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FAQ - häufige Fragen und Antworten zu Freiham


    Allgemeines

    Wie groß ist Freiham?

    Insgesamt hat Freiham eine Größe von zirka 350 Hektar. Es wird unterschieden zwischen Freiham Süd (Bebauungsplan mit Grünordnung Nr. 1916a) mit 110 Hektar und Freiham Nord mit 190 Hektar Fläche. Die restlichen 60 Hektar sind Flächen im Süden, zum Beispiel um das Gut Freiham oder entlang der Autobahn, die nicht im Bebauungsplan Nr. 1916a erfasst sind.

    Wie viele Menschen werden einmal in Freiham leben?

    Derzeit wird Freiham für zirka 25.000 Einwohnerinnen und Einwohner geplant.

    Warum kursieren so viele unterschiedliche Zahlen zu Einwohnern und Größe von Freiham?

    Die Planung für eine Stadtentwicklung in der Größenordnung von Freiham dauert Jahrzehnte. Währenddessen ändern sich durch unterschiedliche politische, wirtschaftliche und soziale Strömungen die Anforderungen an solche Planungen.

    Während in Freiham zur Jahrtausendwende noch an eine Bebauung mit Einfamilienhäusern gedacht wurde, haben die explodierenden Grundstücks- und Mietpreise sowie die andauernde Wohnungsnot die Zielsetzungen an den neuen Stadtteil stark verändert. Zudem werden Planungen in verschiedenen Stufen immer wieder überarbeitet, zum Beispiel der Wettbewerb zum zweiten Realisierungsabschnitt: Hier können die vom Wettbewerbssieger ermittelten 7.000 Einwohnerinnen und Einwohner aufgrund von Abstandsflächen, der Belichtung und Belüftung der Wohnungen sowie Anpassungen der Grundrisse an die Richtlinien des geförderten Wohnungsbaus nicht eins zu eins  übernommen werden. Erst die verbindliche Bauleitplanung gibt eine erste verlässliche Zahl, die jedoch durch die Konkretisierung der Planung im Bauantragsverfahren nochmals von der Zahl im Bebauungsplan abweichen kann.

    Zudem werden bei städtebaulichen Wettbewerben Gebiete nicht mit einer scharfen Grenze betrachtet, sondern immer auch mit Übergangszonen zur Nachbarschaft. So waren im Wettbewerbsumgriff des ersten Realisierungsabschnitts Flächen aus dem Bebauungsplan Freiham Süd und dem künftigen Landschaftspark enthalten. Im Wettbewerbsumgriff für den Landschaftspark waren ebenfalls Flächen des ersten und zweiten Realisierungschnitts enthalten und im zweiten Relaisierungsabschnitt andersrum genauso. Diese Flächen würden damit doppelt gezählt, wenn man sie einfach addieren würde.

    Wann ist Freiham endgültig fertig gebaut?

    Alle Fertigstellungszahlen können heute nur Schätzzahlen sein. Sie können sich im laufenden Verfahren immer wieder ändern und müssen angepasst werden.

    Freiham Süd ist derzeit (Stand: 2019) in der Umsetzung und es sind nur noch einige Flächen frei. Der erste Realisierungsabschnitt Freiham Nord wird derzeit (Stand: 2019) ebenfalls umgesetzt und wird voraussichtlich 2026 fertig bebaut sein. Der zweite Realisierungsabschnitt wird aufgrund von Flächenverfügbarkeiten in zwei Bauabschnitte aufgeteilt. Der südliche Bauabschnitt soll noch 2019 parallel zur Rahmenplanung in das Bebauungsplanverfahren starten. Eine Umsetzung ist bis zirka 2030 geplant. Der nördliche Bereich des zweiten Realsierungsabschnitts wird aufgrund der Flächenverfügbarkeit wahrscheinlich erst nach 2028 in einem Bebauungsplanverfahren entwickelt, so dass eine Fertigstellung erst Mitte der 2030er Jahre denkbar ist.

    Bauen, Mieten, Wohnen

    Welches Wohnungsangebot wird es in Freiham geben?

