Aktuelle Corona-Infos der Stadt unter www.muenchen.de/corona

Diese Münchner Serien müsst Ihr kennen

Szenenfoto aus "Monaco Franze - Der ewige Stenz", Foto: balance-film/BR
Foto: balance-film/BR Immer noch kult: Helmut Fischer (l.) als Monaco Franze

Kultserien und neue Serien-Highlights aus München

Selbst absolute München-Experten kennen vielleicht nicht alle Kultserien, die unsere Stadt in den letzten Jahrzehnten hervorgebracht hat. Doch wir stellen Euch nicht nur Klassiker wie den "Monaco Franze" oder "Kir Royal" vor, sondern zeigen auch neue Serien, die in München spielen und sehr sehenswert sind.

1. Monaco Franze

Szenenfoto aus "Monaco Franze - Der ewige Stenz", Foto: balance-film/BR
Foto: balance-film/BR Unvergessen: Der "ewige Stenz" mit seinem "Spatzl" (m.)
  • Erstmals ausgestrahlt: 1983
  • Worum geht es? Der Kriminalkommissar und "ewige Stenz" Franz Münchinger alias Monaco Franze schlawinert sich durch das München der frühen 80er Jahre - unterstützt von seinem Freund Manni Kopfeck. Obwohl er dabei so mancher Dame schöne Augen macht, hat sein "Spatzl" stets eine Engelsgeduld mit ihm. Zumindest bis zu dem Tag, an dem er sie alleine auf die Bermudas auswandern lässt, weil er sein geliebtes München nicht verlassen kann.
  • Wer spielt mit? Helmut Fischer hat sich in seiner Paraderolle als Titelheld für alle Zeiten unsterblich gemacht. Ihm wurde vor dem Café Münchner Freiheit sogar ein Denkmal gesetzt. Doch auch Ruth Maria Kubitschek als "Spatzl", Erni Singerl als resolute Haushälterin, Karl Obermayr als Monacos bester Spezl Manni oder Christine Kaufmann als Assistentin Olga spielen einfach nur großartig.
  • Was macht die Serie so besonders? Erstens: Das Setting. München als entspannte, bodenständige Großstadt voller echter Originale. Zweitens: Die Zitate. "Geh Spatzl, schau wia I schau", "A bissl was geht immer" oder "Wie meinst Krise, Spatzl?" prangen nicht umsonst heute noch auf T-Shirts, Schaufenstern und Bierdeckeln - neben dem Konterfei Helmut Fischers.

2. Münchner "Tatort"

Szene aus "Tatort - Unklare Lage", Foto: BR/X Filme Creative Pool GmbJ/Hagen Keller
Foto: BR/X Filme Creative Pool GmbJ/Hagen Keller Miroslav Nemec (M.) und Udo Wachtveitl (r.) in ihren Rollen als Ivo Batic und Franz Leitmayr
  • Erstmals ausgestrahlt: 1972 (mit aktuellem Ermittlerteam: 1991)
  • Worum geht es? Mord, Entführung, Drogenhandel - die Münchner "Tatort"-Ermittler lösen auch die schwierigsten Fälle. Noch dazu sind Ivo Batic und Franz Leitmayr auch privat gute Kumpels, die sich auch mal richtig streiten, sich aber am Ende immer in die Augen schauen können. Fast wia im richtigen Leben, sozusagen.
  • Wer spielt mit? Unglaublich, aber wahr: Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl ermitteln seit 1991 (!) Seite an Seite. Prominente Vorgänger als Münchner "Tatort"-Komissare waren unter anderem Helmut Fischer und Gustl Bayrhammer.
  • Was macht die Serie so besonders? Sonntagabend, 20:15 Uhr im Ersten - der "Tatort" ist seit Jahrzehnten Kult und wird wohl bis in alle Ewigkeiten die Nummer eins der TV-Krimis bleiben. Kritiker zählen die Münchner Folgen seit langer Zeit zu den besten der Serie - nicht zuletzt, weil immer wieder hochkarätige Regisseure wie Dominik Graf oder Krimi-Schwergewichte wie Friedrich Ani als Drehbuchschreiber dabei sind.

