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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Radfahren in München


    Radwegschild - Foto: KVR  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
    © KVR

    Münchner Radwegenetz

    Pläne und Routen

    Mit diesen Karten und Plänen können Sie Ihre Fahrt ganz einfach online planen:

    Radverkehrsanlagen

    In der Umgangssprache werden häufig alle Radverkehrsanlagen als „Fahrradwege“ bezeichnet. In der Fachsprache gibt es jedoch folgende Unterscheidungen:

    • Radwege sind in der Regel baulich von der Fahrbahn und vom Gehweg getrennte Radverkehrsanlagen. Sind Radwege oder Radfahrstreifen beschildert, müssen Sie von Radfahrer*innen auch genutzt werden. Radwege auf der linken Straßenseite dürfen Sie nur benutzen, wenn dies ausdrücklich erlaubt ist. Radwege können nur für Fahrräder ausgelegt sein, oder sich eine Wegführung mit Fußgängern teilen.
    • Radfahrstreifen werden durch eine durchgezogene Linie auf der rechten Fahrbahnseite markiert. An besonderen Gefahrenpunkten können Radfahrstreifen abschnittsweise rot eingefärbt sein.
    • Schutzstreifen sind durch eine unterbrochene Linie auf der rechten Fahrbahnseite gekennzeichnet. Autos dürfen bei Bedarf den Schutzstreifen überfahren.

    Auf Radverkehrsanlagen haben Fahrräder Vorrang. Autofahrer dürfen hier nicht parken.
     

    Fahrradstraßen

    Bei einer Fahrradstraße bekommt die ganze Fahrbahn die Funktion eines Radweges. Radler*innen dürfen nebeneinander fahren. Nur, wenn die Zusatzschilder „Anlieger frei“ oder „Kraftfahrzeuge frei“ hängen, dürfen auch Autos und andere motorisierte Verkehrsteilnehmer die Fahrradstraße befahren. Sie müssen sich aber der Geschwindigkeit des Radverkehrs anpassen und 30 Stundenkilometer nicht überschreiten.

    Zum Stand November 2019 gibt es in München 83 Fahrradstraßen mit einer Gesamtlänge von 38 Kilometern. Damit ist München die Stadt mit den meisten Fahrradstraßen in Deutschland – und weitere sollen folgen. Die Auswahl einer Fahrradstraße erfolgt in enger Abstimmung zwischen Bezirksausschüssen, Monbilitätsreferat und Baureferat. Folgende Kriterien sollten erfüllt sein, damit eine Straße als Fahrradstraße in Frage kommt:

    • ausreichende Fahrbahnbreiten und asphaltierte Fahrbahn
    • bereits vorhandene oder zukünftig zu erwartende starke Nutzung durch Radler*innen
    • bestehende Beschilderungen als Radverkehrsrouten
    • passende Gestaltung der Radverkehrsführung am Beginn und am Ende der Straße
    • keine Hauptverkehrsstraße, maximale Belastung von 400 Kraftfahrzeugen pro Stunde
    • keine Interessenkonflikte mit dem  Linienbusverkehr

    Fußgängerzonen

    Das Radfahren in Fußgängerzonen ist grundsätzlich verboten. Alleridngs kann mit dem Zusatzzeichen „Radfahrer frei“ sowohl in Fußgängerzonen als auch auf Fußwegen Radverkehr zugelassen sein. Fahrräder dürfen jedoch auch dann nur mit Schrittgeschwindigkeit oder angepasster Geschwindigkeit fahren. Fußgänger haben auf der gesamten Fläche jederzeit Vorrang.

    In der Altstadt-Fußgängerzone sowie auf der Sendlinger Straße ist zwischen 21 und 9 Uhr das Radfahren erlaubt. Am Viktualienmarkt und in der nördlichen Residenzstraße sind nur die abgesenkten Fahrbahnfläche freigegeben. Der als Gehweg beschilderte Marktbereich des Viktualienmarkts darf nicht befahren werden.

    Einbahnstraßen

    In München ist mehr als die Hälfte der 700 Einbahnstraßen für den gegenläufigen Radverkehr freigegeben. Das spart unnötige Umwege. Allerdings sollten Radfahrer*innen entgegen der Fahrtrichtung besonders vorsichtig fahren. Auch bei der Ausfahrt aus einer Einbahnstraße in Gegenrichtung ist besondere Achtsamkeit geboten: Autofahrer*innen erwarten häufig nicht, dass aus der Einbahnstraße Fahrräder kommen.

    Hinweise, Tipps und Regeln

    Korrekte Fahrtrichtung

    Benutzen Sie Radwege nie in Gegenrichtung, also auf der linken Straßenseite. Durch dieses verbotene Verhalten gefährden Sie nicht nur Radfahrer*innen, die in der richtigen Richtung fahren, sondern auch sich selbst: Autofahrer*innen rechnen an Kreuzungen nicht mit Radlern aus der falschen Richtung.

    Freigegebene Zweirichtungsradweg können Sie auch auf der linken Straßenseite benutzen. Achten Sie dann bei Kreuzungen und Einmündungen besonders auf entgegenkommende Auto und suchen Sie Blickkontakt. Fahren Sie erst über die Kreuzung, wenn klar zu erkennen ist, dass das Auto auch anhält.

    Ampeln und Fußgängerüberwege

    Für Radfahrende gelten grundsätzlich die gleichen Lichtsignale wie für den Autoverkehr. Wenn besondere Ampeln für Radverkehrsanlagen vorhanden sind, sind diese zu beachten. Fußgängerampeln gelten nur dann für Radfahrer*innen, wenn diese ein eigenes Fahrradsymbol im Lichtzeichen enthält.

    Beim Queren einer Straße auf einem Fußgängerüberweg (Zebrastreifen) haben Sie als Radfahrer keinen Vorrang. Steigen Sie daher in einem solchen Fall bitte ab und queren die Straße zu Fuß.

    Kinder auf dem Fahrrad

    Erwachsene (ab 16 Jahren) können Kinder bis zum vollendeten siebten Lebensjahr per Kindersitz auf dem Rad oder im geeigneten Fahrradanhänger mitnehmen. Für Kinder mit Behinderung gilt die Altersgrenze für das Mitfahren im Fahrradanhänger nicht.

    Fahren Kinder selbst, müssen sie bis zu ihrem achten Lebensjahr auf dem Gehweg fahren und zum Überqueren von Straßen absteigen und schieben. Ist ein baulich von der Fahrbahn getrennter Radweg vorhanden, so dürfen sie auch diesen benutzen. Bis zu ihrem zehnten Geburtstag können Kinder selbst entscheiden, ob sie den Gehweg oder den Radweg beziehungsweise die Fahrbahn benutzen möchten. Erwachsene dürfen ihr radfahrendes Kind mit dem Fahrrad auf dem Gehweg begleiten.