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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Planungen und Projekte für den Radverkehr


    Ausbau der Infrastruktur

    Radfahren wird in München immer beliebter. Zwar sind Radwege und Abstellmöglichkeiten flächendeckend gut ausgebaut. Trotzdem möchte die Stadt die Bedingungen fürs Fahrradfahren weiter verbessern.

    In München steigt der Radverkehr kontinuierlich an. Sogar im Winter treten noch viele Menschen in die Pedale. Das macht sich im Straßenbild bemerkbar: Mittlerweile hat der Radverkehr einen Anteil von 18 Prozent am Gesamtverkehrsaufkommen erlangt.  Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, verbessert die Landeshauptstadt an vielen Stellen die Radinfrastruktur: Radwegenetz und werden überall im Stadtgebiet ausgebaut.

    Maßnahmenkarten Radverkehr

    Welche Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs bereits ergriffen wurden und was an neuen Radwegen, Markierungen oder Abstellanlagen geplant ist, zeigen folgende drei Karten:

    • Die Karte Verbesserungen der Radverkehrsinfrastruktur (PDF, 16185 KB) gibt einen Überblick über die zentralen Maßnahmen zum Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur in einem Jahr. Sie zeigt sowohl umgesetzte Radverkehrsprojekte als auch laufende Projekte und Planungen.
      Stand: November 2019
    • Die Karte Fahrradstraßen in München (PDF, 2917 KB) visualisiert die Fahrradstraßen in München. Neu hinzukommende Fahrradstraßen werden samt Angaben zu Lage, Verlauf und Länge jährlich aktualisiert und ergänzt.
      Stand: Oktober 2020
    • Die Karte Planungen zum Radverkehr (PDF, 4618 KB) zeigt die Trasse für die Radschnellverbindung in den Münchner Norden, den geplanten Altstadt-Radlring sowie zu prüfende Maßnahmen.
      Stand: November 2019

    Strategische Grundlagen

    Der Verkehrsentwicklungsplan und ein Grundsatzbeschluss bilden die Basis für die Weiterentwicklung des Radverkehrs in München. Da sich die Anforderungen stetig ändern, werden beide fortgeschrieben und an die aktuelle Situation angepasst.

    Verkehrsentwicklungsplan 2002

    Der Verkehrsentwicklungsplan Radverkehr (VEP-R) von 2002 ist ein konzeptionelles, übergeordnetes Steuerungsinstrument, das die Ziele und Strategien der Stadtentwicklung im Bereich Radverkehr für die nächsten zehn bis 15 Jahre darstellt. Er enthält auch die flächendeckenden Haupt- und Nebenrouten für Radfahrer*innen.

    Grundsatzbeschluss 2009 und 2018

    Darüber hinaus hat sich der Stadtrat 2009 in einem Grundsatzbeschluss für eine weitere Förderung des Radverkehrs ausgesprochen. Der Beschluss wurde im Januar 2018 fortgeschrieben. In ihm sind Maßnahmen und Ziele bis 2025 beschrieben.

    Beschlüsse im Volltext:

    Grundsätze der Strategie:

    Die Landeshauptstadt München

    • räumt der Verkehrssicherheit die oberste Priorität bei der Radverkehrsförderung ein,
    • setzt Maßnahmen zur weiteren Steigerung des Radverkehrsanteils am Verkehrsaufkommen um,
    • verbessert die Verträglichkeit des Radverkehrs im Sinne der Nahmobilität und des Umweltverbunds,
    • stärkt das Fahrrad als Verkehrsmittel des Alltags für jede Tageszeit und Witterung,
    • bezieht Radler*innen und ihre Bedürfnisse frühzeitig in alle Planungsprozesse mit ein,
    • fördert Innovation durch Verkehrsversuche, zeitgemäße Planungsinstrumente und neue Technologien,
    • unterstützt Kooperation zwischen Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit in Stadt und Region.

