Weltpremiere von Pater Rupert Mayer in München

Plakat zum Film "Pater Rupert Mayer"., Foto: Munich International Pictures
Foto: Munich International Pictures

(München - 7.3.2014) Der Münchner Jesuit Pater Rupert Mayer setzte sich entschieden gegen die Naziherrschaft ein und wurde dafür von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen. Nun kommt der Film „Pater Rupert Mayer“ ins Kino. Die Weltpremiere war am 6.3.2014 im Rio Filmpalast.

Plakat zum Film "Pater Rupert Mayer"., Foto: Munich International Pictures
Foto: Munich International Pictures

Bereits in den 1920er Jahren erkannte Rupert Mayer die vom Nationalsozialismus ausgehende Gefahr und wandte sich in seinen Predigten immer scharf gegen den braunen Mob. Auch nach der Machtergreifung der Nazis 1933 hörte er damit nicht auf, sondern kämpfte weiter für Menschenrechte und Religionsfreiheit. 1937 wurde vom NS-Regime ein Redeverbot gegen Mayer ausgesprochen.

Der Film konzentriert sich vorwiegend auf die Zeit des Ersten Weltkriegs und Mayers späteren Widerstand gegen die Nazis. Der Streifen kombiniert dabei die Biographie des Paters mit fiktiven Elementen. Im Ensemble von Regisseur Damian Chapa befindet sich neben Stacy Keach und Thomas Morris auch Hollywoodstar Daryl Hannah, die eine amerikanische Kunsthändlerin verkörpert. Die junge Produktionsfirma Munich International Pictures hat das Leben von Rupert Mayer an Originalschauplätzen in München und den Bavaria Filmstudios innerhalb von 30 Tagen verfilmt. In der Hauptrolle ist mit Oliver Gruber dabei ein waschechter Münchner zu sehen. Nach der Premiere am 6.3. läuft der Film voraussichtlich ab Donnerstag, 13.3. täglich im Rio Filmpalast.

Making Of von "Pater Rupert Mayer"

Rupert Mayer: Verwundung im Ersten Weltkrieg

Geboren wurde Mayer am 23.1.1876 in Stuttgart. Geprägt durch sein christliches Elternhaus nahm er 1894 ein Studium der Theologie auf. Zeitweise war er hier bereits in München. 1912 war er in der bayerischen Landeshauptstadt dann als Seelsorger für Zuwanderer eingesetzt. Als Divisionspfarrer nahm er auch am Ersten Weltkrieg teil. Nach einer schweren Verwundung musste ihm 1916 das linke Bein amputiert werden.

Widerstand gegen Nazi-Terror

Während der Nazi-Herrschaft ignorierte er das gegen ihn verhängte Redeverbot, wurde mehrfach verhaftet und unter anderem im KZ Sachsenhausen und ab 1940 im Kloster Ettal interniert. Nach Kriegsende kehrte er im Mai 1945 nach München zurück, verstarb allerdings bereits am 1.11.1945 an den Folgen eines Schlaganfalls. Am 3.5.1987 wurde Mayer von Papst Johannes Paul II. bei einer Zeremonie im Olympiastadion selig gesprochen. Der Papst besuchte damals in der Bürgersaalkirche das Grab des Jesuitenpaters - eines Münchners, der Nächstenliebe und Hilfe für die Mitmenschen auch in den dunkelsten Zeiten lebte.

Das könnte Sie auch interessieren

Top