Spargelsaison

Spargel angerichtet auf Teller

Mit dem symbolischen Spargelanstich auf dem Münchner Viktualienmarkt hat am 12.4.2018 offiziell die Spargelsaison für das Schrobenhausener Anbaugebiet begonnen. Bis zum Johannistag am 24.6. wird der Spargel gestochen.

Eröffnung der Spargelsaison am 12.4.

Eröffnung der Spargelsaison auf dem Viktualienmarkt mit Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (r.), Foto: Baumgart/StMELF
Foto: Baumgart/StMELF

Mit einem symbolischen Ritual eröffneten die Schrobenhausener Spargelbauern am 12.4. die Saison auf dem Viktualienmarkt. Dabei ernteten Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber und Lena Hainzlmair, die 43. Spargelkönigin Schrobenhausens, den ersten Spargel aus einem eigens angelieferten Stück Acker.

So war die Eröffnung auf dem Viktualienmarkt

Was ist das Besondere an der Schrobenhauser Region?

Die edlen Stangen mögen es gern feucht und sandig – die wohl bekannteste Region für Spargel ist Schrobenhausen in Oberbayern. Das Anbaugebiet im Städtedreieck München-Augsburg-Ingolstadt stellt über ein Drittel der bayerischen Spargelanbaufläche und wurde bereits vor über 100 Jahren mit Spargel bepflanzt.

In der rund zweimonatigen Saison ernten 90 offizielle Spargelerzeuger auf einer Fläche von ca. 600 Hektar geschätzt 5.000 Tonnen der weißen Stangen. Der Spargel aus Schrobenhausen trägt die Bezeichnung „geschützte geographische Herkunft (g.g.A)“.

 

3 Dinge, die Ihr über Spargel wissen solltet

Wie lange kann ich Spargel lagern? 
In Handarbeit wird der Spargel einzeln geerntet und meist noch am selben Tag verkauft – denn frisch ist der Spargel am besten. In ein feuchtes Handtuch eingewickelt, hält er sich im Kühlschrank noch zwei bis drei Tage.

Wie bereite ich Spargel zu? 
Der Spargel kann auf vielfältige Weise genossen werden: Mit Essig und Öl als Salat, warm mit zerlassener Butter oder Sauce Hollandaise, eingewickelt in Schinken oder Pfannkuchen oder ganz schlicht als Suppe. Für eine gelungene Abrundung von Spargelgerichten empfiehlt sich besonders ein trockener Weißwein.

Was macht Spargel so gesund? 
Spargel enthält viele Ballaststoffe und entgiftet den Körper, die hohe Konzentration an Eisen fördert die Blutbildung. Außerdem ist das Gemüse reich an Asparaginsäure, die die Nierentätigkeit anregt und entwässernd wirkt. Daher rührt auch der Glaube, dass das Frühlingsgemüse besonders schlank macht – gesund sind die edlen Stangen in jedem Fall.

Ende der Spargelsaison

Viktualienmarkt München, Foto: Katy Spichal
Foto: Katy Spichal

Warum gibt es Spargel nur bis Ende Juni zu kaufen?
Offiziell wird Spargel bis zum 24. Juni, dem Johannistag, gestochen. Hier hilft auch eine Bauernregel, das Ende der Spargelzeit nicht zu verpassen: „Kirschen rot, Spargel tot.“. Was allerdings nicht ganz stimmt, denn eine Spargelpflanze ist ein mehrjähriges Gewächs: Der Hintergrund für dieses offizielle Datum ist ganz einfach die penible Einhaltung einer ausreichenden Regenerationszeit für die Spargelpflanze, damit die Ernte des begehrten Gemüses im nächsten Jahr gesichert ist.

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