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„Diesen Schatz wollen wir heben“


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© Foto: AWM

Der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) setzt seine Bioabfall-Kampagne fort

Biomüll ist wertvoll: Jetzt mitmachen, sauber trennen und den Rohstoff sammeln

Aus welchem Rohstoff kann Ökostrom, Kompost und Blumenerde gewonnen werden? Genau, aus Bioabfall. Dieses wertvolle Abfallprodukt der Münchner Haushalte landet aber leider noch zu oft in der Restmülltonne und nicht in der braunen Biotonne.

„Diesen Schatz wollen wir heben“, sagt Axel Markwardt, Erster Werkleiter des Abfallwirtschaftsbetriebs München (AWM). Deshalb setzt der AWM seine in Neuhausen erfolgreich gestartete Kampagne fort. Dort hat sich nämlich die Menge der eingesammelten Bioabfälle im Untersuchungszeitraum verdoppelt.
Jetzt ist das Bioabfall-Mobil in der Maxvorstadt und im Juli dann in Schwabing unterwegs. Weitere Stadtgebiete folgen. Mit dabei haben die Mitarbeiter des AWM alle Infos rund um das Sammeln und die Verwertung von Biomüll.

Außerdem gibt es für jeden Haushalt einen Bioeimer, in dem der Küchenabfall gesammelt werden kann, bevor er in die braune Tonne kommt. Die Eimer in verschiedenen Farben gibt es auch gratis im AWM-Infocenter in Moosach, in der Halle 2 in Pasing und auf allen zwölf Wertstoffhöfen.

Der so gesammelte Wertstoff aus der braunen Biotonne wird in der Trockenfermentationsanlage zu Biogas vergoren und anschließend zu Ökostrom verstromt. Aus den Gärresten stellt der AWM dann hochwertigen Kompost und Münchner Erden her.

Wer mehr über den Prozess der Verwertung wissen möchte, ist hier richtig: awm.de/bioabfallkampagne. Dort sind auch die Termine und Standplätze des Bioabfall-Mobils zu finden. Außerdem ist das Infocenter des AWM unter 233-96200 für Fragen erreichbar.

Eine weitere Kampagne startet der AWM im Herbst – dann geht es darum, Coffee-To-Go-Becher zu vermeiden.

Das darf in die Biotonne

In die Biotonne gehören Essensreste jeglicher Art (roh und gekocht, auch Fleisch- und Fischreste), Gemüse- und Obstreste, Kartoffel-, Eier- und Nussschalen, Reste von altem Brot und sonstigen Backwaren, ebenso Kaffeesatz, Kaffeefilter, Kaffee-Pads und Teebeutel.
Auch Gartenabfälle wie Laub oder Gras und Pflanzen sollen rein.
Bitte aber keine Plastiktüten verwenden – auch keine abbaubaren, denn die stören bei der Verarbeitung.

Tipps gegen Geruch

Um der Geruchsbildung entgegenzuwirken hat der AWM folgende Tipps: Den Bioeimer wie auch die Biotonne in den Schatten stellen. Den Rand der Behälter ab und zu mit Essigwasser besprühen und regelmäßig reinigen.
Den Bioeimer mit etwas Zeitungs- und/oder Küchenpapier auslegen. Im handel gibt es auch entsprechende Papiertüten. Generell empfiehlt sich, die Bioabfälle trocken zu halten oder in Zeitungspapier einzuwickeln.

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© Foto: AWM

Problemstoffe umweltfreundlich entsorgen

Neben den Wertstoffhöfen des AWM gibt es zwei Giftmobile, die Problemmüll annehmen

Farb- und Lackreste, Imprägniermittel, Schädlingsbekämpfungsmittel, Energiesparlampen, Medikamente und viele weitere Problemstoffe kommen aus allen Bereichen des Haushalts. Die Verpackungen dieser Produkte sind ebenfalls Problemstoffe, auch wenn sie mit dem Zeichen eines dualen Systems markiert sind.

Damit diese Gifte nicht in der Restmülltonne landen, ermöglicht der AWM  nicht nur an seinen zwölf Wertstoffhöfen, den Problemmüll abzugeben, sondern schickt auch regelmäßig zwei Giftmobile durch die Stadt – und das bereits seit 30 Jahren. Das erste Giftmobil ging genau am 10. Juni 1987 auf Tour.

Die mobile Sammlung deckt Stadtbereiche ab, die relativ weit weg von einem Wertstoffhof liegen. Gesammelt wird derzeit an 52 Standplätzen in München und das 13 Mal im Jahr.
Die genauen Haltestellen und die Termine sind im Giftmobil-Fahrplan unter awm.de zu finden. Dieser liegt unter anderem auch in der Stadt-Information im Rathaus aus.

Und wer nicht genau weiß, welche Stoffe überhaupt Problemstoffe sind, kann sich im Abfall-Lexikon (auch unter awm.de) schlau machen. Außerdem beantworten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Infocenter des AWM unter 233-96200 umfassend Fragen.

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© Foto: AWM

Aus alt mach neu: Unikate aus Altkleidung

Der AWM gibt seine aussortierte Arbeitskleidung an den Sozialbetrieb Nähwerk

Alte Regenjacken werden zu Bezügen für Fahrradsattel, Hosen zu Hundespielzeug und Poloshirts zu kleinen Teppichen. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, wenn es heißt, aus vermeintlich wertlosem Abfall schöne und nützliche Dinge entstehen lassen. Dabei wird nicht nur recycelt, sondern sogar aufgewertet. Es findet also ein sogenanntes Upcycling statt.
Der AWM liefert für diesen Ressourcen-schonenden und Abfall-vermeidenden Prozess seine alte Arbeitskleidung kostenlos an das Nähwerk – einen Betrieb der gemeinnützigen Einrichtung Weißer Rabe. Im Nähwerk arbeiten, wie in allen Betrieben des Weißen Raben, Menschen mit Unterstützungsbedarf mit Profis zusammen. Damit fördert der AWM auch lokale Sozialbetriebe – ein zweiter wichtiger Aspekt dieser Kooperation.

Das Nähwerk in der Schwanthalerstraße 79 ist Boutique, Schneiderei und Café in einem. In der Boutique werden hochwertige Mode aus zweiter Hand und die in der Schneiderei angefertigten Artikel verkauft. Das Café lädt zum Verweilen im Laden ein und bietet Speisen sowie Kaffee und Kuchen.  
Alle Informationen sind zu finden unter naehwerk.de.