Das Kino Theatiner Film in München

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Französische Filme im Original, selbstgebrühter Filterkaffee und die zentrale Lage in der Theatinerstraße — nicht nur deswegen ist das Programmkino Theatiner Film einen Besuch wert.

In der Passage zwischen Theatiner- und Residenzstraße findet man das denkmalgeschützte Kino Theatiner Film. Ein echtes Highlight für Nostalgiker und Cineasten in der Innenstadt Münchens.

Was das Theatiner-Kino so besonders macht

Wer ein Faible für Autorenfilme hat, für den ist es ein absolutes Highlight unter den Münchner Programmkinos, das Theatiner-Kino. Hier werden unter anderem französische Filme im Original gezeigt.
„Das ist ja ganz schön antiquiert hier“, hört man nicht selten von Besuchern. Ja, modern und mit den letzten technischen Finessen ausgestattet ist das Lichtspielhaus, das 1957 von Walter Kirchner als „Film-Cabinett“ eröffnet wurde, sicherlich nicht. Aber dies macht den Charme dieses stimmungsvollen Hauses aus, das in den Sechzigern mit avantgardistischen Filmen der spanischen Surrealisten, der italienischen Neo-Realisten und der französischen Nouvelle Vague ein Gegenpol zu den damals so populären Heimatfilmen und Komödien setzte.

Auf eine schöne Art altmodisch

Schon wenn man das Foyer des denkmalgeschützten Kinos in der Passage zwischen Theatiner- und Residenzstraße betritt, mit dem großen Spiegel und den alten Filmplakaten, fühlt man sich in eine andere Zeit zurückversetzt. Die Dame in dem altmodischen Kassenhäuschen schaut in ihr Heftchen, in der die Reservierungen noch per Hand notiert werden. Mit der altmodischen Kinokar-te auf grünem, rauem Papier, die an die Eintrittskarte im Freibad der Kindheit erinnert, geht man nach unten und kann sich an der kleinen Theke noch einen selbstgebrühten Filterkaffee kaufen. Oder vielleicht ein Mon Chéri, die man hier sogar einzeln erwerben kann.

Architektur und Ambiente

Aber dann geht auch schon die Flügeltür und der schwere Samtvorhang auf und man darf Platz nehmen in den Sesseln aus hellem Ahornholz und dunklen Samtpolstern. Auf der Gemütlichkeits-skala erreichen die Sessel zwar keine maximale Punktzahl, doch dafür ist die Architektur des Saals einfach ein Genuss für die Augen. Besonders schön sind die alten Metallschilder an der Seite, die sagen „Rauchen verboten“, und die stimmungsvolle Beleuchtung. An der rechten Seite gibt es noch eine kleine Galerie, aber die bleibt leer, da man von dort nicht gut sehen kann.

Text: Alexandra Lattek

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