Wanderungen im Münchner Umland, für die Ihr kein Auto braucht

Tegernberg

Mit dem Zug erreichbar: Sechs Touren in den bayerischen Voralpen

Ihr möchtet gerne wandern gehen, habt aber kein eigenes Auto? Kein Problem! Diese sechs verschiedenen Wanderungen in Bayerns Voralpen sind alle von München aus mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Ob kurze Einsteigertour mit großartigem Ausblick oder anspruchsvolle Rundwanderung die den ganzen Tag füllt: Hier ist für jeden etwas dabei!

Verschärfte Corona-Regeln seit 2. November in München

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, hat Bayern verschärfte Corona-Maßnahmen beschlossen, die seit dem 2. November bis zum 30. November gelten.

Dazu zählen u.a.: Kontakte müssen reduziert werden, private Reisen und Verwandtenbesuche sollen vermieden werden. Gastronomiebetriebe müssen schließen, ausgenommen sind Lieferdienste und Abholmöglichkeiten. Groß-, Einzelhandel und Supermärkte bleiben unter Auflagen geöffnet. Veranstaltungen, die der Unterhaltung und der Freizeitgestaltung dienen, werden untersagt.


Für Langschläfer: Sonntraten am Schürfenkopf

Kurze, sonnige Wanderung zu den Hängen des Schürfenkopf mit wunderschöner Aussicht Richtung Isarwinkel.

Sonntraten Wanderung in Bad Toelz, Foto: Julie Teicke
Foto: Julie Teicke
  • An- und Abreise: ca. 1h mit der BRB Richtung Lenggries bis zur Haltestelle Obergrieß.
  • Fußweg zum Ausgangspunkt: 3km/40min
  • Dauer der Wanderung: 1h 30min – 2h, 4km, 350hm

Verlauf: Von der Haltestelle Obergrieß geht es zunächst ca. 3km nach Grundnern zum Ausgangspunkt „Parkplatz zu den Sonntraten“. Dort lauft Ihr ein kleines Stück an der Straße nach Osten, biegt dann links ab und folgt den Schildern "Sonntraten Fußweg". Der Weg führt an herrlichen Bauernwiesen entlang und durch ein Waldstück in Serpentinen auf die Wiese des breiten Bergrückens hinauf. Von hier ist es nicht mehr weit zum höchsten Punkt (1096 m) der Gipfelwiese, wo Euch eine wunderschöne Aussicht auf die Lenggrieser Haglandschaft erwartet. Der Abstieg erfolgt auf der gleichen Route.

Ganzjährige Wanderung, die aufgrund ihrer Kürze auch erst am Nachmittag zum Sonnenuntergang unternommen werden kann.

Zu Fuß oder mit der Bahn auf den Wallberg

Beliebte Wanderung am Tegernsee mit 360-Grad-Aussicht auf die bayerischen Voralpen.

Wallberg Wanderung am Tegernsee, Foto: Emma Schellhammer
Foto: Emma Schellhammer
  • An- und Abreise: 50min mit der BRB zum Tegernsee und 20 min mit dem Bus 9556 zur Haltestelle Wallbergbahn, Rottach-Egern.
  • Dauer der Wanderung: ca. 2h Aufstieg (Gesamtdauer variiert je nach Abstiegsvariante, Abstieg zu Fuß nochmal ca. 2h), 7km, 900hm 

Verlauf: Am Startpunkt, der Wallbergbahn-Talstation, folgt Ihr den Schildern auf einen breiten Forstweg und geht diesen immer bergauf. Oben angekommen erwartet Euch nicht nur eine herrliche Aussicht auf den Tegernsee, sondern auch die Möglichkeit im Wallberghaus einzukehren und Euch zu stärken. Wer möchte kann hier nun auch weiter zum Gipfelkreuz (1722 m) wandern, das oft weniger besucht ist. Dieser letzte, steilere Abschnitt erfordert eine gewisse Trittsicherheit und wird bei klarem Himmel jedoch mit Sicht auf den Großvenediger und Großglockner belohnt. Der Abstieg erfolgt auf demselben Weg wie der Aufstieg. Alternativ könnt Ihr auch knieschonend und zeitsparend mit der Wallbergbahn hinunterfahren.

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Steil bergauf zum Geierstein

Mittelschwere Bergwanderung mit fantastischen Ausblicken auf das Isartal und das Alpenvorland in Bad Tölz.

  • An- und Abreise: ca. 1h mit der BRB nach Lenggries.
  • Fußweg zum Ausgangspunkt: 2km/30min
  • Dauer der Wanderung: 4h 30min, 10km, 800hm

Verlauf: Vom Bahnhof Lenggries lauft Ihr zunächst ca. 2km zum Parkplatz Hohenburg in der gleichnamigen Straße. Dort überquert Ihr den Bach am Waldrand auf einer kleinen Brücke und wendet Euch dann nach rechts. Bald erreicht Ihr eine weitere Brücke, wandert am rechten Ufer eines Sees entlang und erblickt den Wegweiser "Geierstein", der in den Wald hinein zeigt. Nun erwartet Euch ein steiler Aufstieg durch den Wald. In Serpentinen geht es aufwärts zu einem Felsköpfel mit Aussichtsbank (Markeck). Nach einer Verschnaufpause steht der letzte ca. einstündige Anstieg bevor. Schließlich erreicht Ihr das Gipfelkreuz Geierstein (1483m) mit einem wundervollen Aussblick auf die im Südosten gelegene Tegernseer Hütte.