    Der neue Stadtteil Freiham soll möglichst alle Bevölkerungsschichten ansprechen und ein vielfältiges Wohnungsangebot für alle Einkommensgruppen bereitstellen. Deshalb wird ein bunter Mix (zirka 50 Prozent) aus gefördertem (Einkommensorientierte Förderung / EOF, München Modell), preisgedämpftem, freifinanziertem Mietwohnungsbau (Konzeptioneller Mietwohnungsbau / KMB) und freifinanzierten Wohnungen in vielfältigen Gebäudetypologien angeboten werden. Die Grundstücke werden nicht nach Höchstgebot vergeben, sondern über Konzeptausschreibungen an unterschiedliche Zielgruppen (Genossenschaften, Baugemeinschaften und Bauträger im Mietwohnungsbau). Weitere Informationen zum geplanten Wohnungsangebot erhalten Sie hier. Hier finden Sie Wissenswertes zum geförderten Wohnungsbau.

    Ab wann kann ich mit einem Wohnungsangebot rechnen?

    Das erste freifinanzierte Projekt befindet sich im Bau und wird noch 2019 bezogen. Die ersten Wohnungen der städtischen Wohnungsbaugesellschaften werden 2020 fertiggestellt.

    Ich interessiere mich für eine freifinanzierte Wohnung in Freiham. An wen muss ich mich wenden?

    Die freifinanzierten Wohnungsangebote finden Sie in den einschlägigen Anzeigenportalen. Bei Interesse an gemeinschaftsorientiertem Wohnen wenden Sie sich bitte an die Mitbauzentrale München.

    Ich interessiere mich für eine geförderte Wohnung in Freiham. An wen muss ich mich wenden?

    Die geförderten Wohnungen werden über die Internetplattform SOWON der Wohnungsvergabe der Stadt München angeboten.

    Kann ich mich auch als Privatperson um ein Grundstück in Freiham Nord bewerben?

    Als Privatperson haben Sie die Möglichkeit, als Teil einer Baugemeinschaft Wohnungseigentum zu erwerben. Ein Angebot von klassischen, freistehenden Einfamilienhäusern ist in Freiham nicht vorgesehen.

    Habe ich als Baugemeinschaft die Chance, Baugrund in Freiham Nord zu erwerben?

    Ja. In Freiham soll ein bunter Mix aus geförderten und freifinanzierten Wohnungen in vielfältigen Gebäudetypologien entstehen. Dafür ist auch ein Angebot für Baugruppen / Baugemeinschaften vorgesehen, das einen Anteil von rund zehn Prozent der Wohnungen allein im ersten Realisierungsabschnitt ausmachen soll. Die ersten Grundstücke wurden bereits vergeben. Weitere Informationen erhalten Sie bei der Mitbauzentrale München

    Wo erhalte ich einen Überblick zum Erwerb von gewerblichen Grundstücken?

    In Freiham Süd sind noch einige Grundstücke im Gewerbegebiet frei. Weitere Informationen und Ansprechpartner finden Sie beim Kommunalreferat.

    Was wird aktuell in Freiham Nord gebaut?

    Derzeit (Stand: Frühjahr 2019) werden der Bildungscampus und der Sportpark gebaut. Der Bildungscampus wird im Herbst 2019 in Betrieb gehen, der Sportpark erst voraussichtlich 2020. Zudem befindet sich ein freifinanziertes Wohnungsbauprojekt in der Bauphase.

    Stadtteilleben

    Freiham bekommt ein Stadtteilmanagement. Was ist das?

    Freiham zählt zu den wichtigsten und größten Vorhaben der Münchner Stadtentwicklung. Zirka 25.000 Menschen werden hier einmal leben – so viele wie in den Städten Lindau, Starnberg oder Weilheim. Um von Beginn an ein offenes und lebendiges Stadtteilleben zu fördern, soll vor Ort ein Stadtteilmanagement eingerichtet werden. Es begleitet die Besiedlungsphase und wird zentrale Anlaufstelle für die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner, die Nachbarschaft und Fachöffentlichkeit.

    Welche Angebote bietet das Stadtteilmanagement an und wann startet es?

    Die Münchner Gesellschaft für Stadterneuerung mbH (MGS) wird in der Nähe der S-Bahn-Haltestelle Freiham voraussichtlich im vierten Quartal 2019 einen Info-Pavillon eröffnen. Mit ihrem großen Erfahrungsschatz aus dem Quartiersmanagement der Sanierungsmaßnahmen bietet sie eine proaktive Öffentlichkeitsarbeit mit Information und Beratung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort an. Die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Nachbarschaft sollen sich in verschiedenen Formaten aktiv einbringen und vernetzen können. Vereine und Verbände aus dem Stadtbezirk sowie Bauherren werden ebenfalls eingebunden. Das Stadtteilmanagement bearbeitet auch unterschiedliche Handlungsfelder, wie das Thema Inklusion.

