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In letzter Minute zum Wunschberuf


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© MVHS/Peter Neuhausser

Ausbildungsmesse LastMinit am 9. September

Jugendliche können sich informieren und bewerben - Münchner Betriebe mit freien Ausbildungsplätzen stellen sich vor

Was macht eine Fachkraft für Lagerlogistik oder System-Gastronomie eigentlich? Wie wird man KfZ-Mechatroniker oder Hörgeräte-Akustikerin? Und welche Ausbildungsplätze gibt es in der Werbebranche oder im Groß- und Einzelhandel? Diese und viele weitere Fragen von Schulabgängerinnen und Schulabgängern werden auf der Ausbildungsmesse LastMinit beantwortet.
Sie findet am Samstag, 9. September, von 10 bis 14 Uhr im Stadtteilzentrum Hasenbergl – Nordhaide im Kulturzentrum 2411, Blodigstraße 4, statt.

Vor Ort finden sich zahlreiche Münchner Firmen ein, die für das Ausbildungsjahr 2017/2018 noch Plätze frei haben und über ihre Ausbildungsgänge und Zugangsvoraussetzungen informieren. Auch Praktikumsplätze werden angeboten.

Beratungsteams der Handwerkskammer, der Arbeitsagentur München, der Industrie- und Handelskammer sowie verschiedener Innungen stehen den Schulabgängern außerdem mit Rat und Tat zur Seite. Sie informieren über die duale Ausbildung, also die parallele Ausbildung in Betrieb und Berufsschule, sowie über Ausbildungsmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven einzelner Berufe.

Die Jugendlichen, gerne auch in Begleitung ihrer Eltern, können sich über viele Berufe von Altenpfleger bis Zahntechniker informieren und sich direkt vor Ort für einen Ausbildungsplatz in ihrem Wunschberuf bewerben.

Zusammen mit der Münchner Volkshochschule veranstaltet das Referat für Arbeit und Wirtschaft seit sechs Jahren diese Messe. Firmen und Jugendliche mit oder ohne Migrationshintergrund können somit „in letzter Minute“ noch zusammenfinden.

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© MVHS/Peter Neuhausser

Als Betrieb kostenlos anmelden

Im letzten Jahr kamen rund 1.200 Jugendliche zur Messe LastMinit, um sich über offene Ausbildungsplätze zu informieren. Vertreten waren 45 Münchner Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen, die noch Auszubildende gesucht haben.

Betriebe, die für das Ausbildungsjahr 2017/2018 noch unbesetzte Plätze haben, können sich zu der nunmehr im sechsten Jahr stattfindenden Messe noch anmelden.

Die Ausbilder lernen dabei potentielle Auszubildende persönlich kennen und können von einem passenden Kandidaten gleich die Bewerbung entgegennehmen oder einen Praktikumsplatz vergeben.

Beim Referat für Arbeit und Wirtschaft ist eine kostenlose Anmeldung als Aussteller telefonisch unter 233-24536 oder per E-Mail an buelent.bulut@muenchen.de bis 5. September möglich.

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© Foto: RAW/Janine Stengel-Lewis

Unterstützung auf dem Weg in die Ausbildung

Das Jugendsonderprogramm fördert berufsvorbereitende Projekte

Obwohl der Münchner Ausbildungsmarkt jungen Menschen ein breites Angebot an Ausbildungsplätzen bietet, gelingt es vielen nicht, im Anschluss an die Schule eine passende Ausbildungsstelle zu bekommen.

Um junge Menschen beim Übergang von Schule in Ausbildung und Beruf sowie Betriebe bei der Sicherung ihres Nachwuchses zu unterstützen, hat die Stadt bereits 1999 im Rahmen des Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramms das Jugendsonderprogramm (JuSoPro) ins Leben gerufen. Es fördert mit jährlich einer Million Euro präventiv ausgerichtete Projekte mit hohem Praxisbezug. Die Projekte erreichen jedes Jahr rund 5.000 Jugendliche und stärken damit auch den Münchner Ausbildungsmarkt. Die Messe LastMinit etwa (siehe Artikel oben) ist eine Maßnahme im Rahmen des JuSoPros.

Besonders das Anfang 2015 ins Leben gerufene Projekt pass(t) genau für Flüchtlinge erfreut sich einer steigenden Nachfrage, so dass der Stadtrat eine doppelte Anzahl an Plätzen bis 31. August 2018 bewilligt hat. 50 jungen Flüchtlingen sowie ihren Ausbilderinnen und Ausbildern kann ein umfangreiches Seminarangebot im Nahrungsmittelhandwerk, der Gastronomie und Hotellerie, im Einzelhandel sowie im Garten- und Landschaftsbau angeboten werden. Auch das Ursprungsprojekt pass(t) genau wird mit insgesamt 100 Personen weiter gefördert.

Unterstützt wird außerdem das Projekt Job-Mentoring, bei dem ehemalige Führungskräfte Schülerinnen und Schüler der Mittelschulen bei der Suche nach Ausbildungsstellen betreuen. Bereits seit 2000 wird zudem die Servicestelle Berufsbezogene Jugendarbeit gefördert, die Lerngruppen und Lernkurse zur Vorbereitung auf den Qualifizierenden Mittelschulabschluss anbietet und zum Thema Berufsorientierung und Bewerbung berät. Außerdem soll das Präventions- und Interventionsangebot von azuro insbesondere Ausbildungsabbrüche verhindern.

Informationen zu allen geförderten Projekten sind unter muenchen.de, Stichwort „jusopro“, zu finden.

Im letzten Jahr eröffnete außerdem das JiBB (Jugend in Bildung und Beruf) – ein Kooperationsprojekt, das Jugendlichen eine niedrigschwellige Anlaufstelle bietet. Zu finden ist es in der Kapuzinerstraße 30 sowie unter  jibb-muenchen.de.