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Wenn Betrüger ans Ersparte wollen


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© Polizei

Die Tendenz der Straftaten von „falschen Polizeibeamten“ ist stark steigend

Die Stadtverwaltung und das Polizeipräsidium klären zum Thema Sicherheit auf

München ist die sicherste Metropole Deutschlands. Um diese Sicherheit zu bewahren, ergreift die Stadtverwaltung zusammen mit dem Polizeipräsidium München zahlreiche präventive und repressive Maßnahmen. Die Spanne reicht dabei vom Schutz vor Terrorismus, über Drogen- bis zu Diebstahldelikten.

Besonderer Präventionsarbeit bedarf es derzeit zum Betrugsdelikt „Falscher Polizist“. Die Betrüger geben sich als Polizeibeamter aus, um an das Ersparte von Seniorinnen und Senioren zu kommen (siehe nächsten Artikel). Waren es 2016 noch 365 Fälle, ist die Zahl allein bis November diesen Jahres auf über 2.500 geklettert. Über vier Millionen Euro Schaden sind durch diesen Trickbetrug entstanden.

Daher unterstützt die Stadt die Münchner Polizei bei der Sensibilisierung der Bürgerschaft. So werden etwa am 10. und 22. Januar von 13 bis 15 Uhr Polizeibeamte mit einem Informationsstand in der Stadt-Information im Rathaus präsent sein. Sie vermitteln dann, wie man sich vor diesem Trickbetrug, aber auch vor Haustürgeschäften oder Einbruch schützen kann.

Auch der Seniorenbeirat der Stadt koordiniert ehrenamtlich tätige Sicherheitsberater, die in Altenservicezentren, Altenheimen und anderen Einrichtungen Aufklärungsarbeit leisten. Dem geschulten Team gehören Seniorenbeiräte und ehemalige Polizeibeamte an.

Die Institutionen können sich bei Bedarf an den Seniorenbeirat wenden. Die nächsten Termine, zu denen alle Interessierten eingeladen sind, sind im Kasten rechts zu finden. Informationen zu den Veranstaltungen können beim Seniorenbeirat unter Telefon 233-21166 eingeholt werden.

Außerdem lädt die Polizei ins Theater ein: Das mit dem renommierten „European Crime Prevention Award“ der Europäischen Union ausgezeichnete Theaterprojekt „Grüß Gott, zum Glück sind Sie da!“ handelt von den perfiden Methoden der Trickdiebe. Gezeigt werden unter anderem die Maschen „Falscher Polizeibeamter“ und „Falscher Handwerker“. Wer möchte, kann auch selbst mitspielen und „am eigenen Leib“ erfahren, wie hinterhältig die Methoden sind.

Die nächste Aufführung findet am 23. Januar um 14 Uhr im Alten- und Servicezentrum Ramersdorf, Rupertigaustraße 61a, statt. Der Eintritt ist frei. Da das Platzkontingent begrenzt ist, ist eine Anmeldung unter Telefon 2910-3699 bis 10. Januar nötig.

Sicherheitsberatung

  • 16. Januar um 15.30 Uhr - VdK Ottobrunn
  • 18. Januar um 15 Uhr - VdK Pasing
  • 24. Januar um 14 Uhr - ASZ Milbertshofen
  • 25. Januar um 15 Uhr - Pfarrei St. Philippus Sendling – Westpark
  • 31. Januar um 16 Uhr - Nachbarschaftstreff Berg am Laim

Informationen zu den Veranstaltungen können beim Seniorenbeirat unter Telefon 233-21166 eingeholt werden.

Außerdem ist die Polizei am 10. und 22. Januar von 13 bis 15 Uhr mit einem Informationsstand in der Stadt-Information.

