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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Radwegenetz in und um München


    Schild für den Radverkehr  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
    © Michael Nagy / LHM

    Unterwegs mit dem Fahrrad

    Routen, Ringe, Radschnellwege

    Das Rückgrat des Münchner Radverkehrsnetzes bilden 14 Radrouten, die sternförmig vom Stadtrand in die Innenstadt verlaufen. Sie führen vorwiegend durch Tempo-30-Zonen, Parks oder Grünanlagen. An Hauptverkehrsstraßen werden separate Radwege und Radfahrstreifen genutzt.

    Ergänzt werden die Radrouten durch drei Ringverbindungen: Innerer Radroutenring, Äußerer Radroutenring und der Bundesgartenschau-Radlring. Zwischen Routen und Ringen liegt ein dichtes Netz an stadtteilübergreifenden Hauptrouten und Nebenrouten innerhalb der Stadtteile. Für die Verbindung in Umland sollen künftig bis zu sechs neue Radschnellwege sorgen.

    Fahrrad-Karten und Routenplaner

    • Münchner Radlstadtplan
      Im Radlstadtplan der Landeshauptstadt München ist das komplette Radwegenetz inklusive der Fahrrad-Hauptrouten eingezeichnet. Die Online-Version im Geoportal bietet zudem Funktionen wie Adresssuche und Streckenmessung. In Papierform ist der Radlstadtplan in der Stadtinformation und beim ADFC München erhältlich.
    • MVV-Radroutenplaner
      Der Radroutenplaner des Münchner Verkehrsverbunds (MVV) berücksichtigt bei der Routenplanung neben reinen Fahrradstrecken auch Fahrten mit Bus und Bahn. Neben der Web-Version gibt es den MVV-Radroutenplaner auch als App für iOS und Android. Hier ist auch ein Download von Routen und deren Beschreibungen möglich.

    Meldung von Radwegsschäden

    Ein Fahrradweg hat Schlaglöcher, die Farbe bei einem Radfahrstreifen ist ausgeblichen, ein Fahrradstraßen-Schild ist umgeknickt oder eine Radfahr-Ampel streikt? Dann helfen Sie mit und melden uns Art und Ort des Schadens:



    Radwegarten und Regelungen

    Radverkehrsanlagen

    In der Umgangssprache werden häufig alle Radverkehrsanlagen als „Fahrradwege“ bezeichnet. In der Fachsprache gibt es jedoch folgende Unterscheidungen:

    • Radwege sind in der Regel baulich von der Fahrbahn und vom Gehweg getrennte Radverkehrsanlagen. Sind Radwege oder Radfahrstreifen beschildert, müssen Sie von Radfahrer*innen auch genutzt werden. Radwege auf der linken Straßenseite dürfen Sie nur benutzen, wenn dies ausdrücklich erlaubt ist. Radwege können nur für Fahrräder ausgelegt sein, oder sich eine Wegführung mit Fußgänger*innen teilen.
    • Radfahrstreifen werden durch eine durchgezogene Linie auf der rechten Fahrbahnseite markiert. An besonderen Gefahrenpunkten können Radfahrstreifen abschnittsweise rot eingefärbt sein.
    • Schutzstreifen sind durch eine unterbrochene Linie auf der rechten Fahrbahnseite gekennzeichnet. Autos dürfen bei Bedarf den Schutzstreifen überfahren.

    Auf Radverkehrsanlagen haben Fahrräder Vorrang. Autofahrer dürfen hier nicht parken.

    Fahrradstraßen

    Bei einer Fahrradstraße bekommt die ganze Fahrbahn die Funktion eines Radweges. Radler*innen dürfen nebeneinander fahren. Nur, wenn die Zusatzschilder „Anlieger frei“ oder „Kraftfahrzeuge frei“ hängen, dürfen auch motorisierte Verkehrsteilnehmer die Fahrradstraße befahren. Sie müssen sich aber der Geschwindigkeit des Radverkehrs anpassen und dürfen 30 Stundenkilometer nicht überschreiten.

    Zum Stand Mai 2021 gibt es in München 85 Fahrradstraßen mit einer Gesamtlänge von 40 Kilometern, wie auf der Karte der Fahrradstraßen in München (PDF, 1159 KB) zu sehen ist. Damit ist München die Stadt mit den meisten Fahrradstraßen in Deutschland – weitere sollen folgen. Die Auswahl einer Fahrradstraße erfolgt in enger Abstimmung zwischen Bezirksausschüssen, Mobilitätsreferat und Baureferat.

    Folgende Kriterien sollten erfüllt sein, damit eine Straße als Fahrradstraße in Frage kommt:

    • ausreichende Fahrbahnbreiten und asphaltierte Fahrbahn
    • bereits vorhandene oder zukünftig zu erwartende starke Nutzung durch Radler*innen
    • bestehende Beschilderungen als Radverkehrsrouten
    • passende Gestaltung der Radverkehrsführung am Beginn und am Ende der Straße
    • keine Hauptverkehrsstraße, maximale Belastung von 400 Kraftfahrzeugen pro Stunde
    • keine Interessenkonflikte mit dem  Linienbusverkehr

    Einbahnstraßen

    In München ist mehr als die Hälfte der 700 Einbahnstraßen für den gegenläufigen Radverkehr freigegeben. Das spart unnötige Umwege. Allerdings sollten Radfahrer*innen entgegen der Fahrtrichtung besonders vorsichtig fahren. Auch bei der Ausfahrt aus einer Einbahnstraße in Gegenrichtung ist besondere Achtsamkeit geboten: Autofahrer*innen erwarten häufig nicht, dass aus der Einbahnstraße Fahrräder kommen.

    Fußgängerzonen

    Das Radfahren in Fußgängerzonen ist grundsätzlich verboten. Allerdings kann mit dem Zusatzzeichen „Radfahrer frei“ sowohl in Fußgängerzonen als auch auf Fußwegen Radverkehr zugelassen sein. Fahrräder dürfen jedoch auch dann nur mit Schrittgeschwindigkeit oder angepasster Geschwindigkeit fahren. Fußgänger haben auf der gesamten Fläche jederzeit Vorrang.

    In München ist in der Altstadt-Fußgängerzone sowie auf der Sendlinger Straße ist zwischen 21 und 9 Uhr das Radfahren erlaubt. Am Viktualienmarkt und in der nördlichen Residenzstraße sind nur die abgesenkten Fahrbahnfläche freigegeben. Der als Gehweg beschilderte Marktbereich des Viktualienmarkts darf nicht befahren werden.

    Ausbau des Radwegenetzes

    • Radentscheid und Altstadt-Radlring:
      Die Landeshauptstadt will einen Großteil der Forderungen aus den Bürgerbegehren „Radentscheid“ und „Altstadt-Radlring“ bis 2025 umsetzen. Für rund 40 Straßen sind bereits Ausbaumaßnahmen im Bau oder in der Planung. Damit wird die Fahrrad-Infrastruktur in München massiv gestärkt.
    • Radschnellverbindungen ins Umland:
      Auf Radschnellwegen lassen sich mit dem Fahrrad große Strecken zügig und bequem zurücklegen. Die Stadt München prüft derzeit in Kooperation mit dem Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München, ob und welche Verbindungen vom Stadtgebiet ins Umland realisiert werden können.
    • Pop-Up-Radwege während Corona:
      Von Anfang Juni bis Ende Oktober 2020 hat die Landeshauptstadt München in der Innenstadt vorübergehend Pop-up-Radwege eingerichtet. Aktuell prüft das Mobilitätsreferat, ob an den sechs betroffenen Straßenabschnitten auch dauerhaft Radwege entstehen können.