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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Sicher unterwegs im Münchner Straßenverkehr


    Titelseite eines Schulwegplanes  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

    Sicherer Schulweg für Kinder

    Kostenlose Schulwegpläne

    Mithilfe von Schulwegplänen können Eltern zusammen mit ihren Kindern den Schulweg schon frühzeitig und vor Schulbeginn üben. Erstklässler*innen können so den Weg später alleine und sicher bewältigen.

    In den Schulwegplänen sind gesicherte Übergänge und die Einsatzorte von Schulweghelfer*innen im Schulsprengel gekennzeichnet. Sie enthalten außerdem Bilder von besonders beachtenswerten Straßenstellen, Tipps zur Verkehrssicherheit und wichtige Kontaktdaten. Für einen ersten Eindruck können Sie hier einen Beispielplan (PDF, 1736 KB) herunterladen.

    Jedes Jahr zur Schuleinschreibung händigen die Münchner Grundschulen und Sonderpädagogischen Förderzentren die Pläne in gedruckter Form an die Eltern aus. Sie möchten Ihren Schulwegplan als PDF-Dokument? Erkundigen Sie sich bei Ihrer Schule oder fordern Sie bei unserer Abteilung Schulwegsicherheit ein Exemplar an.

    Die Schulwegpläne sind ein Beitrag der Gemeinschaftsaktion „Sicher zur Schule – Sicher nach Hause“. Sie werden in Zusammenarbeit der Landeshauptstadt München mit der Kommunalen Unfallversicherung Bayern (KUVB), der Verkehrswacht München e.V., dem Polizeipräsidium München, dem Gemeinsamen Elternbeirat der Volksschulen der Landeshauptstadt München (GEB) sowie den Staatlichen Grundschulen und Sonderpädagogischen Förderzentren herausgegeben.

    Schulweghelfer*innen

    Kinder müssen richtiges Verhalten im Straßenverkehr erst lernen. Für einen sicheren Schulweg spielen daher Schulweghelfer*innen eine entscheidende Rolle: Die „gelben Engel“ unterstützen Grundschulkinder beim Überqueren von Straßen und schützen sie so vor den Gefahren des Straßenverkehrs. Sie möchten mithelfen? Wir suchen immer engagierte und zuverlässige Personen für das Engagement als Schulweghelfer*in.

    Sechs Schulweg-Tipps

    1. Kinder anfangs begleiten.
      Die Aufsichtspflicht gebietet, dass dass Kinder unter sieben Jahren auf den Weg zur Schule besonders vorbereitet werden. Allgemeine Belehrungen über die Gefahren des Straßenverkehrs genügen hier nicht. Begleiten Sie Ihr Kind daher in den ersten Tagen und Wochen auf dem Weg zur Schule. Achten Sie dabei besonders auf das Verhalten älterer Kinder: Gibt es mögliche Ablenkungen wie Geschäfte, eine Bäckerei, ein Kiosk? Wenn ja, warnen Sie ihr Kind entsprechend – insbesondere im Bereich von belebten oder stark befahrenen Straßen.
    2. Genügend Zeit einplanen.
      Ihr Kind sollte zirka 15 Minuten vor Schulbeginn in unmittelbarer Nähe des Schulgebäudes sein. Kalkulieren Sie am Morgen ausreichend Zeit für den Schulweg ein – nur so wird nicht gehetzt. Auch an der Ampel dauert es dann keine Ewigkeit, bis das "grüne Männchen" kommt.
    3. Auffällige Kleidung anziehen.
      Je heller und bunter die Kleidung ist, desto sicherer ist sie. Denn wenn Kinder von anderen Verkehrsteilnehmer*innen gut und schnell gesehen werden, kann das Unfälle vermeiden.
    4. Autofahrten sicher gestalten.
      Falls Sie Ihr Kind mit dem Auto zur Schule bringen, vergessen Sie bitte nie den Kindersitz und das Angurten. Lassen Sie Ihr Kind unbedingt auf der Schulseite aus der rechten Autotür steigen. Halten Sie jedoch bitte nie in einer Zone, die zum Schutz aller Kinder mit einem absoluten Halteverbot als Sichtschneise freigehalten werden muss.
    5. Korrekt Fahrrad fahren.
      Kinder müssen bis zum vollendeten achten Lebensjahr mit Fahrrädern Gehwege benutzen, auch wenn Radwege vorhanden sind. Sie dürfen nicht auf der Fahrbahn fahren. Ältere Kinder bis zehn Jahre können den Gehweg benutzen, wenn sie möchten. Achten Sie darauf, dass das Fahrrad Ihres Kindes mit Bremsen, Lichtern, Rückstrahlern und Klingel verkehrssicher ausgerüstet ist.
    6. Mit guten Vorbild vorangehen.
      Zeigen Sie sich Ihren Kindern als beispielhafter Verkehrsteilnehmer. Beachten Sie die Verkehrsregeln und rennen Sie nicht bei Rot oder an unübersichtlichen Stellen über die Straße.