    Wo werde ich in Freiham einkaufen können?

    In Freiham Nord wird es verschiedene Einkaufsmöglichkeiten geben: Im Stadtteilzentrum nördlich der Bodenseestraße sind auf 86.000 Quadratmeter Geschossfläche Einzelhandel, Gastronomie, Wohnen, Gewerbe-, Büro- und Hotelnutzungen geplant. Dabei werden nach dem Konzept des offenen Einkaufzentrums auf vier Gebäude verteilt in den Erdgeschosszonen und im ersten Obergeschoss bis zu 20.000 Quadratmeter Verkaufsfläche mit unterschiedlichen Angeboten entstehen. Nahversorgungsmärkte (wie Vollsortimenter, Discounter und Drogeriemärkte) werden ebenso Platz finden wie Fachgeschäfte. Insgesamt sind mindestens 15 Ladeneinheiten geplant, auch kleine Geschäfte wie eine Textilreinigung, ein Friseursalon, eine Änderungsschneiderei und ein Schuster. Für Gastronomie sind ebenfalls Flächen vorgehalten. Das Stadtteilzentrum soll bis 2023 fertig sein.

    Das Quartierszentrum in der Mitte von Freiham Nord wird nach dem  Stadtteilzentrum entwickelt. Auch hier sind Flächen zur Nahversorgung vorgesehen. Zudem soll es kleinere Ladeneinheiten in den Erdgeschosszonen geben. Aktuell wird ein Gutachten erarbeitet, das geeignete Flächen herausfiltert und Nutzungsvorschläge macht.

    Im zweiten Realisierungsabschnitt sind weitere Einrichtungen geplant.

    Wo gibt es Kindergärten, Kinderkrippen und Horte? Und wann werden sie eröffnet?

    In Freiham Nord wurde das erste Haus für Kinder im September 2017 im Hans-Clarin-Weg 10 eröffnet. Es enthält 50 Kindergarten- und 24 Krippenplätze für Kinder Null- bis Sechsjährige. Zudem gibt es bereits einen Hort in der Grundschule an der Gustl-Bayrhammer-Straße 21. Im gesamten ersten Realisierungsabschnitt werden in den nächsten Jahren 13 Kindertagesstätten mit bis zu 468 Krippen- und 975 Kindergartenplätzen geschaffen.

    Auch in Freiham Süd existiert im Ärztehaus an der Hans-Stützle-Straße 20 bereits eine Kindertageseinrichtung in freier Trägerschaft für Kinder von sechs Monaten bis drei Jahren. Mehr Infos zur Kinderbetreuung finden Sie hier.

    Wo können meine Kinder zur Schule gehen?

    Seit September 2017 sind im ersten Realisierungsabschnitt zwei Schulen in Betrieb: die Gustl-Bayrhammer-Grundschule und das Sonderpädagogische Förderzentrum München-West, das derzeit noch in der künftigen Grundschule an der Aubinger Allee 152  beheimatet ist, ehe es in den neuen Bildungscampus umziehen kann.

    Im Bildungscampus wird es zudem ab dem Schuljahr 2019/20 eine weitere Grundschule, eine Realschule und ein Gymnasium geben. Zudem wird die Städtische Fachoberschule für Sozialwesen und Gesundheit München Nord für fünf Jahre an den Bildungscampus Freiham verlegt. Mehr Infos finden Sie hier.

    Welche Freizeitmöglichkeiten wird es in Freiham geben?

    Freiham wird mit dem großen Sportpark, der voraussichtlich 2020 in Betrieb geht, eine echte Attraktion bekommen. Vorgesehen sind:

    Sportanlagen für Schul-, Vereins- und Breitensportnutzung:

    • zwei Dreifachhallen mit je 500 Tribünenplätzen
    • ein Schulschwimmbad
    • eine Gaststätte
    • eine Leichtathletikanlage für neun unterschiedliche Laufdisziplinen
    • eine multifunktionale Beach-Anlage
    • ein Maxi-Pitch
    • ein großer und zwei kleine Allwetterplätze
    • ein Hauptspielfeld
    • drei Kunstrasenplätze
    • ein Rasenplatz
    • mehrere Rasenbereiche ohne spezielle Nutzungsdefinition