Unser Special zum Münchner "Tatort" mit Public Viewing

3. Kir Royal

Szenenfoto aus der Serie "Kir Royal", Foto: WDR
Foto: WDR Franz Xaver Kroetz als Klatschreporter Baby Schimmerlos
  • Erstmals gesendet: 1986
  • Worum geht es? Nicht nur die Spider Murphy Gang sang über die Münchner Schickeria der 1980er Jahre - auch Helmut Dietl widmete sich in seiner letzten Serie "Kir Royal" den Reichen, Schönen und denen, die es gerne wären. Klatschreporter Baby Schimmerlos ist immer auf der Suche nach der besten Story für seine Kolumne - klar, dass er in München mehr als genug Stoff findet.
  • Wer spielt mit? Der unvergleichliche Franz Xaver Kroetz als Baby Schimmerlos, außerdem weitere große Namen wie Senta Berger, Ruth Maria Kubitschek und sogar Kabarett-Legende Dieter Hildebrandt als Fotograf Herbie Fried.
  • Was macht die Serie so besonders? Glitzer, Glamour, Intrigen und Münchner Lokalkolorit. Das schmeckt besser als jeder Aperitif und zeigt, dass München schon in den 80ern bunt war - und ziemlich einzigartig. Außerdem kann man das herrschaftliche Wohnhaus, in dem Baby Schimmerlos in der Serie residiert, auch heute noch besichtigen - es steht in Neuhausen. Mehr erfahrt Ihr in unseren Neuhausen-Tipps
Diese Geschäfte und Dienstleister sind jetzt für Euch da
Hier könnt Ihr in München trotz Corona noch einkaufen - #muenchenhältzamm
Die große Übersicht

4. Irgendwie und sowieso

Szenenfoto aus der Serie "Irgendwie und Sowieso", Foto: BR/Tellux-Film GmbH/Günther Reisp
Foto: BR/Tellux-Film GmbH/Günther Reisp Ottfried Fischer und Michaela May in "Irgendwie und Sowieso"
  • Erstmals gesendet: 1986
  • Worum geht es? Um das berüchtigte Jahr 1968, das wie kein zweites für Aufbegehren und Aufbruch stand. Aber wie war das in der oberbayerischen Provinz östlich von München? Jungbauer Alfons Kerschbaumer alias Sir Quickly rüttelt mit seinen Spezln Sepp und Effendi die verstockte Dorfgemeinschaft auf.
  • Wer spielt mit? Die Besetzung ist legendär! Ottfried Fischer. Elmar Wepper. Michaela May. Bruno Jonas. Hannelore Elsner. Wolfgang Fierek. Alle in jungen Jahren und mit jeder Menge Spielfreude.
  • Was macht die Serie so besonders? Sie spielt zwar nicht direkt in München, sondern im Umland, genauer gesagt im Landkreis Ebersberg - trotzdem hat Franz Xaver Bogners "Irgendwie und sowieso" einen München-Bezug. Denn verrückte Vögel wie den Sir Quickly gab es in der wilden Hippiezeit auch in unserer Stadt mehr als genug. Ein weiterer Pluspunkt: Wohl keine zweite Serie hat einen so lässigen Soundtrack.

5. Servus Baby

Szenenfoto aus der Serie "Servus Baby", Foto: BR/lüthje schneider hörl | FILM/Jennifer Bräuer
Foto: BR/lüthje schneider hörl | FILM/Jennifer Bräuer
  • Erstmals gesendet: 2018
  • Worum geht es? Um das Gefühlsleben - und besonders die Partnersuche - von vier Freundinnen in München. Was an sich schon problematisch genug wäre, wird durch die "magische 30", auf die sich die vier zubewegen, noch verschärft.
  • Wer spielt mit? Josephine Ehlert, Genija Rykova, Teresa Rizos und Xenia Tiling als die Lady-Gang. Und wer den neuen Nockherberg-Fastenprediger Maxi Schafroth ebenfalls in einer Rolle erblickt, hat keine Halluzinationen.
  • Was macht die Serie so besonders? Die gefeierte Mini-Serie von Natalie Spinell wurde bei ihrer Erstausstrahlung im BR nicht selten mit der US-Kultserie "Sex and the City" verglichen. Dabei ist "Servus, Baby" ganz anders und noch viel besser - die Serie spielt ja in München. Und wer den hiesigen Single-Markt kennt, wird sich kaum wundern, dass sie einen Nerv getroffen hat.

