Aktuelle Corona-Infos der Stadt unter www.muenchen.de/corona
zum Seitenanfang
Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Civitas Eccentric – Mobilität neu denken


      Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
    © Stadt München

    Über Civitas Eccentric

    Ziele und Projektinhalt

    Civitas Eccentric ist ein EU-Modellprojekt für eine integrierte Stadt- und Verkehrsplanung in Neubaugebieten. Von September 2016 bis August 2020 wurde für die Testflächen Domagkpark und Parkstadt Schwabing ein umfassendes, zukunftsorientiertes und flexibles Mobilitätskonzept entwickelt.

    Durch die zahlreichen, sich ergänzenden Angebote sollen Bewohner*innen dort auf ein privates Auto verzichten können. Das reduziert den Parkdruck im Quartier, reduziert das Verkehrsaufkommen in der Stadt und es verbessert die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum.

    Projektförderung und Partner

    Civitas Eccentric wird von der EU mit über 20 Millionen Euro gefördert. Das Projekt „ECCENTRIC“ richtet den Fokus „außerhalb der Mitte“ und orientiert sich an den häufig im Schatten der Kernstadt stehenden Stadtrandbereichen. Neben München sind auch Madrid (Spanien), Stockholm (Schweden), Turku (Finnland) und Ruse (Bulgarien) Partnerstädte im EU-Projekt. Insgesamt setzen über 30 Projektpartner aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft weit mehr als 50 Mobilitätsmaßnahmen um. In München begleitet die Technische Universität München das Projekt über die gesamte Laufzeit.

     

      Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
    © Stadt München

    Modellquartiere als "Living Lab"

    In München liegt der räumliche Fokus von Civitas Eccentric auf dem schnell wachsenden Münchner Norden. Das Neubaugebiet Domagkpark und die benachbarte Parkstadt Schwabing sind mit rund 3.000 Wohnungen und rund 12.000 Arbeitsplätzen ein ideales Testfeld für neue Ansätze im Bereich Wohnen und Mobilität. Das Gebiet wurde daher als reales Testfeld – als „living lab“ – ausgewählt.

    Aber Civitas Eccentric soll auch über das Modellquartier hinauswirken: Der Domagkpark dient als Vorbild für andere Münchner Neubauviertel – etwa den Prinz-Eugen-Park, die Bayernkaserne, Freiham oder auch den Münchner Nordosten.

    Domagkpark

    Am 8. Dezember 2010 wurde der Bebauungsplan für den Domagkpark auf dem Gelände der ehemaligen Funkkaserne vom Stadtrat beschlossen. Das Quartier ist als mehrteiliges bauliches und freiräumliches Ensemble mit hohem Wohnanteil und ergänzenden Arbeitsplätzen angelegt. Der Stadtpark mit erhaltenswertem Baumbestand dient als grünes Zentrum. Diverse soziale Einrichtungen für Kleinkinder, Kinder, Jugendliche und Familien sind im Quartier verankert. Die neue Grundschule ist von allen Wohnbereichen auf kurzen und sicheren Wegen erreichbar. Im Rahemn des neuen Mobilitätskonzepts wurde 2016 der Stellplatzschlüssel auf 0,5 bis 1 gesenkt. Die deutlichste Reduzierung erfolgt bei Genossenschaften.

    Parkstadt Schwabing

    Die Parkstadt Schwabing ist ein mehr als 40 Hektar großes Stadtquartier südlich des Domagkparks im Norden Münchens. Durch die von Norden in den Mittleren Ring einmündende Autobahn A9 wird dieser Stadtbereich auch „Münchner Tor“ genannt. Das ehemalige Gewerbe- und Industriegebiet wurde seit 2000 in ein modernes Quartier zum Wohnen und Arbeiten umgestaltet. Ein Büro-, Hotel- und Geschäftszentrum mit mehr als 12.500 Arbeitsplätzen im Dienstleistungs- und Gewerbesektor sowie einem Wohngebiet mit mehr als 1500 Wohneinheiten ist endstanden.