    Ein öffentlicher zugänglicher Parkbereich mit:

    • einer 800 Quadratmeter großen Skateranlage, auch inklusiv nutzbar
    • Boule-Areas
    • einem Streetball-Platz
    • einer Open-Air-Fläche
    • Calisthenics-Geräten

    Der Sportpark wird auch dem Vereins- und Breitensport zur Verfügung stehen. Er wird im Sinne des Inklusionsgedankens gestaltet und ausgestattet, sodass es auch ein großes Angebot für Menschen mit Handicap geben wird. Neben grünen Freiflächen und Wegen werden auch zahlreiche Sitzbänke, Holzplateaus sowie Fahrradabstellplätze errichtet. Die Münchner Volkshochschule bekommt im südlichen Bereich von Freiham Nord ebenfalls einen Standort.

    Wird es in Freiham eine Bibliothek und ein Kulturzentrum geben?

    Ja. Im Baubereich WA 7 wird es neben einer Stadtteilbibliothek auch ein Stadtteilkulturzentrum geben. Zudem sind in dem Gebäude das Kinder-, Familien- und Gesundheitsberatungszentrum und ein Bildungslokal geplant.

    Welche Zwischennutzungen soll es in Freiham geben?

    Bis der neue Stadtteil gebaut ist, wird es in Freiham unterschiedliche Zwischennutzungen geben. Die noch freien Flächen, die als „Initialräume“ für den Stadtteilaufbau genutzt werden sollen, laden unter anderem zu landschaftlichen Nutzungen, aber auch zu Events ein. Zudem wird in einem Info-Pavillon ein Stadtteilmanagement als Beratungsstelle vor Ort und Anlaufstelle für Netzwerkarbeit, Fragen und Sorgen der Bewohnerinnen und Bewohner eingerichtet.

    Verkehr

    Gibt es für Freiham ein Verkehrsgutachten oder -konzept?

    Zu allen größeren Planungsvorhaben gehört ein Verkehrskonzept, das auf einem umfassenden Verkehrsgutachten basiert. In diesem werden alle vorhandenen und künftigen Bauvorhaben im größeren Umfeld berücksichtigt.

    Auch der Planung von Freiham ist ein umfangreiches Verkehrskonzept zugrunde gelegt worden. Der Stadtteil und seine Einrichtungen wurden so gestaltet, dass weitestgehend auf das Auto verzichtet werden kann und die Nahmobilität gefördert wird. Außerdem gibt es Mobilitätsstationen, Car-Sharing-Standorte und Radschnellwege. Das Verkehrsgutachten wird laufend aktualisiert. Zusätzlich wird ein Mobilitätskonzept erarbeitet.

    Warum ist eine verkehrliche Anbindung nach Aubing nötig?

    Laut dem Verkehrsgutachten ist für den ersten Realisierungsabschnitt noch keine verkehrliche Anbindung von Freiham nach Aubing notwendig. Um die aus dem zweiten Realisierungsabschnitt resultierenden Verkehre bewältigen zu können, ist eine solche Anbindung jedoch erforderlich. Ein wesentliches Ziel ist dabei, den Aubinger Ortskern (Ubostraße / Germeringer Weg) vom Verkehr zu entlasten.

    Was ist eine Machbarkeitsstudie?

    Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung hat im Jahr 2016 eine Studie zur verkehrlichen, stadträumlichen, freiraumplanerischen und technischen Machbarkeit einer Anbindung von Freiham an Aubing beauftragt. Eine Machbarkeitsstudie ist keine rechtsverbindliche Planung. Sie prüft zunächst aufgrund der vorhandenen Rahmenbedingungen und der Prognosen für die Zukunft, ob, in welchem Umfang, mit welchen Mitteln und Risiken und in welchem Zeitraum ein Projekt realisiert werden kann.

    Wie weit ist die Planung zur verkehrlichen Anbindung an Aubing fortgeschritten?

    In der Machbarkeitsstudie wurden verschiedene Varianten geprüft und bewertet. Der Prozess wurde bislang von zwei sehr gut besuchten Workshops begleitet, in denen die Bürgerinnen und Bürger als Expertinnen und Experten vor Ort ihre Wünsche und Anliegen einbringen und die Varianten bewerten konnten. Die Dokumentationen finden Sie hier. Sowohl die Bürgerschaft als auch der Bezirksausschuss und die Verwaltung sprachen sich dabei für die Varianten aus, die den Verkehr künftig auf zwei Ästen führen und die beide den Dorfkern von Aubing verkehrlich entlasten.

