Ciao, ragazzi! Warum München die nördlichste Stadt Italiens ist

Nymphenburg, Theatinerkirche, Pizzabäcker

Lebensgefühl, Essen, Fußball: Was München und Italien verbindet

München kann sich jedes Jahr über viele Gäste aus Italien freuen, schließlich haben viele ein besonderes Verhältnis zu München. Aber auch die Stadt pflegt eine enge Beziehung zu Italien. Wie und wo? Das erfahrt ihr hier:

Italienische Baukunst in München

Theatinerkirche am Odeonsplatz
Die Theatinerkirche am Odeonsplatz zählt zu den schönsten Kirchen der Stadt

Wer italienische Baukunst mitten in München entdecken will, schlendert vom Odeonsplatz zum Max-Joseph-Platz. Viele der großen Bauwerke der Altstadt (Feldherrnhalle, Nationaltheater, die Residenzpost und der Arkadenhof der Alten Münze) haben italienische Vorbilder oder wurden von italienischen Architekten erbaut.

Um das am Beispiel der Theatinerkirche St. Kajetan am Odeonsplatz zu verdeutlichen: Der Architekt Agostino Barelli, wie der Name schon vermuten lässt Italiener, nahm sich für den Münchner Prachtbau die Kirche Sant’Andrea della Valle in Rom zum Vorbild. Fertiggstellt wurde der Bau von Enrico Zucalli und Giovanni Viscardi - eine der schönsten Kirchen Münchens hat also eine klare italienische Handschrift.

Auch der Garten des Lenbachhauses am Königsplatz wurde von Renaissancegärten inspiriert, hier werden Erinnerungen an die Villa Medici in Rom wach.

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Italienisches Lebensgefühl: Das Münchner Dolce Vita

Gondeln Nymphenburg

Das italienische Lebensgefühl ist in München weit verbreitet und das liegt nicht nur an den rund 28.000 Italiener*innen, die in der bayerischen Landeshauptstadt zu Hause sind. Fast wie auf einer italienischen Piazza kommt ihr euch etwa am St.-Anna-Platz im Lehel vor, den man genau so auch in Florenz oder Mailand finden könnte. Und wie in den italienischen Metropolen sitzt man auch in München einfach gerne draußen und genießt die Sonne – die bayerische Interpretation des „Dolce Vita“.

Lust auf einen Hauch Venedig? Im Nymphenburger Schlosspark erwartet euch eine Gondelfahrt: Der traditionell gekleidete Gondoliere hat sein Handwerk in Venedig gelernt und dort seine Gondel fertigen lassen. Für 30 Minuten holt er die Stadt auf dem Wasser nach München. Termine gibt's bis Mitte Oktober. Und apropos Schloss Nymphenburg: Der Anstoß für den Bau der prachtvollen Anlage geht auf die italienische Prinzessin Henriette Adelheid von Savoyen zurück.

Für Romantik steht auch die Statue der Julia Capulet am Alten Rathaus - ein Symbol der Liebe! Münchner stecken ihr gerne frische Blumen in die Hand. Die Statue ist ein Geschenk der Stadt Verona.

Italienischer Fußball in München: Von Luca Toni bis zum SV Italia

Der Fußball spielt sowohl in München als auch in Italien eine große Rolle: Auf der einen Seite haben italienische Topstars wie Ruggiero Rizzitelli, Massimo Oddo und vor allem Luca Toni dem FC Bayern ihren Stempel aufgedrückt. Aber wusstet ihr zum Beispiel, dass es mit dem SV Italia 1965 München im Hasenbergl einen italienischen Fußballverein gibt? Gegründet wurde die Mannschaft von italienischen Gastarbeitern als Freizeitspaß, seit 1996 kickt die Truppe aber auch im bayerischen Amateurfußball mit.

Und dann gibt es noch die Fans oder „Tifosi“, wie man auf italienisch sagt. Unter anderem die italienischen Topklubs Inter und AC Mailand sowie der SSC Neapel haben eigene Fanvereinigungen in München.

Kunst und Kultur: Das alte Rom, da Vinci und Vivaldi

Glypthothek am Königsplatz – Römersaal, Foto: Staatliche Antikensammlungen und Glyptothek München, Renate Kühling
Foto: Staatliche Antikensammlungen und Glyptothek München, Renate Kühling Der Römersaal in der Glyptothek

Die Kunst und Kultur Italiens ist selbstverständlich auch in München zu finden, zum Beispiel am Königsplatz: In der Glyptothek werden zahlreiche Skulpturen und Reliefs aus der spätrömischen Zeit ausgestellt und laden auf einen Spaziergang durch das antike Rom ein.