    Ziele bis 2025:

    • Radwegenetz in München weiter ausbauen
    • Radschnellverbindungen und Lückenschlüsse realisieren
    • Unfallzahlen mit Radverkehrsbeteiligung deutlich reduzieren
    • Einbahnstraßen möglichst in Gegenrichtung für den Radverkehr öffnen
    • Zahl der Fahrradstraßen um 40 auf mindestens 100 erhöhen

    Erfolge und Meilensteine:

    • Der Radverkehrsanteil ist auf 18 Prozent am Gesamtverkehrsaufkommen gestiegen. Mit sechs Dauerzählstellen im Stadtgebiet werden die Fortschritte stetig beobachtet und evaluiert.
    • Das Radverkehrsnetz ist auf 1.200 Kilometer ausgebaut. Davon sind 83 Fahrradstraßen mit einer Gesamtlänge von etwa 38 Kilometern eingerichtet. Knapp 400 Einbahnstraßen sind für den Radverkehr geöffnet, ein Ausbau von Tempo-30-Zonen wird angestrebt. Ein „Pilotradschnellweg Münchner Norden“ ist in Planung. 350 Kilometer des Radnetzes sind beschildert, an etwa 750 Kreuzungen stehen rund 4.000 Schilder.
    • Mehr als 28.000 Fahrradabstellplätze stehen inzwischen in München zur Verfügung. Seit 2013 verpflichtet die Fahrradabstellplatzsatzung Bauherren dazu, bei Neubauten Abstellplätze für Fahrräder einzurichten.
    • Neue Services für Radler*innen wurden eingerichtet: Ein zentrales Beschwerdemanagement beantwortet per E-Mail Fragen, Anregungen und Vorschläge rund um die Radverkehrsplanung. Radltouren für Neubürger*innen heißen fischgebackene Münchner*innen in der Stadt willommen. Und bei den kostenlosen Radl-Sicherheitschecks werden Räder sicher und fit gemacht.
    Fahrradzählstele in München  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
    © Michael Nagy / LHM

    Datenbasis für die Planung

    Das Mobilitätsreferat misst das Verkehrsaufkommen und erhebt auf verschiedene Arten Daten zum Radverkehr. So kann auf Veränderungen im Verkehrsverhalten zeitnah reagiert werden. Auch fließen die Ergebnisse der Untersuchungen in langristige planerische Entscheidungen ein.

    Messung des Verkehrsaufkommens

    Im Stadtgebiet messen derzeit sechs fest installierte Zählstellen, zu welcher Tages- oder Jahreszeit das Fahrrad benutzt wird. Die Daten der sechs Raddauerzählstellen könne Sie online einsehen:

    Darüber hinaus werden zu speziellen Fragestellungen über Zeiträume von jeweils zwei Wochen Knotenpunktzählungen per Hand sowie automatische Zählungen mit Druckschlauch durchgeführt.

    Befragungen von Bürger*innen

    Neben den rein quantitativen Erhebungen ermöglichen es Befragungen, näher auf die Bedürfnisse der Fahrradfahrer*innen einzugehen und deren Wünsche bei der weiteren Förderung des Radverkehrs zu berücksichtigen.

    • Münchner Radlbefragung 2019:
      Alle zwei bis drei Jahre befragt die Landeshauptstadt die Münchner Radler*innen zu ihren Wünschen und Anforderungen. Bisher fanden Befragungen in den Jahren 2008, 2010, 2013, 2016 und zuletzt 2019 statt. Die Befragung erhebt neben statistischen Daten, wie zum Beispiel zum Startpunkt, Zielpunkt und Zweck von Fahrten auch die Zufriedenheit mit dem städtischen Radverkehrssystem.
    • Mobilität in Deutschland 2017:
      München beteiligt sich regelmäßig an der bundesweite Haushaltsbefragung „Mobilität in Deutschland“ (MiD). Die Ergebnisse der letzten Befragung aus dem Jahr 2017 zeigen unter anderem, dass der Anteil des Radverkehrs in München von 2002 bis 2017 von 10 auf 18 Prozent gestiegen ist. Kein anderes Verkehrsmittel hat eine derart starke Zunahme erfahren.

    Tracking in der Stadtradeln-App

    2019 konnten die Teilnehmenden der Aktion Stadtradeln ihre gefahrenen Strecken erstmals in einer App tracken. Die Stadt München stellte die erhobenen Daten dem Projekt „Movebis“ zur Verfügung − natürlich unter Wahrung des Datenschutzes. Ziel dieses vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur geförderten Projekts ist es, die kommunale Radverkehrsplanung zu unterstützen. Ergebnis war unter anderen eine Radstrecken-Heatmap für München (JPG, 375 KB), die stark befahrene Strecken und selten genutzte Routen räumlich darstellt.

    Kontakt

    Postanschrift:
    Mobilitätsreferat
    80313 München