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„Wir machen was“ – jetzt wird gefeiert


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Zum 40jährigen Jubiläum der Stadtteilwochen wird in der Rathausgalerie gefeiert.

Vom 4. bis 12. März findet die Jubiläumsfeier in der Rathausgalerie statt

Seit 40 Jahren sorgen die Stadtteilwochen für Festivalstimmung vor Ort

139 Stadtteilwochen und Kulturtage sind seit 1977 in den 25 Stadtbezirken Münchens veranstaltet worden – eine stattliche Zahl. Vom 4. bis 12. März wird nun das 40jährige Jubiläum in der Rathausgalerie am Marienplatz gefeiert. Täglich von 11 bis 17.30 Uhr zeigt dort eine Ausstellung die Entstehung und Entwicklung des Kulturfestivals. Mit historischem und aktuellem Bildmaterial, Festplatzmobiliar sowie historischen und modernen Ton- und Lichtanlagen der Veranstaltungstechnik werden 40 Jahre Stadtteilwochen erlebbar.

Außerdem gibt‘s nachmittags und abends ein vielfältiges Programm auf der eigens aufgebauten Festivalbühne – die „Lebendige Ausstellung“.  Von Tanzdarbietungen und Trommeleinlagen zu Volksmusik und Kabarett ist für Jung und Alt einiges geboten. So schuhplattelt etwa die bereits seit 20 Jahren bestehende Gruppe der Schwuhplattler am 4. März um 14 Uhr und das Theater Maskara führt für Kinder ab fünf Jahren das Märchen der Gebrüder Grimm „Hans mein Igel“ am 11. März um 12 Uhr auf.

Im Abendprogramm ist unter anderen das Rudi Zapf Trio am 7. März um 20 Uhr zu sehen und zwar auf seiner Reise durch die Musik der westlichen und östlichen Welt mit Hackbrett, Knopfakkordeon, Geige und Kontrabass. Und am 6. März, ebenfalls um 20 Uhr, verleiht das Musikkabarett Faltsch Wagoni mit seinem Programm „Der Damenwal“ dem Element Wasser seine Stimme. Bei allen Veranstaltungen ist der Eintritt frei, aber die Platzzahl begrenzt. Deshalb: Rechtzeitig kommen und sich einen Platz sichern.

Der Infoflyer zum Programm liegt unter anderem in der Stadt-Information im Rathaus aus und steht im Internet unter muenchen.de/stadtteilkultur als Download bereit.

Angefangen hat alles 1977 mit einer von der Stadt initiierten Stadtteilwoche in Milbertshofen – Am Hart. Sie fand auf Freiluftbühnen statt und wurde mit einfachen Mitteln und wenig personellem Aufwand umgesetzt. Bereits damals lautete das Motto: Wir machen was. Der Großteil des Programms wird nämlich von denjenigen gestaltet, die dort leben. Sie bringen eigene Ideen und Programmpunkte ein. Zentral in einem Zirkuszelt sowie an weiteren Veranstaltungsorten im Viertel zeigen dann die Künstlerinnen und Künstler aus dem Stadtteil ihr Können in Kabarett, Musik, Poesie, Tanz und vielem mehr. Zudem gibt es Gastauftritte von bekannten Größen aus Münchens Kulturszene – und das bei freiem Eintritt.

Das Kulturreferat unterstützt die Planungen, koordiniert den Programmablauf und betreut das Festival. Das Budget kommt aus Fördermitteln der Bezirksausschüsse und der Stadt, die jedes Jahr 250.000 Euro für zwei Stadtteilwochen und die dreitägigen Kulturtage investiert. Davon werden zum Beispiel Mieten, Materialkosten, Gema-Gebühren und Gagen beglichen. Zudem steuert das Kulturreferat eine professionelle Veranstaltungstechnik bei, deren Entwicklung übrigens auch in der Ausstellung dokumentiert wird.

Im Laufe der Jahre hat sich das Festival zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt – mit bis zu 25.000 Besucherinnen und Besuchern.
In diesem Jahr finden die beiden Stadtteilwochen in Neuhausen – Nymphenburg und Schwabing-West statt sowie die Kulturtage in Untergiesing – Harlaching (die genauen Termine sind im Kasten zu finden).

Hier geht's zur Jubiläumsfeier

Stadtteilwochen und Kulturtage 2017

19. bis 21. Mai: Kulturtage Untergiesing – Harlaching
23. bis 29. Juni: Stadtteilwoche Neuhausen – Nymphenburg
7. bis 13. Juli: Stadtteilwoche Schwabing – West

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© Presseamt/Nagy
© © Presseamt/Nagy

Ein Netzwerk an Stadtteil-Kulturzentren

Mit dem neuen ubo9 gibt es jetzt über 30 kulturelle Treffpunkte in der Stadt

Seit Anfang diesen Jahres stehen den Aubingern und dem neu entstehenden Stadtteil Freiham weitere 500 Quadratmeter Fläche für Akteure aus Kultur und bürgerschaftlichem Engagement mit dem ubo9 zur Verfügung. Erstmals zum Jubiläum „1000 Jahre Aubing“ zwischengenutzt, wurde der Kulturtreff im Westen nun von der Stadt für 850.000 Euro saniert, so dass die Bürgerinnen und Bürger das Gebäude dauerhaft kulturell nutzen können. Kulturreferent Dr. Hans-Georg Küppers freut sich: „Der Ausbau der dezentralen Kultureinrichtungen, die den Münchnerinnen und Münchnern vor Ort dienen, ist mir ein besonders wichtiges Anliegen. Umso schöner, dass wir unserem Stadtteilnetzwerk gleich zu Beginn des Jahres 2017 mit dem Kulturtreff ubo9 einen weiteren Mosaikstein hinzufügen können.“

Auch in Hadern sind im letzten Sommer pünktlich zum 950sten Geburtstag des Stadtteils neue Räume für Kultur und Ehrenamt entstanden. Für 1,3 Millionen Euro baute die Stadt ehemalige Verkaufsflächen um. So findet sich jetzt das neue Guardini90 zusammen mit der Münchner Stadtbibliothek und der Münchner Volkshochschule (MVHS) unter einem Dach.

Das Netzwerk an Stadtteil-Kulturzentren reicht über das ganze Stadtgebiet –  vom Kulturzentrum 2411 im Norden über die Pasinger Fabrik im Westen und dem Giesinger Bahnhof im Süden bis zum Kulturzentrum Trudering im Osten. Insgesamt gibt es in München über 30 Räumlichkeiten, die als Treffpunkt  für kulturelle Aktivitäten dienen. Hinzu kommen 19 Außenstellen der MVHS und 21 Filialen der Stadtbibliothek. Drei Millionen Euro fließen jährlich in die Förderung der Stadtteil-Kulturzentren und ihrer Trägervereine.

Seit den 70er Jahren fördert die Stadt die Stadtteilkultur, die nicht nur jedem ermöglicht, Neues kennenzulernen oder selbst kulturell oder sozial aktiv zu werden, sondern auch ein gutes Miteinander unterstützt und die Identifikation der Bewohnerinnen und Bewohner mit ihrem Viertel stärkt.

Hier geht's zur Stadtteilkultur