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© Polizei

Gesundes Misstrauen ist nicht unhöflich

Das Polizeipräsidium München gibt Tipps zum Schutz vor „falschen Polizisten“

Sie arbeiten immer nach dem gleichen Muster: Von Callcentern aus dem Ausland rufen die Betrüger Münchnerinnen und Münchner an. Meist ältere Menschen, die sie nach typischen „altdeutschen“ Vornamen aus dem Telefonbuch ausgesucht haben.

Sie wollen an das Ersparte der Seniorinnen und Senioren und geben sich sehr bestimmt als Polizeibeamter aus. Der besondere Kniff dabei ist: Der Angerufene sieht auf seinem Display die Nummer 110. Eine Nummer, die Vertrauen vermittelt, aber von der aus die Polizei niemals anrufen würde.

Die Vorgehensweise variiert je nach dem Verhalten der Angerufenen. Gängig aber ist folgende Masche: Der Anrufer berichtet von einem Einbruch in der Nachbarschaft, bei dem ein Teil der Täter gefasst werden konnte. Einer davon trug ein Notizbuch bei sich, in dem unter anderem auch der gerade Angerufene als geplantes Opfer stehe. Deshalb – so erklärt der Betrüger am Telefon – sei es wichtig, alle Wertgegenstände und Bargeld schnellstmöglich zur Polizei in Sicherheit zu bringen. Dafür komme gleich ein „Beamter“ vorbei, der alles persönlich abhole.

Es ist nicht einfach, den Betrug zu durchschauen. Folgende Tipps der Münchner Polizei helfen aber, um sich zu schützen.
Was tun, wenn das Telefon klingelt und 110 auf dem Display steht?

  • Seien Sie misstrauisch – gesundes Misstrauen ist nicht unhöflich.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, auch nicht durch angeblich dringende Ermittlungen zu einem Einbruch in der Nähe.
  • Nichts übergeben. Die Polizei fordert nie von Ihnen Geld oder Wertgegenstände, um Sie zu schützen oder Ermittlungen durchzuführen.
  • Nicht die Wahlwiederholung drücken, sondern die Münchner Polizei umgehend über den echten Notruf 110 informieren.

Unseriöse Anrufer tricksen SWM-Kunden aus

Die Stadtwerke München warnen vor Vertragsabschlüssen oder Tarifwechsel per Telefon

Immer wieder kommt es vor, dass Kunden der Stadtwerke München (SWM) unseriöse Anrufe von Strom- und Erdgasverkäufern erhalten.

Die Anrufer behaupten etwa, dass der Stadtteil auf einen neuen Versorger umgestellt werden soll oder dass es sich lediglich um einen Tarifwechsel handelt. Dabei sollen verschiedene Fragen mit „Ja” beantwortet werden. Bei der Gesprächsaufzeichnung kann das ungewollt zu einer mündlichen Zustimmung zum Vertragsabschluss führen. Wenige Tage nach dem Anruf kommt eine Auftragsbestätigung von einem Stromanbieter ins Haus geflattert, teilweise auch dann, wenn kein entsprechender Auftrag erteilt wurde. Diese Vertragsbestätigung sollte umgehend widerrufen werden.

Wie können Sie sich schützen?

  • Stimmen Sie keiner Gesprächsaufzeichnung zu, wenn Sie jemand anruft. Lehnen Sie dieses Vorgehen mit einem klaren „Nein” ab.
  • Fragen Sie, ob Sie zurückrufen können (unseriöse Anbieter wünschen das in der Regel nicht).
  • Fragen Sie nach, ob der Anrufer Ihre Kunden- und Zählernummer weiß.  Nennen Sie diese auf keinen Fall selbst. Die SWM kennen die Daten ihrer Kunden (Kundennummer, Zählernummer etc.) und müssen diese nicht erfragen. Sollte der Anrufer die Daten nicht nennen können, legen Sie einfach auf.

Kostenlose Beratung der SWM gibt es unter Telefon 0800 7967960. Detaillierte Informationen zu den unseriösen Angeboten sind im Internet zu finden unter swm.de/warnung.