sind ein bisschen begrenzt – aber es wäre nicht München, wenn's nicht trotzdem jede Menge Freizeitaktivitäten mit Kindern geben würde.

Solang man nicht unter Quarantäne steht, ist gegen Rausgehen und frische Luft nichts einzuwenden, im Gegenteil. Am besten nur mit der eigenen Familie, um Kontakte zu anderen so weit wie möglich zu vermeiden.

Wir haben ein paar Ideen für die ganze Familie: Von Herbstlaubgaudi über Sightseeing für Kinder und Schnitzeljagd bis zum Waldbaden und der Suche nach neuem Lesestoff. 

Münchens Sehenswürdigkeiten neu entdecken: Mit diesem Trick macht’s den Kids Spaß

Ein Teddybär auf der Brücke vorm Nymphenburger Schloss, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher Die Teddy-Tour: Das Lieblingsstofftier entdeckt München. Hier vor Schloss Nymphenburg.

Eine Sightseeing-Tour durch die eigene Stadt? Laaaaangweilig! Muss nicht sein. Ihr könnt Münchens Top-Sehenswürdigkeiten (also diejenigen, die weiterhin bzw. immer zugänglich sind) mit Euren Kindern so erkunden, dass sie es cool finden.

Für die Kleineren gibt’s die Teddy-Tour: Euer Kind ist der Guide und zeigt seinem Lieblings-Kuscheltier die Stadt. Wichtig: Bei jeder Sehenswürdigkeit muss unbedingt ein Foto gemacht werden! Natürlich nur von außen, coronabedingt.

Welche Sights sich dafür besonders eignen, weil sie viel Platz rundherum bieten:

  • Schloss Nymphenburg: Von jeder Perspektive aus beeindruckend, ob vom Schlosskanal aus oder von der anderen Seite, also im Schlosspark
  • Die Feldherrnhalle und der Odeonsplatz: Auf den Stufen als „Suchbild mit Teddy“ oder von der Hofgarten-Ecke aus
  • Am Platzl: Entweder mit Blick auf das Hofbräuhaus oder mit der pittoresken Pfistermühle im Hintergrund (beide im November geschlossen)
  • Der Olympiapark: Am besten nicht vom höchsten Punkt des Olympiabergs aus, sondern auf einem der davor liegenden Hügel mit Blick auf See und Turm
  • Der Königsplatz: Mit den Propyläen im Hintergrund, besonders am Nachmittag bei Sonne schön
  • Die Frauenkirche: Jetzt wieder ohne Baugerüst, kann man sie am besten weitwinklig vom Frauenplatz an der Westseite fotografieren
  • Die Pinakothek der Moderne und das Museum Brandhorst: Auch wenn sie geschlossen sind, die hohen Säulen und die bunte Wandverkleidung bieten einen tollen Hintergrund für Teddy-Fotos

Und klar, wenn irgendwo zu viel los sein sollte, weicht man einfach auf eine andere Sehenswürdigkeit aus.

Bitte dran denken: In der Innenstadt herrscht vielerorts Maskenpflicht, auch für Kinder ab dem 6. Geburtstag. Alle Infos zu den genauen Orten findet Ihr hier.

Wenn Euer Kind schon zu groß für die Teddy-Tour ist: einfach eine große Glaskugel, einen sogenannten Lensball, besorgen und die Sehenswürdigkeiten dadurch fotografieren.

Verschärfte Corona-Regeln in Bayern verlängert

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, hat Bayern verschärfte Corona-Maßnahmen beschlossen, die seit dem 2. November gelten und vorerst bis zum 20. Dezember verlängert wurden. Ab 1.12. wird es zudem weitere Verschärfungen bei den Kontaktbeschränkungen und eine Ausweitung der Maskenpflicht geben.

Frischluft und Herbstlaubgaudi: Weniger bekannte Parks in München

Herbst im Nordteil des Englischen Gartens, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher Geht immer: Der Englische Garten, hier der oft einsame Nordteil. Aber es gibt auch weniger berühmte Grünanlagen.

Klar, der Englische Garten ist immer eine gute Idee, bei Sonnenschein besonders der weniger frequentierte Nordteil; ebenso wie der Westpark und der Olympiapark. Zum Glück ist die Wettervorhersage für die letzten Ferientage passabel. Aber gerade, wenn man in den Ferien oder am Wochenende vermeiden möchte, zu viele Menschen an einem Ort zu treffen, lohnen sich die vielen Alternativen, die München in Sachen Parks bietet.

Da gibt’s zum Beispiel den Bavariapark auf der Theresienhöhe mit seinen tollen Figuren, den Luitpoldpark mit dem Aussichtshügel – als prima Alternative zum Olympiaberg – oder auch den kleinen S. Goudstikker Park mit altem Baumbestand in Giesing. Auch die Spielplätze sind geöffnet und dürfen – mit Abstand zu anderen Kindern – genutzt werden.

Was besonders Spaß macht: Mit Herbstlaub schmeißen. Einfach gemeinsam ein paar Blätterhaufen zusammentragen und dann eine Laubschlacht anfangen. Wer schöne Aufnahmen von seinen Kindern machen möchte: In die Hocke gehen und gegen die Sonne fotografieren! Besonders gut klappt das mit der Funktion „Serienaufnahme“, ob auf dem Handy oder mit der Kamera. Auch Slow-Motion-Videos vom Laubschmeißen sehen toll aus.

Mehr Geheimtipps für Parks und weitere Ruhe-Oasen in München findet Ihr hier!

Waldbaden: Ein Outdoor-Erlebnis, das trotz Corona immer geht

Kinder-Gaudi im Herbstwald, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher Ein Waldspaziergang beruhigt und inspiriert. In Japan gilt er sogar als Medizin.

