Schöne Orte, gutes Essen, tolles Wetter - 10 Gründe für München

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Das Leben in München hat viele Vorteile, die die Kosten verschmerzen lassen - bei Tag und bei Nacht

Die Erfahrung, in München zu leben, sollte jeder mal gemacht haben. Ja, es ist teuer, aber das ist eigentlich schon der einzige Nachteil. Wir haben 10 Gründe, die für München sprechen: Vom Wet-ter über die Pizza bis zu Münchens Museen.

Das Wetter in München

In München sind die Temperaturen nicht unbedingt höher als anderswo, aber hier scheint die Sonne einfach öfter. Laut einer Studie des ZDF kann sich München durchschnittlich über 1756 Sonnenstunden pro Jahr freuen - 2018 waren es sogar über 2000! Im Vergleich dazu ist es im thüringischen Suhl mit durchschnittlich 1436 Sonnenstunden fast zwei Wochen dunkler. Unser typisches Programm bei schönem Wetter? Isar, Englischer Garten, Flaucher, Westpark, Eisbach. Oder einfach nur vom Balkon aus in den weißblauen Himmel schauen. Aber selbst der Münchner Regen ist kein Grund, sich die gute Laune verhageln zu lassen. Frei nach Karl Valentin: „Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.“

Münchner Kabarett und Kleinkunst

München ist eine Hochburg der Kleinkunstszene – und das schon seit über hundert Jahren. „München gehört mit Berlin und Leipzig zu den drei großen traditionellen Kabarettzentren Deutschlands, steht für eine lebendige, sich stets wandelnde, allen Spielarten der Kleinkunst offe-ne Kabarettszene, ist Anziehungspunkt für Künstler aus ganz Deutschland“, sagt Matthias Thiel vom Deutschen Kabarettarchiv in Mainz. Bei uns spielten Karl Valentin und Liesl Karlstadt ihre selbst geschriebenen Programme, gründeten Erika und Klaus Mann ihre „Pfeffermühle“ und 1956 Sammy Drechsel und Dieter Hildebrandt die legendäre Lach- und Schießgesellschaft. Hat man spontan Lust auf Kleinkunst, wird man dort, im Theater im Fraunhofer oder auf der Alten Utting fündig.

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Flaucher, Grillen, Baden: Die Isar

Die Isar war mal ein wilder Fluss. Auch in München. Aber Mitte des 19. Jahrhunderts begann ihr systematischer Ausbau: Die Ufer wurden befestigt und der Fluss in ein kanalartiges Korsett gezwungen. Mit Beginn der Wasserkraftnutzung ab etwa 1900 wurde sie nochmal gezähmt, so dass von ihrem ursprünglichen Charakter irgendwann nicht mehr viel übrig war.
Doch zu Beginn der Achtzigerjahre begann ein Umdenken, und 2000 war es endlich soweit: Das ehrgeizige, 35 Millionen teure Renaturierungsprojekt begann. Elf Jahre sollte es dauern. Von der südlichen Isar unterhalb der Großhesseloher Brücke bis zum Zusammenfluss der beiden Isararme unterhalb der Maximiliansbrücke wurde der Fluss in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt.

Zusätzliches Goodie seit 2011: Nun ist an manchen Stellen auch das Baden in der Isar wieder erlaubt, beispielsweise im Norden zwischen Max-Joseph-Brücke und Oberföhringer Wehr (Achtung: nur auf der Ostseite, mit 200 Metern Mindestabstand zu den beiden Bauwerken!) oder zwischen Flaucher und südlicher Stadtgrenze sowie zwischen Flaucher und Braunauer Eisenbahn-brücke.

Bei der Pizza schmeckt München wie Italien

Und zwar nicht unbedingt wie Norditalien („Pizza Wurstel“), sondern wie Rom. Oder wie die Geburtsstadt der Pizza, Neapel. Und das bedeutet: ein hauchdünner, knuspriger Boden, frische Tomaten, natürlich kein Analogkäse, sondern Mozzarella – und frisches Basilikum. Unsere einheimischen Favoriten: das Riva an der Münchner Freiheit in Schwabing, das H’Ugo’s am Promenadeplatz in der Innenstadt, aber auch die L’Osteria im Lenbachhaus. Wer Holzofenpizza liebt, sollte in München zu L’Angolo della Pizza in Haidhausen gehen.

In München wohnt der schönste Mann der Welt!