6. Die Hausmeisterin

Szene aus der Serie "Die Hausmeisterin", Foto: BR/Tatiana Film GmbH & Co. Audio KG
Foto: BR/Tatiana Film GmbH & Co. Audio KG
  • Erstmals gesendet: 1987
  • Worum geht es? Martha Haslbeck ist eine resolute Münchnerin mit dem Herz am richtigen Fleck. Als Hausmeisterin in einem Altbau in der Haidhauser Balanstraße kümmert sie sich nicht nur um die Hausgemeinschaft, sondern auch um ihren Ex-Gatten - obwohl der mit seinem "Ilse-Hasi" längst eine Neue hat.
  • Wer spielt mit? Veronika Fitz macht sich als Hausmeisterin Martha unsterblich. Aber auch Helmut Fischer als Ex-Gatte Josef und Ilse Neubauer haben dazu beigetragen, dass die Serie schnell Kult wurde.
  • Was macht die Serie so besonders? Der Altmünchner Charme der Hauptfiguren - wenn Ihr jemandem zeigen wollt, wie "typische alteingesessene Münchner" ticken, dann schaut diese Serie.

Dass sich Haidhausen auch heute noch lohnt, zeigt unser Viertel-Guide

7. München 7

Szenenfoto aus der Serie "München 7", Foto: ARD/Guenther Reisp
Foto: ARD/Guenther Reisp
  • Erstmals gesendet: 2004
  • Worum geht es? Um den Polizisten- (nicht Polizei-)Alltag auf der fiktiven Wache München 7. Im Mittelpunkt steht der "Sheriff vom Marienplatz" Xaver Bartl, der zusammen mit seinem neuen Kollegen Felix Kandler für Recht und Ordnung sorgt - am liebsten auf dem Viktualienmarkt, wo seine Jugendliebe Elfi ein Standl betreibt.
  • Wer spielt mit? Ein "Who is who" der lokalen Kleinkunst- und Schauspielriege! Andreas Giebel mimt den Xaver Bartl, Christine Neubauer die Elfi, und auch Monika Gruber ist als Standlfrau mit dabei. "Mama Bavaria" Luise Kinseher spielt Bartls resolute Vorgesetzte Thekla Eichenseer, und in weiteren Rollen erlebt Ihr Eisi Gulp, Sepp Schauer, Sebastian Bezzel und Kabarett-Grantler Harry G. Um nur eine Auswahl zu nennen.
  • Was macht die Serie so besonders? "München 7" ist ganz sicher nichts für Krimi-Fans. Aber das hatte Regisseur Franz Xaver Bogner auch gar nicht im Sinn. Hier stehen Ur-Münchner mit ihren liebenswürdigen Marotten im Mittelpunkt. Manchmal geht's ans Herz, meistens sind die Erlebnisse von Xaver & Co. aber ziemlich unterhaltsam. Ganz so wie München eben...

8. Münchner Geschichten

Szenenfoto aus der Serie "Münchner Gschichten", Foto: BR/Intertel Television GmbH/Intertel Television GmbH
Foto: BR/Intertel Television GmbH/Intertel Television GmbH Der "Tscharlie" (mitte) in der berühmten Cowboy-Szene aus den "Münchner Geschichten"
  • Erstmals gesendet: 1974
  • Worum geht es? Die Serie erzählt lose zusammenhängende Episoden aus dem Leben des ewigen Vorstadt-Strizzis und Berufsjugendlichen Karl "Tscharlie" Häusler, der immer noch bei seiner Oma Anna im Lehel wohnt. Mit seinen Kumpels Gustl und Achmed ist er stets auf der Suche nach der "Riesensach". Erfolg hat er dabei zwar selten, aber immer eine Gaudi.
  • Wer spielt mit? Günther Maria Halmer war wie geschaffen für die Rolle des lässig-rebellischen "Tscharlie". An seiner Seite: die "Grande Dame" Therese Giehse, die junge Michaela May und weitere Helmut-Dietl-Lieblinge wie Karl Obermayr, Gustl Bayrhammer und Towje Kleiner.
  • Was macht die Serie so besonders? Helmut Dietls erste Serie ist eine lustige, liebevolle und manchmal auch melancholische Hommage an das Altmünchner Kleinbürgertum, das in den 1970ern schon zum Untergang verurteilt war. Mit den drei Cowboys, die nach einem Faschingsball müde durchs Siegestor reiten, hat Dietl eine bis heute berühmte München-Darstellung im TV geschaffen.