Der Münchner Tierpark Hellabrunn, der Wildpark Poing und der Bergtierpark in Blindham haben leider bis mindestens Dezember geschlossen. Wer trotzdem Ausschau nach Eichhörnchen, Vögeln oder späten Schmetterlingen halten möchte, kann auch einfach mal im Wald spazieren und Waldbaden versuchen. Vielleicht findet Ihr auch noch ein paar letzte Schwammerl.

Waldbaden gilt in Japan als Medizin. Es beruhigt und entspannt sowohl Euch und die Kids. Und Ihr müsst dafür gar nicht weit aus München rausfahren: Auch innerhalb der Stadt und am Stadtrand gibt’s Wälder! Zum Beispiel den Forstenrieder Park, den Hartmannshofer Wald, das Kapuzinerhölzl in Moosach oder die Allacher Lohe.
 

Sport machen in München und Ansteckung vermeiden: So motiviert Ihr die Kinder

Kinder rennen durch den Herbstwald, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher Joggen oder einfach rennen: Macht auch Kindern Spaß.

Eure Kinder brauchen Bewegung, der Sportverein hat aber wieder geschlossen und Mannschaftssport darf nicht stattfinden? Es gibt tolle Alternativen. Die Läufer unter Euch können den Nachwuchs vielleicht dazu bringen, mitzujoggen. Lauf-Challenges und das Tracking über eine Fitness-App sind ein guter Motivator. Kurze Strecken für Einsteiger findet Ihr zum Beispiel an der Isar, besonders schön – und mit genügend Wegen, um Abstand zu anderen zu wahren – ist der Teil südlich der Thalkirchner Brücke Richtung Großhesselohe. Hier gibt's auch die spannenden Isar-Trails mit natürlichen Baum-Hindernissen.

Schlechtwetter-Tipp fürs Laufen: der Flaucher. Zwischen Flauchersteg und Brudermühlbrücke, aber auch nördlich davon findet man überraschend viele ruhige Ecken. Und durch die Bäume wird man nicht ganz so nass.

Mit Kindern, die lieber radeln als rennen, könnt Ihr die Stadt mit dem Fahrrad entdecken. Wichtig: Ein attraktives Ziel. Zum Beispiel könnt Ihr Euch bei trockenem Wetter ein leckeres Picknick einpacken und in einem der Münchner Parks auf der Wiese essen. Was auch geht: Sich Pizza in den Park oder an einen anderen Ort als nach Hause liefern lassen oder als Take-away mitnehmen! Wofür sich auch Kinder begeistern: Spektakuläre Sonnenuntergänge, die im Herbst noch vor dem Abendessen stattfinden.

Hier gibt’s ein paar Tipps für Radtouren in München
 und tolle Fahrradläden, falls Ihr ein Rad für Euer Kind braucht.

Das eigene Viertel neu entdecken oder andere Münchner Stadtteile kennenlernen

Die Skulpturen Love/Hate von Mia Florentine Weiss am Bayerischen Nationalmuseum, Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher Die Skulpturen Love/Hate von Mia Florentine Weiss am Bayerischen Nationalmuseum

Kennt Ihr Euer Viertel? Wirklich jede Straße, jeden versteckten Platz, jeden kleinen Park? Oft fährt man im Alltag mit der U-Bahn oder nimmt den kürzesten Weg zur Bushaltestelle. Jetzt ist eine gute Gelegenheit, das zu ändern. Damit der Nachwuchs mitmacht, könnt Ihr Euch Challenges oder eine Art Schnitzeljagd überlegen.

Schulkinder kann man mit einer Schnitzeljagd oder Rallye hinterm Tablet hervorlocken: Es gibt Rätseltouren, die man online kaufen kann — oder Ihr denkt Euch selbst was aus. Zum Beispiel kann man die Kinder mit Hinweisen Orte finden lassen, an denen sie Buchstaben notieren, die dann ein Lösungswort ergeben.

Tipps hierfür: Das Siegestor, die Denkmäler Münchens, die Love/Hate-Kunstwerke am Bayerischen Nationalmuseum, die Isar-Brücken wie zum Beispiel die Reichenbachbrücke … Achtet mal drauf, überall finden sich Buchstaben zum Sammeln!

Lust aufs Lesen: Die etwas anderen Bibliotheken in München

Öffentlicher Bücherschrank in der Au (Am Herrgottseck), Foto: Anette Göttlicher
Foto: Anette Göttlicher Einen besonders schönen Bücherschrank findet Ihr in der Au. Für Kinder gibt's ein Extra-Regal.

Lesen ist für viele Kinder eine gute Freizeitaktivität, und es geht überall: Mit Keksen und Kakao auf der Couch, wenn's regnet. Warm eingepackt im Sitzsack auf dem Balkon oder bei Sonne auf einer Picknickdecke in der nächsten Grünanlage.

Eine schöne Alternative zu den Stadtteilbibliotheken (die übrigens vom Teil-Lockdown im November ausgenommen sind und geöffnet haben) und weniger alltäglich: Münchens öffentliche Bücherschränke. Hier kann man auch mit Erstlesern prima auf Bücher-Schatzsuche gehen und gleichzeitig ausgelesene Bücher einstellen, die dann anderen Kindern Freude und Abenteuer im Kopf bereiten. 

Hier findet Ihr ein paar besonders schöne Bücherschränke der Stadt.

Text: Anette Göttlicher
Stand: November 2020

Weitere Freizeittipps

X

CORONAVIRUS: DIE AUSWIRKUNGEN AUF MÜNCHEN

Alle Infos
Top