Zudem sind zahlreiche Werke der großen italienischen Maler in München zu bestaunen. In der Alten Pinakothek finden sich etwa Arbeiten von Leonardo da Vinci, Tizian und Raphael.

Die vielleicht italienischste aller Musikformen – die Oper – wird in München selbstverständlich ebenfalls zelebriert, insbesondere die Bayerische Staatsoper (Kundenseite) genießt weltweites Renommee. Hier stehen auch regelmäßig italienische Komponisten wie Guiseppe Verdi oder Vivaldi auf dem Spielplan.

Die italienische Kultur ist tief in München verwurzelt. Hierum macht sich auch die Vereinigung Deutsch-Italienischer Kulturgesellschaften verdient, die z.B. musikalische Aufführungen, aber auch Reisen nach Italien organisiert.

Einkaufen wie in Italien

Eataly

Wer zu Hause italienisch kochen will, sollte zum Shoppen in die Schrannenhalle gehen. Seit 2015 ist dort das Eataly (Kundenseite) zu Hause und es macht der nördlichsten Stadt Italiens alle Ehre. Hier findet ihr italienischen Spezialitäten aller Art wie edles Olivenöl oder Antipasti, aber auch eine große Auswahl an erlesenen italienischen Weinen. Wer es etwas kleiner mag, schaut in italienische Feinkostshops wie etwa das San Marco oder Feinkost Cannova.

Doch nicht nur italienische Lebensmittel kann man in München gut einkaufen, im Zentrum haben viele berühmte Modelabels wie etwa Prada oder Versace eigene Stores. Wer etwas günstiger italienische Klamotten shoppen möchte, sollte im Blucotton, bei Solo Moda (Innere Wiener Straße 46) oder im Kurani Italy Mode (Josephspitalstraße 9) vorbeikommen.

Italienisch essen: Pasta und Pizza für jeden Geschmack

Pastarella

Italienisch essen kann man in München gefühlt an jeder Ecke und jede*r Münchner*in hat einen Lieblingsitaliener – was nicht überrascht, denn die Auswahl ist riesig. Das geht von der Pizzaschnitte am Imbiss bis zum gehobenen Ambiente mit 5-Gänge-Menü.

Tolle Pizza gibt’s etwa im Mille Miglia oder im Mimmo e Co., Nudelfreunde werden im Cupido (Kundenseite) fündig und für etwas höhere Ansprüche sollte man sich die Osteria Der Katzlmacher (Kundenseite) mal genauer anschauen.

Lockerungen für die Gastronomie in München

Seit 7. Juni gilt in München: Die Innengastronomie darf öffnen und die Gastwirtschaften können drinnen wie draußen bis 1 Uhr offen bleiben. Die Maskenpflicht bleibt. In reinen Schankwirtschaften muss die Bedienung am Tisch erfolgen, Abgabe und Verzehr von Getränken an der Theke oder am Tresen sind nicht zulässig.

  • Aktuelle Infos und Regelungen für München auf muenchen.de/corona
  • Das perfekte Gelato

    Sarcletti

    Was darf in Italien nicht fehlen? Richtig, Gelato! Und zwar von Sarcletti am Rotkreuzplatz. Genau wie am Lago di Garda begrüßen einen fröhliche Gelatieri halb auf Italienisch, halb auf Deutsch. Die Eisauswahl ist unglaublich – bis zu 60 in Sorten in der Hauptsaison – und das Eis wird handwerklich hergestellt. 

    Das Yole Gelato in Schwabing (Marktstraße 2) übersieht man leicht, aber genau das solltet ihr nicht tun, denn das Eis schmeckt hervorragend. Ein Geheimtipp am Kolumbuspatz ist das Cesario Eiscream, wer also in der Ecke ist und Lust auf ein Eis hat: Hier macht ihr nichts verkehrt.

    Trinken wie auf der Piazza

    Bar Centrale

    Doch nicht nur italienisch essen kann man in München hervorragend, auch das Trinken mit südeuropäischem Flair kommt hier nicht zu kurz. Das fängt natürlich bei einem Kaffee oder Espresso an und wenn ihr's da authentisch italienisch mögt, dann schaut mal ins Dinatale oder ins Morso, die beide in der Maxvorstadt zu finden sind.

    Für den Wein oder Aperol Sprizz am Abend empfiehlt sich ein Abstecher in die Bar Centrale, die in puncto Authentizität ganz weit vorne liegt und daher immer entsprechend gut besucht ist. Ebenfalls zu empfehlen ist das L'Aperitivo am Viktualienmarkt, das nicht zuletzt mit seinen italienischen Cocktailvariationen punktet.

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    CORONAVIRUS: DIE AUSWIRKUNGEN AUF MÜNCHEN

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