     

    Alle Symbole der einzelnen Maßnahmen  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

    Projektmaßnahmen

    In München wurden im Rahmen von Civitas Eccentric elf Projektmaßnahmen umgesetzt. Dabei vereinte ein integrierter Ansatz Bürgerbeteiligung, Elektromobilität, Logistik, Sharing Mobility und Mobilitätsmanagement.

    Mobilität neu kommunizieren

    • Nachbarschaftsportal (PDF, 333 KB)
      Das Nachbarschaftsportal bietet ein digitales Informationsangebot rund um die Themen Mobilität, Familie, Gemeinschaft und Kultur im Projektquartier.
    • Mobilitätsmanagement (PDF, 457 KB)
      Durch das quartiersspezifische Mobilitätsmanagement erhalten Bewohner, Betreuungs- und Bildungseinrichtungen sowie Unternehmen die preisgekrönte Mobilitätsberatung "München - Gscheid mobil“.

    Mobilität neu erleben

    • Mobilitätsstationen (PDF, 410 KB)
      Mobilitätsstationen bieten Bewohnern direkt vor der Haustür gebündelte Sharing-Mobilitätsangebote verschiedenster Art in Kombination mit dem Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln.
    • Neues Elektroleichtfahrzeug ACM (PDF, 359 KB)
      Adaptive City Mobility (ACM) ist ein Konzept mit dem Ziel, Elektromobilität effizient und kostengünstig zu gestalten und gleichzeitig den Verkehrsdruck in Städten zu reduzieren. Ziel ist es, ein neues Elektroleichtfahrzeug für Sharing-Dienste im Personen- und Lieferverkehr zu erproben.
    • E-Trike sharing (PDF, 277 KB)
      Das neu entwickelte Elektro-betriebene E-Trike richtet sich speziell an Personen mit eingeschränkter Mobilität und erlaubt Einkäufe bequem zu erledigen. Das Konzept ist in das MVG-Mietrad-System integriert.

    Mobilität neu sichern

    • Präventive Verkehrssicherheit (PDF, 322 KB)
      Das neue Verkehrssicherheitskonzept beinhaltet zwei Hauptaspekte: ein neues Software-gesteuertes Managementsystem, das vorbeugende Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit ermöglicht, sowie neue Planungselemente für einen innovativen Prozess zur Erreichung einer besseren Verkehrssicherheit. 
    • Mobilitäts-App für Seh- und Hörgeschädigte (PDF, 299 KB)
      Für Seh- und Hörgeschädigte wird durch die Entwicklung einer Mobilitäts-App mit Routing-Funktionen die Barrierefreiheit auf der gesamten Wegekette in größeren Gebäuden des öffentlichen Verkehrs verbessert.

    Mobilität neu entdecken

    Mobilität neu liefern

    • Quartierslogistik - Concierge (PDF, 420 KB)
      Mit dem Concierge-Dienst werden Waren- und Paketlieferungen in das Wohngebiet an zentraler Stelle gebündelt und die Zustellung der "letzten Meile" umwelt- und bürgerfreundlich abgewickelt.
    • Umweltfreundliche Logistik - Mikrodepots (PDF, 367 KB)
      Um den innerstädtischen Lieferverkehr zu entlasten und das Verkehrsaufkommen wie auch die Luftverschmutzung zu verringern, werden Mikrodepots zur Übergabe von Lieferungen zwischen motorisierten Kurieren und Lastenfahrrädern installiert.

    Weitere Maßnahmen

    • JobRide Fahrgemeinschaften (PDF, 600 KB):
      JobRide vernetzt Unternehmen der Parkstadt Schwabing, um Fahrgemeinschaften für den Arbeitsweg zu fördern. Mitarbeiter*innen teilnehmender Firmen können Fahrtangebote und -gesuche im Internet oder per App einstellen.

    Kontakt zum Projektteam

    Landeshauptstadt München

    Kreisverwaltungsreferat (KVR)
    Hauptabteilung I Sicherheit und Ordnung. Mobilität
    Verkehrssicherheit und Mobilität

    Implerstraße 7
    81371 München