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Das eigene Wohnumfeld mitgestalten


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© © Rudi Hassenstein

11. Münchner Wohnprojekttag am 10. und 11. März im Gasteig

Interesse an Baugenossenschaften und Baugemeinschaften wächst ständig

Gemeinsam planen und bauen – unter dieser Devise schließen sich immer mehr Menschen in München in Baugemeinschaften und Baugenossenschaften zusammen. Sie wollen nicht nur die eigene Wohnung, sondern auch das Wohnumfeld mitgestalten und in guter Nachbarschaft leben.

Am 10. und 11. März findet nun der 11. Münchner Wohnprojekttag im Gasteig, Rosenheimer Straße 5, statt. Interessierte können Wohnprojekte besichtigen, Gleichgesinnte treffen und Antworten von Fachleuten bekommen.

Bei freiem Eintritt präsentieren sich am Samstag, 11. März, von 12 bis 19 Uhr zahlreiche Miet- und Baugemeinschaften sowie Baugenossenschaften in einer Ausstellung. Dort beraten und informieren auch die mitbauzentrale münchen und die Wohnwerkstatt Urbanes Wohnen, die gemeinsam mit der Münchner Volkshochschule den Tag veranstalten. Ab 17.30 Uhr stellen sich zudem auf der Wohnprojekt-Börse viele Gruppen in Blitzlicht-Präsentationen vor. Zum Beispiel das Projekt „Wohnen für Hilfe“, das Studierende und Seniorinnen und Senioren zusammenbringt, oder die Initiative „Wohnen ohne Auto“, die bereits einige Wohnprojekte für autofreies Wohnen ins Leben gerufen und betreut hat.

Für eine Tagungsgebühr von 25 Euro finden außerdem am Freitag,
10. März, ab 17 Uhr und am Samstag, 11. März, ab 13 Uhr Vorträge im Kleinen Konzertsaal statt. Sie informieren über Chancen, die Wohnprojekte bieten, und geben Tipps für alle, die diesen Weg gehen wollen. Und wer es genau wissen will, kann am Samstag ab 10 Uhr an einer der fünf Führungen zu Wohnprojekten wie etwa am Ackermannbogen oder im Domagkpark teilnehmen – das ist auch in der Tagungsgebühr enthalten. Um Anmeldung per E-Mail an ute.geyer@mvhs.de wird gebeten, Fragen zur Anmeldung werden per Telefon unter 72 10 06-31 beantwortet.

Alle Informationen zum 11. Münchner Wohnprojekttag sind zu finden unter mitbauzentrale-muenchen.de.

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© © WOGENO München eG

Die Stadt fördert das gemeinschaftliche Bauen

Grundstücke ausweisen, Finanzierung ermöglichen und beraten

Baugenossenschaften und Baugemeinschaften leisten in München einen wichtigen Beitrag für mehr bezahlbaren Wohnraum. Sie greifen das steigende Interesse an gemeinschaftlichen Wohnformen auf, legen Wert auf ökologisches Bauen und klimafreundliche Mobilität und tragen zu einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung bei. Die Stadt hat sich daher zum Ziel gesetzt, gemeinschaftliches Bauen bestmöglich zu fördern.
Etwa indem sie kleine Flächen nur an Baugemeinschaften vergibt, wie zum Beispiel an der Elisabeth-Baerlein-Straße in (Alt-)Riem, wo rund 30 Wohneinheiten errichtet werden können. Die Ausschreibung erfolgt noch in diesem Frühjahr. Zudem sind in großen Siedlungsgebieten 20 bis 40 Prozent der Flächen für gemeinschaftliches Bauen vorgesehen. In diesem Jahr werden so allein im 1. Realisierungsabschnitt des 1. Bauabschnitts in Freiham Nord etwa 370 Wohneinheiten für Genossenschaften und rund 180 Wohneinheiten für Baugemeinschaften ausgeschrieben.

Daneben bietet die Stadt verschiedene Fördermöglichkeiten. Mit dem München Modell etwa gibt es sowohl für Genossenschaftsmitglieder als auch für Baugemeinschaften finanzielle Unterstützung beim Erwerb von Eigentum. Mithilfe des Konzeptionellen Mietwohnungsbaus (KMB) werden zudem Münchnerinnen und Münchner, die knapp über der Einkommensgrenze für Fördermodelle liegen, unterstützt. Außerdem gewährt die Stadt Haushalten, die nicht in der Lage sind, Genossenschaftsanteile zu kaufen, ein zinsloses Darlehen.
Auch berät und informiert die eigens von der Stadt beauftragte mitbauzentrale münchen (Beratungsangebot und Kontakt siehe Kasten) rund um das Thema gemeinschaftliches Bauen. Mit ihrer Hilfe haben sich seit 2015 fünf neue Wohnbaugenossenschaften gegründet. Das ist deshalb besonders erfreulich, da die letzte Neugründung immerhin 16 Jahre zurückliegt.

Von 2000 bis 2016 wurden auf städtischen Grundstücken rund 1.500 Wohnungen durch Baugenossenschaften und Baugemeinschaften fertig gestellt. An den aktuellen Zahlen zu gemeinschaftlichen Bauvorhaben zeigt sich, dass die verstärkte Förderung durch die  Stadt Früchte trägt: Derzeit sind knapp 1.000 Wohnungen in Bau oder konkret geplant wie zum Beispiel in den großen Siedlungsgebieten Prinz-Eugen-Park oder Messestadt Riem. Darüber hinaus sind in den nächsten Jahren allein für Genossenschaften um die 1.500 Wohneinheiten an Standorten wie in der Bayernkaserne oder in Freiham Nord vorgesehen.

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Gut beraten in der mitbauzentrale

Wer ein gemeinschaftsorientiertes Wohnprojekt auf den Weg bringen will oder sich einer Initiative anschließen möchte, ist bei der mitbauzentrale münchen richtig. Das Team bietet in allen Fragen des gemeinschaftlichen Bauens und Wohnens Beratung – und das kostenlos. Insbesondere auch am Wohnungsmarkt benachteiligte Menschen, Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Behinderungen sowie ältere Menschen finden hier Unterstützung.

Die persönliche Beratung findet in der Schwindstraße 1 dienstags von 10 bis 14 Uhr und mittwochs von 15 bis 19 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung statt. Regelmäßig werden auch kostenlose Themenabende organisiert. Alle Informationen zur Beratungsstelle und zum gemeinschaftlichen Bauen sind unter mitbauzentrale-muenchen.de zu finden.