    Aktion „Nur bei Grün“

    Mit Schildern an rund 700 Münchner Ampeln rufen wir zum Beginn eines jeden Schuljahres Fußgänger*innen und Radfahrer*innen auf: „Nur bei Grün – den Kindern ein Vorbild“. Gehen Sie nicht bei Rot über die Ampel. Seien Sie im Straßenverkehr immer aufmerksam, rücksichtsvoll und diszipliniert. Nur so können sich Kinder richtiges Verhalten bei uns abschauen.

     


    Zeichen 250 StVO  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

    Spielstraßen

    Spielstraßen werden mit dem Schild „Durchfahrt Verboten“ (250 StVO) für allen Fahrverkehr gesperrt – auch für Müllabfuhr und Anwohner. Das Zusatzzeichen 1010-10 StVO erlaubt Kindern, auf der Fahrbahn und den Seitenstreifen zu spielen. Auch Sport, wie Fußball, Inline-Skaten, Skateboard fahren und Seilspringen kann hier auf der Straße stattfinden.

    Wo und ob eine Spielstraße eingerichtet wird, entscheiden Straßenverkehrsbehörde, Straßenbaubehörde und Polizei gemeinsam. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass es wegen der besonderen Voraussetzungen in der Praxis nur äußerst selten zur Einrichtung einer Spielstraße kommt.

    Zeichen 325 StVO  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

    Verkehrsberuhigte Bereiche

    Wo die Kriterien für das Einrichten einer Spielstraße nicht vorliegen, kann ein Verkehrsberuhigter Bereich eine Alternative sein. Verkehrsberuhigte Bereiche sind mit dem blauen Verkehrszeichen 325-1 StVO markiert.

    In einem Verkehrsberuhigten Bereich gelten folgende Regeln:

    • Fußgänger*innen dürfen die Straße in ihrer ganzen Breite benutzen, Kinderspiele sind überall erlaubt – vorausgesetzt, sie behindern den Fahrverkehr nicht unnötig.
    • Alle Fahrzeuge, auch Fahrräder, dürfen höchstens Schrittgeschwindigkeit fahren, also etwa 5 Stundenkilometer. Fahrzeuge dürfen Fußgänger*innen weder gefährden noch behindern.
    • Das Parken ist außerhalb der dafür gekennzeichneten Flächen unzulässig – ausgenommen zum Ein- und Aussteigen oder zum Be- und Entladen.

    Für einen Verkehrsberuhigten Bereich eignen sich nur kurze Wohnstraßen mit geringem Verkehr, in denen das Fahren und Parken der Aufenthaltsqualität untergeordnet ist. Da hier keine Trennung zwischen Fahrbahn oder Gehweg vorgesehen ist, muss ein ein "Verkehrsberuhigter Bereich" auch besondere bauliche Voraussetzungen erfellen. Ist ein Neubau oder Umbau notwendig, müssen die Anwohner die Kosten zum größten Teil selbst tragen.

    Verkehrsschild für eine Tempo-30-Zone  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

    Tempo-30-Zonen

    Kommt für Ihre Straße weder eine Spielstraße noch ein Verkehrsberuhigter Bereich in Frage, kann die Einrichtung einer Tempo-30-Zone in Erwägung gezogen werden. Bereits über 80 Prozent des Münchner Straßennetzes sind Tempo-30-Zonen. Wichtigstes Kriterium für die Auswahl der Gebiete ist die Schulwegsicherheit. Denn gerade Kinder können das Herannahen von Fahrzeugen und deren Geschwindigkeit oft nicht richtig einschätzen.