Der Barberinische Faun in der Glyptothek ist vielleicht einer der schönsten Männer der Welt. Dass er schon 2.200 Jahre alt ist, mag man kaum glauben. Die damals stark zerstörte Skulptur wurde im 17. Jahrhundert in der Engelsburg in Rom gefunden und von Bernini restauriert, der sie anschließend in seinem Palast ausstellte. 1810 kaufte sie der bayerische König und ließ sie in die Glyptothek schaffen. Dort räkelt sich der Faun seitdem, halb sitzend, halb liegend, auf einem har-ten Stein. Und jeder Besucher ist sprachlos über die unglaubliche Freizügigkeit, mit der er sich da präsentiert.

Kinos in München: Ganz viel Programm

München ist eine Filmstadt, klar. Deutscher Filmball im Bayerischen Hof, die Bavaria Filmstadt am Geiselgasteig. Aber dadurch ist München auch eine Kinostadt: Über 50 Lichtspielhäuser gibt es hier – was den Vorteil hat, dass hier so ziemlich alles läuft, was aktuell zu sehen ist. Französische Kunstfilme im Original? Kein Problem, die kommen im Theatiner am Odeonsplatz. Amerikanische Blockbuster gleich in der Startwoche und im Original? Im Cinema in der Maxvorstadt. Arthaus? Monopol, Neues Rottmann, Studio Isabella. Kleinere britische Filme als OV? Laufen vermutlich in den Museum-Lichtspielen in Haidhausen. Deutsche Filme auf einer tollen Leinwand? In der neuen Astor-Filmlounge im Arri in der Maxvorstadt. Sitzsäcke statt Kinosesseln und ein Independant-Programm? Auf ins Neue Maxim in Neuhausen. Und wenn es mal wieder Mainstream sein soll, gehe ich am liebsten ins Filmtheater Sendlinger Tor, das seit seiner Restaurierung richtig viel Atmosphäre hat.

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London und England in München! Zum High Tea ins Hotel Vier Jahreszeiten

Dass ich die stilvollen Münchner 5-Sterne-Hotels liebe, hat sich ja vielleicht inzwischen herumge-sprochen. Trotzdem habe ich neulich doch noch etwas Neues entdeckt: die Möglichkeit, mich in der Lobby des Vier Jahreszeiten an der Maximilianstraße zu einem typisch englischen Afternoon Tea verabreden zu können. Er wird hier täglich von 15 Uhr bis 18 Uhr für 39 Euro pro Person angeboten. Ich konnte unter 30 verschiedenen Teesorten wählen und dazu Scones mit Clotted Cream und Marmelade, entzückende Mini-Sandwiches und kunstvolle Petit Fours naschen. Man muss es ja nicht übertreiben, aber ein-, zweimal im Jahr, zu ganz besonderen Anlässen, macht so ein Nachmittagsausflug richtig viel Spaß.

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Radlhauptstadt München

Der Münchner liebt sein Fahrrad. Lebt er in der Innenstadt, bringt es nur Vorteile: Man ist un-schlagbar schnell, es ist kostengünstig und gesund – und schont die Umwelt. Das hat seit ein paar Jahren auch die Stadt erkannt und will die Münchner bewusst zu einer stärkeren Nutzung des Fahrrads ermutigen. Dafür wurde das Netz der Radwege weiter ausgebaut, und man trieb zahlreiche Infrastrukturprojekte im Fahrradbereich voran. Wofür man richtig viel Geld in die Hand nahm: Über 33 Millionen Euro wurden seit 1992 für Radverkehrsmaßnahmen investiert.

München, Stadt der Gegensätze

Asamkirche und BMW-Welt, Laptop und Lederhose, Großstadt und Millionendorf, Stammtischbrüder und Schriftsteller, Vorstadt-Grantler und Vorstandsvorsitzende: München verbindet Gegensätze. Aber vor allem wird hier die Verknüpfung von Technik und Tradition groß geschrieben – und genau das mögen wir an unserer Stadt: Die Vergangenheit schätzen und bewahren wollen, aber gleichzeitig aufgeschlossen sein für die Neuerungen des 21. Jahrhunderts.

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Das Münchner Kunstareal: Museen, Ausstellungen, Cafés

Das Museumsviertel in der Maxvorstadt ist ein historisch gewachsener Kunst- und Bildungsstandort von Weltgeltung: Alte Pinakothek, Neue Pinakothek, Pinakothek der Moderne, Museum Brandhorst, Glyptothek, die Staatlichen Antikensammlungen, die Ägyptische Staatssammlung und das Lenbachhaus bieten mit ihrer Fülle an Ausstellungen und Objekten mehr für Auge und Gehirn, als man überhaupt verarbeiten kann. Und wer sich die Füße wundgelaufen und -gestanden hat, kann sich – im Sommer – rund um die Pinakotheken einfach mal eine Stunde ins Gras legen. Oder – ganzjährig – in einem der zahllosen kleinen Cafés das Gesehene nachwirken lassen.

Text: Margot Weber

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