Der Abstieg erfolgt entweder über die Aufstiegsroute oder weiter Richtung Osten (Fockenstein). Am ebenen Kamm geht es entlang, bis der Weg nach links bergab führt. Nach leichter Kraxelei gelangt Ihr auf einen normalen Weg. Diesem folgt Ihr bis Ihr am Erlebnisbad Isarwelle in Lenggries angekommen seid. Hier biegt Ihr in die Geiersteinstraße ein, diese führt Euch wieder zurück zum Bahnhof.

Der Prinzenweg: Vom Schliersee zum Tegernsee

Schöne, mittellange Wanderung mit grandiosen Ausblicken auf den Schliersee und den Tegernsee.

Prinzenweg Wanderung vom Schliersee zum Tegernsee, Foto: Emma Schellhammer
Foto: Emma Schellhammer
  • An- und Abreise: ca. 1h mit der BRB zum Schliersee und zurück vom Tegernsee (50min).
  • Fußweg zum Ausgangspunkt: 3km/40min
  • Dauer der Wanderung: 4h, 14km, 600hm

Verlauf: Vom Bahnhof Schliersee lauft Ihr zunächst durch den Kurpark auf dem Kurweg in westlicher Richtung am See und Freudenberg entlang. Kommt Ihr auf die Breitenbachstraße, haltet Ihr Euch links und folgt dieser, bis sie Euch zum eigentlichen Ausgangspunkt dem Parkplatz Hennerer bringt. Hier beginnt der Prinzenweg, welcher Euch zum ersten Ziel, der Kreuzbergalm in gut einer Stunde führt. Schon auf diesem ersten Abschnitt genießt Ihr herrliche Ausblicke auf den Schliersee. Weiter geht es ca. 1,5km in Richtung Gindelalm - ein guter Zeitpunkt für eine kleine Rast mit Brotzeit. Gestärkt folgt Ihr dem Weg immer auf gleicher Höhe bleibend bis zur Neureuth. Ab hier lauft Ihr nur noch abwärts bis zum Tegernsee. Zeit für eine Einkehr im Bräustüberl oder direkt weiter zum Tegernseer Bahnhof und mit der BOB zurück nach München.

Für Frühaufsteher: Rundwanderung auf den Kramer

Eine lange und anspruchsvolle Panoramatour der Extraklasse über den Dächern von Garmisch-Partenkirchen.

  • An- und Abreise: ca.1h 40min mit der DB Richtung Garmisch bis zur Haltestelle Untergrainau und zurück aus Garmisch (1h 20min).
  • Dauer der Wanderung: 6h 30min, 15km, 1300hm

Verlauf: Von der Haltestelle Untergrainau gelangt Ihr innerhalb weniger Minuten auf den Steig Richtung Stepbergalm. Diesem folgt Ihr steil hinauf - Trittsicherheit erfordert - und werdet immer wieder mit schönen Panoramaussichten belohnt. An der Alm angekommen habt Ihr gut zwei Drittel des Anstiegs geschafft - gönnt Euch eine Verschnaufpause und Verstärkung. Das letzte Stück führt über einen Kammweg mit Ausblick auf die Zugspitze hinauf zum Kramergipfel (1985m). Genießt oben angekommen den wunderschönen 360-Grad-Rundblick auf die Zugspitze und den Eibsee in vollen Zügen.
Der Abstieg erfolgt über den Grasberg und die St. Martin Hütte. Hier habt Ihr noch einmal die Möglichkeit einzukehren und Euch den letzten Abschnitt bis nach Garmisch-Partenkirchen mit einem hausgemachten Kuchen zu versüßen. Vom Bahnhof Garmisch aus fahren im stundentagt Züge zurück nach München.

Genug Wasser mitnehmen, im südexponierten Aufstieg kann es schon mal heiß werden.

 

Anspruchsvoll: Zur Notkarspitze

Steile, lange Rundwanderung mit weitem Blick auf die Ammergauer Alpen, den Starnberger See und Ammersee.

Die Region Wettersteingebirge um Garmisch-Partenkirchen, Foto: Markt Garmisch-Partenkirchen/Lutz
Foto: Markt Garmisch-Partenkirchen/Lutz Symbolbild: Das Wettersteingebirge
  • An- und Abreise: ca.1h mit der DB Richtung Garmisch bis Oberau und weiter mit dem Bus 9606 Richtung Oberammergau, Ausstieg Haltestelle "Am Berg", zurück von Bushaltestelle "Ettaler Mühle"
  • Dauer der Wanderung: 6h, 13km, 1100hm

Verlauf: Von der Bushaltestelle erreicht Ihr in wenigen Minuten den Parkplatz "Ettaler Sattel", wo die Wanderung startet. Zunächst folgt Ihr einer Forststraße Richtung Südwesten und gelangt auf den wunderschönen aber auch anstrengenden Anstieg durch Bergmischwald. Wird der Wald etwas lichter ist ein kurzer Abstecher zum Vorgipfel des Ochsensitzes empfehlenswert, um einen tollen Blick auf das Kloster Ettal zu erlangen.
Ohne Abstecher geht es immer weiter über den Ostrücken zum zweiten Vorgipfel, dem Ziegelspitz (1719 m). Von dort geht es weiter zum letzten Anstieg auf den Gipfel der Notkarspitze (1889 m). Euch erwartet ein Panorama mit dem Alpenvorland im Norden und dem Wettersteingebirge im Süden. Am Gipfelkreuz angekommen ist die Tour aber alles andere als vorbei: Der Abstieg führt Euch - zum Teil mit Drahtseilen gesichert - zum Ettaler Talboden hinab. Unten angekommen könnt Ihr entweder an der Ettaler Mühle einkehren oder von der gleichnamige Bushaltestelle aus wieder zurück nach Oberau fahren. 

 


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