Und was kann man heute noch im Lehel machen? Unsere Tipps verraten es

9. München Mord

Szenenfoto aus der Serie "München Mord", Foto: ZDF / Hendrik Heiden
Foto: ZDF / Hendrik Heiden Das Ermittlerteam von "München Mord", gespielt von Marcus Mittermeier, Bernadette Heerwagen und Alexander Held (v.l.)
  • Erstmals gesendet: 2014
  • Worum geht es? Natürlich um Mord - aber bei der gefeierten ZDF-Serie sollte man keine klassischen "Whodunit"-Krimis erwarten. "München Mord" verbindet Kriminalfälle mit aktuellen Gesellschaftsthemen und würzt das Ganze mit einer feinen Mischung aus Melancholie und Humor. Das Ermittler-Trio ist auf die eine oder andere Weise im Leben und Beruf gescheitert - und harmoniert aus genau diesem Grund prächtig.
  • Wer spielt mit? Mit dem gebürtigen Münchner Alexander Held spielt einer der besten deutschen Charakterdarsteller den Hauptkommissar Ludwig Schaller. Unterstützt wird er von Bernadette Heerwagen und Marcus Mittermeier - und BR-Moderator Christoph Süß ("quer") ist als Chef der Mordkommission auch dabei.
  • Was macht die Serie so besonders? An vielen Drehbüchern ist Krimi-Großmeister Friedrich Ani beteiligt - und dessen Bücher sind ja nun wirklich keine Krimis von der Stange. Das merkt man auch "München Mord" an. Gentrifizierung, Sexindustrie, Dekadenz: Die Themen haben es in sich - und die Serie macht süchtig.

10. Der ganz normale Wahnsinn

Szenenfoto aus der Serie "Der ganz normale Wahnsinn", Foto: balance-film/BR
Foto: balance-film/BR von links: Towje Kleiner, Monika Schwarz und Helmut Fischer in "Der ganz normale Wahnsinn"
  • Erstmals gesendet: 1979
  • Worum geht es? Journalist Maximilian Glanz, frisch geschieden, plant sein monumentales Buch-Epos "Woran es liegt, dass der Einzelne sich nicht wohl fühlt, obwohl es uns allen so gut geht". Doch kommt ihm beim Schreiben sein Privatleben dazwischen - denn das ist ein Scherbenhaufen. Am Scheidungstag trifft er die attraktive Gloria, die ebenfalls soeben eine Scheidung hinter sich hat. Zwölf Folgen lang entdecken die beiden nun, dass sie miteinander nicht so wirklich können - aber ohne einander erst recht nicht. Und dann sind da auch noch ihre besten Freunde: Playboy Lino versucht, Maximilian von den Vorzügen eines ungebundenen Lebens zu überzeugen - während Aline ihrer Gloria stets predigt, dass Frauen alles zum Leben brauchen, aber ganz bestimmt keinen Mann.
  • Wer spielt mit? Towje Kleiner wurde damals nicht umsonst als "bayerischer Woody Allen" bezeichnet - er spielt den Neurotiker Maximilian brilliant. Auch Monika Schwarz ist als ebenso stolze wie verwirrte Gloria eine Wucht.  Interessant ist auch der von Helmut Fischer gespielte "Stenz" Lino - aus dieser Rolle sollte sich bald der legendäre Monaco Franze entwickeln. Last but not least: Barbara Valentin als Feministin Aline.
  • Was macht die Serie so besonders? Sie mag nicht ganz den legendären Ruf von Helmut Dietls späteren Serien haben, doch mit "Der ganz normale Wahnsinn" zeigte der Regisseur, dass er wie kein Zweiter die menschlichen Schwächen seiner Protagonisten in beste Unterhaltung ummünzen konnte. Auch fängt die Serie das Münchner Lebensgefühl Ende der 1970er meisterhaft ein - eine Stadt an der Schwelle zur heutigen Moderne, durch die aber immer noch ein Altmünchner Wind weht. Schräge Vögel, liebenswerte Grantler, kultige Kneipen, attraktive Damen und dazwischen Münchner Sehenswürdigkeiten: die Mischung macht's!

Mehr zum Thema, weitere Freizeittipps

X

CORONAVIRUS: DIE AUSWIRKUNGEN AUF MÜNCHEN

Alle Infos
Top