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Verlängerung der Tram-Osttangente


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© © SWM/MVG

Das Straßenbahnnetz ist jetzt rund 82 Kilometer lang

Die neue Strecke der Tramlinie 25 verbindet Haidhausen mit Berg am Laim

Die Münchner Trambahn setzt ihre Erfolgsgeschichte mit einem weiteren Kapitel fort. Seit 11. Dezember verkehrt die Linie 25 vom Max-Weber-Platz bis zum S-Bahnhof Berg am Laim. Die 2,7 Kilometer lange Strecke verlängert damit die bereits 1997 eröffnete Osttangente, die vom Ostfriedhof zum Max-Weber-Platz führt. Damit ist ein weiterer wichtiger Schritt für eine zeitgemäße Mobilität getan, die Münchens Stadtentwicklung unterstützt.

Die ersten 1,4 Kilometer vom Max-Weber-Platz bis zum Betriebshof in der Einsteinstraße werden auf den bereits bestehenden Gleisen bestritten. Die etwa 1,3 Kilometer lange Neubaustrecke entlang der Truderinger Straße haben die Stadtwerke München (SWM) in nur knapp zehn Monaten Bauzeit errichtet. Die gesamte Strecke ist dank eigener Rasengleis-Trasse weitgehend unabhängig vom Individualverkehr, so dass die Fahrgäste schnell und störungsfrei vorankommen. Aber auch der angrenzende Straßenraum wird umgestaltet und verbreitert, um den Anforderungen des Auto- und Lieferverkehrs zu genügen. Zudem werden in der Truderinger Straße beidseitig Radverkehrsstreifen angelegt.

Mit dem Ausbau des Tramnetzes im Münchner Osten werden nicht nur die Geschäfts- und Gewerbestandorte zwischen Vogelweideplatz und Zamdorf an den bestehenden ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr) angebunden. Auch die etwa 16.000 Münchnerinnen und Münchner, die derzeit im Einzugsbereich der neuen Tramhaltestellen wohnen, haben mit der Tramstrecke direkten Anschluss zur U- und S-Bahn erhalten.
Oberbürgermeister Dieter Reiter ist begeistert: „Die neue Tram ist ein echter Zugewinn für den Münchner Osten – für die Anwohnerinnen und Anwohner ebenso wie für den wachsenden Hotel-, Büro- und Gewerbestandort. Ein attraktiver und leistungsfähiger Nahverkehr ist die beste Versicherung für Münchens Zukunft.“

Das Straßenbahnnetz wächst mit dieser Neubaustrecke auf rund 82 Kilometer an. Die Zahl der im Regelbetrieb bedienten Tram-Haltestellen steigt von 166 auf 172.

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Grünes Licht für die Tram-Westtangente

Trambahn-Tangenten sollen die Innenstadt-Strecken entlasten

Schon 1991 setzte München mit der im Stadtrat beschlossenen „Integrierten ÖPNV-Planung“ auf den Ausbau des Tramnetzes. Seither ist das Tramnetz auf rund 82 Kilometer angewachsen. Um die Innenstadt zu entlasten, kommt den  Tram-Tangenten eine besondere Bedeutung zu. Diese sind so angelegt, dass Stadtviertel direkt miteinander verbunden werden. Ein Umweg über das Zentrum ist nicht mehr notwendig.

Genau das ermöglicht die geplante Tram-Westtangente, die von Nymphenburg über Laim und Hadern bis nach Obersendling geht. Grünes Licht gab es dafür jetzt vom Stadtrat, der der überarbeiteten Planung zugestimmt hat. Bis Mitte diesen Jahres soll nun der Trassierungsbeschluss erfolgen.
Die von Schwabing kommende und derzeit am Romanplatz endende Linie 12 soll auf der Westtangente bis zur Aidenbachstraße weiterfahren. Die geplante Neubaustrecke führt vom Romanplatz über die Wotan-, Fürstenrieder und Boschetsrieder Straße zum Ratzingerplatz und endet am U-Bahnhof Aidenbachstraße. Sie ist knapp neun Kilometer lang und hat voraussichtlich 17 Haltestellen. Die  Tramstrecke bildet eine direkte Verbindung ohne Umsteigen und ohne Umwege über das Stadtzentrum.

Auch die geplante Tram-Nordtangente, die auf einem Teilstück von etwa einem Kilometer durch den Englischen Garten führen soll, hat einen besonders hohen verkehrlichen Nutzen. Mit einem nur zwei Kilometer langen Lückenschluss wäre eine rund acht Kilometer lange Verbindung von Schwabing bis nach Bogenhausen möglich und könnte wirksam die Innenstadt-Strecken entlasten.
Die Strecke würde vom Elisabethplatz über die Haltestellen Habsburger Platz, Giselastraße, Thiemestraße und Chinesischer Turm bis zur Tivolistraße führen. Die Schienen würden dort verlaufen, wo heute die Busse fahren. In Frage käme hier auch eine Rasengleis-Trasse.
Die MVG (Münchner Verkehrsgesellschaft) setzt seit langem auf diese Strecke und hat ihre Pläne auch weiter optimiert. So könnte die Passage durch den Englischen Garten ohne Oberleitungen gestaltet werden – dank neuer Akku-Technik. Trotzdem lehnt der Freistaat Bayern als Eigentümer des Englischen Gartens die Strecke bislang ab. Die Stadt will deshalb noch einmal das Gespräch suchen.

Eine weitere tangentiale Verbindung im Münchner Norden ist zwischen der U-Bahn-Haltestelle Am Hart Richtung Osten zur U-Bahn-Haltestelle Kieferngarten entlang der Heidemannstraße geplant. Zudem soll eine Streckenverlängerung der Tram 23 von Schwabing Nord bis zur Heidemannstraße führen. Die Strecken verlaufen durch das in der ehemaligen Bayernkaserne neu entstehende Stadtquartier und verbinden dieses mit den benachbarten Siedlungen. Eine U-Bahn-Verbindungsspange zwischen der U2 und U6 wird ebenfalls noch weiter geprüft, zusammen mit der Planung einer U-Bahn-Entlastungsstrecke von Sendling nach Schwabing (U9).