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Arbeiten in Freiham


Vier Menschen im Gemeinschaftsbüro.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Arbeiten im Gemeinschaftsbüro
© LHM

7.500 Arbeitsplätze auf 110 Hektar

Südlich der Bodenstraße entsteht ein Standort für klassisches Gewerbe, Fachmärkte und Handwerksbetriebe. Auch ein zehn Hektar großer Technologiepark ist in Planung. Insgesamt sollen etwa 7.500 Arbeitsplätze geschaffen werden. Das Areal umfasst - einschließlich Grün- und Ausgleichsflächen - 110 Hektar.

Es ist gut an das Hauptstraßennetz sowie die Autobahnen A96 und A99 angebunden.

Mit dem Standort soll die seit der Jahrtausendwende bestehende große Nachfrage an größeren Gewerbeflächen gedeckt werden. Auf der Grundlage eines Entwurfs von Ochs Schmidhuber Architekten mit Valentien+Valentien Landschaftsplanern trat im Oktober 2005 der Bebauungsplan 1916a mit Grünordnung in Kraft. Seither wird der Gewerbestandort Freiham-Süd ökologisch nachhaltig entwickelt. Durch einen möglichst geringen Flächenverbrauch soll der Eingriff in die Natur minimiert werden. Mehr als die Hälfte der Flächen sind bereits verkauft und in Teilen realisiert.

Zwei Stadtfelder

Der Standort gliedert sich in zwei Stadtfelder, die durch einen 150 Meter breiten Kiefernhain voneinander getrennt werden. Nördlich des Hains entsteht ein vielfältiger, urbaner Mix aus höherwertigen Gewerbeflächen, die sich durch eine dichte, homogene und kompakte Baustruktur auszeichnen. Die Flächen werden dort eher übereinander geschichtet als räumlich getrennt. Im Gegensatz dazu ist das klassische Gewerbe südlich des Kiefernhains eher locker und hallenartig angeordnet. Die Betriebe, die aus den Bereichen Handwerk, Druckgewerbe und Metallverarbeitung kommen, werden in Clustern zusammengefasst und in Angern angeordnet.

Bänder als zentrales Gestaltungselement

Der zentral gelegene Kiefernhain mit rasterförmig gepflanzten Kiefern und Eichen und einem prägnanten Baumdach ist das markanteste der von Ost nach West verlaufenden Bänder, die das städtebauliche Konzept für Freiham-Süd ausmachen. Die Bänder sind entweder Erschließungsstraßen, öffentliche Grünflächen oder Grünkorridore in Bauflächen. Sie alle haben ein eigenes, unverwechselbares Thema und schaffen Orientierung. Nördlich des Kiefernhains liegt ein 30 Meter breites Gräserband, in dem sich geometrische Schotterflächen mit Gräserfeldern abwechseln. Im nördlichsten Grünband werden säulenkronige Eichen gepflanzt, die die Blickbeziehung vom zentralen Platz zum Schlossturm Freiham betonen. Sowohl im Kiefernhain als auch im Gräserband verläuft ein Fuß- und Radweg. Für große Fachmärkte stehen in Freiham-Süd rund zehn Hektar an Sondergebietsflächen zur Verfügung. Bereits realisiert sind ein Baumarkt mit Gartencenter und ein Möbelgroßmarkt. Im Norden werden die Gewerbeflächen durch Streuobstwiesen abgegrenzt, im Süden durch lichtes Feldgehölz. Die Autobahnen werden durch Waldgürtel ausgeblendet.

Stadtteilzentrum

Auf der Südseite des Stadtteilzentrums am Freihamer S-Bahnhof sind 150 Wohnungen, Büros, Geschäfte, Verwaltungsflächen, kulturelle und soziale Einrichtungen sowie eine Park-and-Ride-Anlage vorgesehen. Auch dort wird eine einheitliche Gestaltung angestrebt. Markanteste Grünfläche ist das von Osten nach Westen verlaufende Eichenband, das die Achse zum Turm von Gut Freiham herausstellt.

Gestaltungsleitfaden

Um für den Gewerbestandort über die Vorgaben im Bebauungsplan hinaus eine geordnete Entwicklung und einheitliche Gestaltung zu gewährleisten, hat die Stadt München einen Leitfaden entwickelt. Bei den Gebäuden sind unterschiedliche Typologien, Höhen und Dichten möglich. Sie sollen ruhig und klar gestaltet werden. Es gibt ein Farbkonzept. Dächer mit einer Fläche von mehr als 100 Quadratmetern müssen begrünt werden. Bei Werbeanlagen wird Zurückhaltung empfohlen. Die Gebäudehöhen staffeln sich von Norden nach Süden und von Innen nach Außen von 16 auf zwölf Meter. Genau wie in Freiham-Nord gibt es ein Leitbaumkonzept: Die Straßen und Wege werden mit einer prägenden Baumart bepflanzt, was einen Wiedererkennungswert garantiert.

Persönliche Beratung

Bauherren, Planerinnen und Planer, die in Freiham-Süd ein Grundstück erwerben, werden im Vorfeld des Baugenehmigungsverfahrens intensiv beraten. Die Sitzungen werden nach Bedarf einberufen. In der Regel finden sie vier bis maximal sechs Wochen nach dem Bauträgergespräch statt.

Erschließung des Münchner Westens

Neue Gemeindeverbindungsstraßen entspannen die Verkehrssituation im Münchner Westen und erschließen in Freiham ein neues Gewerbegebiet.

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Stadtplanung

Blumenstraße 28b
80331 München