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Partnerschaftlich zur Lohngerechtigkeit


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© © Presseamt/Nagy

Aktionstag auf dem Marienplatz bietet ein lebhaftes Programm und viele Infos

Equal Pay Day – am 18. März ruft das Münchner Aktionsbündnis zum Mitmachen auf

Knapp drei Monate müssen Frauen länger als Männer arbeiten, um den gleichen Lohn zu bekommen – denn der durchschnittliche Entgeltunterschied in Deutschland beträgt derzeit 21, in Bayern sogar 25 Prozent. Ursachen sind die Unterbrechung der Berufstätigkeit wegen Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen, die Wahl typischer und damit geringer bezahlter Frauenberufe und der kleinere Anteil von Frauen in Führungspositionen. Sieben Prozent beträgt der Unterschied immer noch bei gleicher Qualifikation.

Um auf dieses Missverhältnis aufmerksam zu machen, findet in Deutschland seit 2008 jährlich der Equal Pay Day (EPD) statt, und zwar an dem Tag, bis zu dem Frauen rein rechnerisch unentgeltlich arbeiten. In diesem Jahr ist das der 18. März, an dem deshalb deutschlandweit über 1.000 Aktionen stattfinden.

In München fordert das EPD Aktionsbündnis von 15 bis 17 Uhr auf dem Marienplatz mehr Lohngerechtigkeit ein und zum Mitmachen auf. Unter dem Motto „Endlich partnerschaftlich durchstarten“ findet auf der Bühne vor dem Rathaus ein informatives und unterhaltsames Programm statt.
So zeigen Expertinnen der Stadt sowie aus Frauenverbänden und der freien Wirtschaft Ursachen und Folgen der Lohnungleichheit auf. Außerdem demonstrieren Coaches, wie erfolgreiche Gehaltsverhandlungen laufen. Selbst mitmachen kann man unter anderem beim symbolischen Auswaschen des roten Geldbeutels. Dazwischen sorgt die Trommelgruppe „Münchner Ruhestörung“ dafür, dass der Protest nicht überhört wird, und das Perfomance-Duo MIME*sissies geht das Sujet mit Humor an – Frau Warmer-Händedruck und Frau Trost-Pflaster haben einiges zu sagen.

Weitere Veranstaltungen rund um den EPD finden noch bis Ende April statt. Das gesamte Programm ist unter muenchen.de/equal-pay-day und in einem Flyer, der in der Stadt-Information im Rathaus ausliegt, zu bekommen.

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Hier findet Chancengleichheit statt

Die Stadt fördert die berufliche Gleichstellung mit einer Vielzahl von Maßnahmen

Die Stadt München kämpft seit Langem aktiv für die Gleichstellung von Frauen und Männern. Als Arbeitgeberin fördert sie den beruflichen Wiedereinstieg, erleichtert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und fördert Frauen in Führungspositionen. 2016 hat sie daher auch die Leitsätze für die betriebliche Gleichstellung erneut fortgeschrieben. Daraus ergeben sich eine Reihe neuer Maßnahmen, wie etwa den Frauenanteil bei den Führungspositionen in der höchsten Qualifikationsebene weiter zu erhöhen oder den Väteranteil bei Elternzeit zu steigern.

Für diese vorbildliche Gleichstellungspolitik erhielt die Stadt bereits sechs Mal in Folge das Prädikat „Total E-Quality“. Mit dieser Auszeichnung werden Organisationen prämiert, deren Personalpolitik nachweisbar auf Chancengleichheit ausgerichtet ist. Der Erfolg lässt sich sehen: 47,2 Prozent der Führungspositionen werden derzeit bei der Stadt von Frauen besetzt.

Aber nicht nur im eigenen Haus setzt die Stadt auf Chancengleichheit. Im Rahmen des Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramms (MBQ) unterstützt sie ein ganzes Bündel an Maßnahmen, um gleiche Chancen für Frauen am Arbeitsmarkt zu fördern. So hilft das Programm power_m unter anderem dabei, die Pflege von Familienangehörigen mit dem Beruf in Einklang zu bringen. Frauen, die beruflich wieder einsteigen, umsteigen oder aufsteigen wollen, können sich an die MOVE Servicestelle wenden, und Frauen, die sich selbstständig machen möchten, an guide, die Münchner Initiative für Existenzgründerinnen. Die Stadt verlieh diesem Projekt gerade den Anita Augspurg Preis 2016, um sein erfolgreiches Engagement zu würdigen.

Außerdem haben sich mit dem Münchner Memorandum für Frauen in Führung 18 Münchner Unternehmen, darunter die Landeshauptstadt München, dazu verpflichtet, eine ausgewogene Beteiligung von Frauen auf allen Hierarchie-Ebenen und in allen verantwortlichen Positionen zu erreichen. Grundlage ist ein gemeinsam erarbeiteter 15-Punkte-Plan, der etwa die Etablierung innovativer Arbeitszeitmodelle, eine transparente Leistungsbeurteilung und effiziente Maßnahmen der Weiterbildung enthält.

Ausführliche Informationen zur städtischen Förderung der beruflichen Gleichstellung gibt es im Internet unter muenchen.de/mbq.

 

 

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Ein klares Zeichen für ein buntes München

Internationale Wochen gegen Rassismus bieten noch bis 28. März ein vielfältiges Programm

Unter dem Motto „Zusammen gegen Rassismus – 100 Prozent Menschenwürde“ steht das Münchner Programm der Internationalen Wochen gegen Rassismus, koordiniert von der kommunalen Fachstelle für Demokratie. Noch bis 28. März wird das Thema von zahlreichen Institutionen, Organisationen und Vereinen aus der Münchner Stadtgesellschaft künstlerisch, wissenschaftlich und pädagogisch beleuchtet.

Die insgesamt mehr als 60 Veranstaltungen reichen von Vorträgen, Lesungen und Podiumsdiskussionen über DJ-Workshops, Konzerte, Theater- und Filmvorstellungen bis hin zu Aktionen im öffentlichen Raum.

Oberbürgermeister Dieter Reiter ruft dazu auf, ein klares Zeichen für ein buntes München zu setzen: „Wer die Grundwerte unseres demokratischen Gemeinwesens schützen und verteidigen will, stellt sich gegen Ausgrenzung, gegen Hass und gegen jede Form von Menschenfeindlichkeit.“

Alle Informationen zu den Wochen gegen Rassismus sind zu finden unter muenchen.de/gegen-rassismus. Ein Flyer ist zudem in der Stadt-Information im Rathaus erhältlich.