    Der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung beschloss am 16. Januar 2019 einstimmig, die Varianten 6 und 7 weiter vertieft zu untersuchen. Hier geht es zum Stadtratsbeschluss.

    In der vertieften Untersuchung von Variante 6 geht es unter anderem um die technische Ausführung der Unterführung, die Straßenprofilierung und Straßenführung, die Anordnung der Fuß- und Radwege sowie die städtebauliche Neuordnung der Georg-Böhmer-Straße. Die Variante 6 im Detail (PDF, 529 KB).

    In Variante 7 wird zusätzlich die Lage der weiterführenden Straße nochmals geprüft und bewertet. Variante 7 war immer als langfristige, weiterführende Option für Variante 6 gedacht, die aber nicht zwingend über den Autobahndeckel führen muss. Hier spielen eine Reihe von verschiedenen Faktoren eine Rolle (Grundstücksverfügbarkeiten, Ausbaustandard der vorhandenen Straßen und deren Verkehrsbelastung, Nutzungen, Frei- und Erholungsflächen), die nun noch einmal eingehend untersucht werden. Es handelt sich nach wie vor um eine Machbarkeitsstudie, in der die Machbarkeit untersucht und alle oben genannten Faktoren zusammengetragen und abgewogen werden. Eine Entscheidung ist damit noch nicht getroffen. Die Variante 7 im Detail (PDF, 523 KB).

    Wie läuft die Verkehrsführung in Variante 6 und 7?

    Der Verkehr soll künftig auf zwei Ästen (1. Verkehrsast – Fahrtrichtung Wildenrother Straße, 2. Verkehrsast – Fahrtrichtung Georg-Böhmer-Straße) geführt werden. Voraussetzung ist die Sperrung des Germeringer Wegs nördlich der Georg-Böhmer-Straße, um möglichst viel Durchgangsverkehr vom Ortskern Aubing fernzuhalten.

    Die am 16. Januar 2019 vom Stadtrat einstimmig beschlossenen Varianten 6 und 7 haben den großen Vorteil, dass sowohl der Dorfkern Aubing als auch die Altostraße entlastet werden und die Georg-Böhmer-Straße eine deutliche Aufwertung inklusive eines Bahnhofvorplatzes erhält. Hier geht es zum Stadtratsbeschluss.

    Die Georg-Böhmer-Straße wird dabei nicht mehrspurig ausgebaut. Die  vorhandenen Fahrspuren werden auf die übliche Fahrspurenbreite angepasst und mit Geh- und Radwegen versehen. Der Bahnhofsvorplatz erhält Park-and-Ride-Stellplätze, Fahrradabstellplätze, Sitz- und Wartemöglichkeiten.

    Wo kann ich mich über den Fortgang der Planung zur Anbindung Aubing informieren?

    Die Machbarkeitsstudie wird nun weiter vertieft. Die Ergebnisse werden anschließend bei einer weiteren Informationsveranstaltung bekannt gegeben und dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt. Den Termin finden Sie frühzeitig hier, in der Presse und auf Plakaten.

    Wer entscheidet, welche Anbindung nach Aubing verwirklicht wird?

    Die Entscheidung liegt letztlich beim Stadtrat. Die Bürgerinnen und Bürger werden in einer Informationsveranstaltung über die Ergebnisse informiert und können nochmals Anregungen geben. Die Veranstaltung wird dokumentiert und dem Stadtratsbeschluss mit Entscheidungsempfehlung beigefüg. Der Beschluss wird dem örtlichen Bezirksausschuss 22 Aubing-Lochhausen-Langwied zur Stellungnahme zugesendet und anschließend im Stadtrat der Landeshauptstadt München behandelt.

    Wird es in Freiham eine U-Bahn geben?