    Bei Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern brauchen Autos in Tempo-30-Zonen rund 18 Meter, um anzuhalten. Schon mit zehn Stundenkilometern mehr verlängert sich dieser Weg um zehn Meter. Bitte nehme Sie in Tempo-30-Zonen daher den Fuß vom Gas und halten Sie sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung.

     


    Verkehrsschild für einen Zebrastreifen  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

    Zebrastreifen

    In München gibt es derzeit rund 350 Zebrastreifen. Ob ein neuer Fußgängerüberwege ensteht, entscheidet die Stadtverwaltung gemeinsam mit den Bezirksausschüssen und der Polizei.

    Dabei werden die örtlichen und verkehrlichen Gegebenheiten sorgfältig überprüft: Werden Zebrastreifen am falschen Ort angelegt, kann dies sogar zu einem noch höheren Unfallrisiko führen. Zebrastreifen dürfen daher nur an übersichtlichen Stellen angelegt werden, wenn auf beiden Seiten Gehwege und ausreichend große Warteflächen vorhanden sind. In Tempo-30-Zonen sind Fußgängerüberwege in der Regel entbehrlich.

    Bei besonders breiten Straßen kann ein Fußgängerüberweg zur besseren Erkennbarkeit mit einem Torbogeneffekt gestaltet werden. Auch Fußgängerschutzinseln können dort das Überqueren erleichtern. Liegt ein Zebrastreifen in einem besonders unruhigem Umfeld, kann in Ausnahmenfällen zusätzlich ein gelbes Blinklicht auf den Fußgängerüberweg aufmerksam machen.

    Verkehrszeichen an einem Bahnübergang: Bahnübergang mit Schranken oder Halbschranken, Andreaskreuz, unbeschränkter Bahnübergang.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

    Bahnübergänge

    Bahnübergänge werden etwa 240 Meter vorher mit dem Zeichen 150 (Bahnübergang mit Schranken oder Halbschranken) oder dem Zeichen 151 (unbeschrankter Bahnübergang) angekündigt. Unmittelbar vor dem Bahnübergang steht das Zeichen 201 StVO (Andreaskreuz). Andreaskreuze können auch an Straßenbahnkreuzungen stehen.

    Beachten Sie folgende Regeln:

    • Der Schienenverkehr hat an Bahnübergängen mit einem Andreaskreuz sowie an Fuß-, Feld-, Wald- oder Radwegen immer Vorrang. Die Tram hat Vorrang vorm Fußverkehr – außer, der Verkehr wird durch Ampeln geregelt.
    • Fahren Sie mit mäßiger Geschwindigkeit auf den Bahnübergang zu. Überholen Sie nicht. Fahrzeuge müssen vor dem Andreaskreuz und Fußgänger in sicherem Abstand um Übergang warten.
    • Ist der Bahnübergang nicht mit einer Schranke gesichert, vergewissern Sie sich, dass sich kein Schienenfahrzeug nähert. Versuchen Sie nie, den Bahnübergang noch vor herannahenden Zügen zu queren. Der Zug kann nie ausweichen, und selten rechtzeitig anhalten.
    • Umfahren Sie nie erst halbseitig heruntergelassene Schranken oder Halbschranken. Fahren Sie nur los, wenn Sie den Bahnübergang komplett überqueren können. Halten Sie nie auf einem Bahnübergang an.
    • Achten Sie auf rote oder gelbe Lichtzeichen und Blinklichter und befolgen Sie die Anweisungen von Bahnbediensteten. Sind die Schranken wieder geöffnet, fahren Sie erst weiter, wenn das Lichtzeichen erloschen ist.
    • Parken Sie innerhalb geschlossener Ortschaften nicht 5 Meter vor und hinter einem Andreaskreuz. Außerorts gilt ein Parkverbot von 50 Metern. Halten Sie nicht bis zu 10 Metern vor einem Andreaskreuz, wenn das Zeichen dadurch verdeckt wird.
    • Queren Sie Bahnstrecken zu Fuß oder mit dem Rad nur an Bahnübergängen. Viele Unfälle passieren, wenn Bahnstrecken oder Trampelpfade neben den Gleisen als verbotene Abkürzungen benutzt werden. Auch nachts, wenn keine S-Bahnen oder Personenzüge mehr verkehren, können Züge fahren.

    Kontakt

    Mobilitätsreferat

    Implerstraße 7-9
    81371 München

    Tel.:
    Postanschrift:
    Mobilitätsreferat
    80313 München