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Leben in Freiham


Schwarzplan von Freiham Nord  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Der 1. und 2. Realisierungsabschnitt (blau und grün)
© LHM

Ein inklusiver Stadtteil für rund 25.000 Menschen

Kompakt, grün, urban: Nach diesem Leitbild soll nördlich der Bodenseestraße auf 190 Hektar ein neuer Stadtteil für rund 25.000 Menschen entstehen. Gebaut wird bis zum Jahr 2040 in mehreren Abschnitten - nach den Grundsätzen der Inklusion.

Münchens neues Viertel mit Wohnungen, Geschäften, öffentlichen Plätzen und Grünflächen, einem Schulcampus, einem Sportpark und einem großzügigen Landschaftspark liegt zwischen Neuaubing, der Autobahn A 99 West und den S-Bahn-Trassen nach Geltendorf sowie Herrsching.

Zwei Realisierungsabschnitte

Der Wohnstandort Freiham Nord unterteilt sich in zwei Realisierungsabschnitte: Der erste Realisierungsabschnitt wird seit 2016 baulich umgesetzt. Hier werden auf 85 Hektar Fläche 4.400 Wohneinheiten für 11.000 Einwohnerinnen und Einwohner entstehen. Für den zweiten Realisierungsabschnitt wurde im April 2018 ein internationaler Wettbewerb entschieden. Auf der Fläche von zirka 55 Hektar sind mehr als 6.000 Wohneinheiten geplant.

Die Idee des Weiterbauens

Die Planung beruht auf der Idee des "Weiterbauens" der Stadt: Freiham Nord wird im Osten über ein Grünband mit der Siedlungskante Neuaubings verknüpft, die durch Wohnblöcke aus den 1960er und 1970er Jahren geprägt ist. Am westlichen Rand entsteht ein etwa 55 Hektar großer Landschaftspark mit vielfältigen Erholungsangeboten, von dem aus mit Fuß- und Radwegen durchzogene Grünfinger in die alten und neuen Wohngebiete führen. Im Norden grenzt das Gebiet an das dörflich geprägte Aubing. Das städtebauliche Konzept des Weiterbauens verkörpert Verbindung und Trennung der alteingesessenen und neuen Bewohnerinnen und Bewohner gleichermaßen. Die Werte ökologisch, menschlich, städtisch und familiär sollen Freiham als Markenzeichen Freiham prägen.

Wohnquartiere

In dem neuen Viertel reicht das Spektrum vom Geschosswohnungsbau über gemischte Wohnformen bis hin zu verdichteten Reihenhäusern. Die Quartiere befinden sich östlich und westlich der Haupterschließungsachse Freihamer Allee. Östlich der Aubinger Allee sind kleine, trapezförmige Quartiere geplant, die sich in ein Grundgerüst von Alleen, Grünzügen, Wegen und Plätzen einfügen. Die Nachbarschaften werden um öffentlich zugängliche Innenhöfe gruppiert. Vielfältige Einzelgebäude ermöglichen verschiedene Bauherrenmodelle. Westlich der Aubinger Allee und damit nördlich des Schulcampus' ist aufgelockerter Geschosswohnungsbau mit großen Innenhöfen geplant. Ein kleiner Park gliedert und verbindet das Gebiet mit den angrenzenden Grünflächen. Insgesamt dominieren moderate Gebäudehöhen mit zwei bis fünf Geschossen. Der neu entstehende Wohnraum wird nach den Grundsätzen der Sozialgerechten Bodennutzung verteilt. Die Wohnungen sind dabei zu 50 Prozent frei finanziert, zu 30 Prozent sozial gefördert und werden zu 20 Prozent nach dem „München Modell“ vergeben.

Straßen und Wege

Hauptachse von Freiham Nord ist die Aubinger Allee, die über einen Bügel an die Bodenseestraße angebunden ist und bis zum Ortskern von Aubing führt. Östlich davon verläuft eine zentrale Fuß- und Radachse. Bestehende Straßen wie die Wiesentfelser oder Pretzfelder Straße werden in das neue Straßennetz eingebunden. Unterschiedliche Baumarten geben jeder Straße ihren unverwechselbaren Charakter („Leitbaumkonzept“).

Verkehr

Freiham soll eine Stadt der kurzen Wege werden, die es ermöglicht, alles bequem zu Fuß oder mit dem Rad zu erreichen. Durch ein differenziert ausgearbeitetes Nahmobilitätskonzept wird Freiham neben der S-Bahn-Haltestelle auch mit Bussen angebunden. Ergänzt wird das System durch zukunftsweisende Angebote wie Car- und Bikesharing, eine Bike-and-Ride-Anlage und eine Solartankstelle. Langfristig soll die U5 nach Freiham verlängert werden.

Grünflächen

Es sind verschiedenste öffentliche Grün- und Freiflächen geplant. Das Gerüst bilden die ost-west-gerichteten „Grünfinger“, das „Freiham-Neuaubinger-Grünband" sowie der großzügige Landschaftspark. Hinzu kommen private Grünflächen in Form von Innenhöfen, Dachgärten, Terrassen und Vorgärten.

Strukturkonzept als Basis

Der Planungsprozess für die Wohnbebauung in Freiham Nord hat 2006 mit einem Planungsworkshop begonnen: Sieben Büros erstellten nachhaltige Strukturkonzepte mit einer durchschnittlichen Dichte von 1,0 bis 1,1 GFZ. Neben den Themen Wohnen und Freiraumplanung setzten sie sich auch mit der notwendigen Infrastruktur, dem Verkehr und der teilweise schwierigen Lärmsituation auseinander. Sieger wurde die Münchner Planungsgemeinschaft eevas/terra.nova.

Informationen zum Bildungscampus, Sportpark und Stadtteilzentrum finden Sie beim ersten Realisierungsabschnitt!

Kontakt

Landeshauptstadt München

Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Stadtplanung

Blumenstraße 28b
80331 München