    Im Januar 2019 hat der Stadtrat die Verlängerung der U-Bahn-Linie 5 West nach Freiham beschlossen. Vor einem Bau der U-Bahn nach Freiham muss zuerst die Strecke vom Laimer Platz bis zum Pasinger Bahnhof mit drei neuen U-Bahnhöfen errichtet werden (Baubeginn: voraussichtlich 2021, Bauzeit: sechs bis acht Jahre). Parallel wird für die Strecke nach Freiham (Länge: zirka 4,5 Kilometer) die Planung erarbeitet; erste unterirdische Vorhaltemaßnahmen für die U-Bahn werden eingebaut. Mit einer Inbetriebnahme der U-Bahn ist somit erst zwischen 2035 und 2040 zu rechnen. Mehr Infos finden Sie hier.

    Wo wird die U-Bahnhaltestelle in Freiham sein?

    Die U-Bahnhaltestelle in Freiham wird mittig im Wohnstandort Freiham Nord im Bereich des Quartierszentrums MK1 liegen.

    Wie wird die ÖPNV-Anbindung von Freiham sein, bevor die U-Bahn kommt?

    Neben den bereits bestehenden S-Bahn-Haltepunkten wird das neue Stadtquartier vorübergehend für einen Zeitraum von etwa 20 Jahren ein lokales Buskonzept und mindestens eine Schnellbuslinie erhalten.

    Wie sieht die S-Bahnanbindung in Freiham aus?

    Freiham ist mit zwei S-Bahnhaltestellen (Freiham und Aubing) an das Netz des öffentlichen Personennahverkehrs angebunden. Die S8 zwischen Flughafen München und Herrsching hat 2013 den S-Bahnhaltepunkt Freiham hinzubekommen. Dieser liegt im südlichen Bereich des Stadtteilzentrums, zwischen Gewerbegebiet und Bodenseestraße.

    Der zweite gut erreichbare S-Bahnhaltepunkt Aubing liegt nördlich von Freiham und liegt auf der S-Bahnlinie 4 Ebersberg - Geltendorf. Die Deutsche Bahn AG plant derzeit den dreigleisigen Ausbau zwischen Pasing und Eichenau, um die Kapazitäten zu erhöhen und den bereits lange geforderten barrierefreien Ausbau des Bahnhofs Aubing umzusetzen. Aufgrund des dritten Gleises muss der höhenfreie Bahnübergang im Bereich Germeringer Weg zugunsten einer Unterführung umgebaut werden. Die Planung für den dreigleisigen Ausbau befindet sich derzeit im Stadium der Vorplanung. Die Einreichung für das Planfeststellungsverfahren ist für Ende 2020 geplant. Hier informiert die Deutsche Bahn Netze AG über ihre Maßnahmen in der Region München.

    Wird es eine Buserschließung geben?

    Ja, es wird neben der S- und U-Bahn-Verbindung in West-Ost-Richtung eine Bus-Feinerschließung des neuen Stadtteils in Nord-Süd-Richtung geben. Das Erschließungskonzept für den Busverkehr wird im Zuge der Besiedelung von Freiham in den kommenden Jahren sukzessive erweitert.

    Zudem soll es einen Busbahnhof am S-Bahnhof Freiham geben.

    Wo werden die künftigen Bushaltestellen liegen?

    Nach Planungen der MVG wird zum Schuljahresbeginn 2019/20 die vorhandene Linie 57 über den Bildungscampus Freiham zum S-Bahnhof Freiham verlängert. Nach der derzeitigen Endhaltestelle Neuaubing West (Pretzfelder Straße) werden voraussichtlich folgende neue Haltepunkte angefahren:

    • Aubinger Allee Nord, Höhe Baugebiet WA1
    • Aubinger Allee Mitte, Höhe Quartierszentrum im Baugebiet WA 7 (Ecke Grete-Weil-Straße/Autobahnzubringer)
    • Helmut-Schmidt-Allee, Höhe Baugebiet WA 18
    • Hans-Dietrich-Genscher-Straße (zwischen Bildungscampus und Sportpark)
    • Clarita-Bernhard-Straße (Freiham Süd)
    • Bodenseestraße Nord, Höhe Stadtteilzentrum im Baugebiet MK 2 (4)

    Die Buslinie 143 wird stadteinwärts ab September 2019 die Haltestelle Hans-Dietrich-Genscher-Straße am Bildungscampus Freiham anfahren. Die Zahl neuer Haltestellen sowie die Erhöhung von Taktdichten und Linien wird entsprechend der Einwohnerentwicklung bis 2035 mitwachsen.

    Kontakt

    Landeshauptstadt München

    Referat für Stadtplanung und Bauordnung
    Stadtplanung

    Blumenstraße 28b
    80331 München