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Die Frage nach Wahrheit und Fiktion


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© Juliana Krohn

Das literarische Festival lädt zu einem abwechslungsreichen Programm ein

Vom 15. November bis 3. Dezember findet das 8. Literaturfest in München statt

München ist einer der weltweit führenden Verlagsstandorte. Rund 140 Verlage veröffentlichen hier jährlich über 8.000 Buchtitel in Erstauflage und erzielen einen Umsatz von über 1,2 Milliarden Euro.

Beste Voraussetzungen, um in der Isarmetropole das Literaturfest zu feiern. In diesem Jahr findet das Festival zum achten Mal statt. Vom 15. November bis 3. Dezember nehmen rund 80 internationale Autorinnen und Autoren an dem Fest teil, das sich aus dem forum:autoren, dem Programm des Literaturhauses München und der 58. Münchner Bücherschau zusammensetzt.

In diesem Jahr steht das forum:autoren unter dem Motto „Alles Echt. Alles Fiktion.“ In Lesungen, Performances, Filmpräsentationen, Vorträgen und Diskussionen geht es um die Frage nach Wahrheit und Fiktion in Literatur, Film und Medien. So werden etwa „Filme gelesen“ wie beispielsweise die Dokumentation „Capturing the Friedmans“ über einen nicht restlos aufgeklärten Kriminalfall: Doku oder Dichtung? Kuratiert wird das forum:autoren von Doris Dörrie.

Das Literaturhaus nimmt das Thema des forum:autoren in ihr Festivalprogramm auf und präsentiert dabei bekannte Autoren und Neuerscheinungen 30 unabhängiger Verlage und deren Programme auf dem Markt „Andere Bücher braucht das Land“. Außerdem bietet es mit der Bar Panoptikum einen zentralen Treffpunkt mit besonderem Ambiente inklusive  Wachsfigurenkabinett. Ab 22 Uhr gibt es zudem immer Livemusik, Performances und Kurzlesungen.

Die Qual der Wahl haben Besucherinnen und Besucher bei den 20.000 Neuerscheinungen, die auf der 58. Münchner Bücherschau im Gasteig zu finden sind. Daneben gibt es Lesungen von bekannten deutschsprachigen Autoren wie Wigald Boning, Ulrich Wickert oder Simone Buchholz. Im Kinder- und Familienprogramm werden Lesungen etwa zum neuen Sams-Buch von Paul Maar oder die Papier-, Text-, Druck- und Buchbindewerkstätten zum Mitmachen geboten.

Das Literaturfest München wird veranstaltet vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels – Landesverband Bayern und dem Literaturhaus München in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München, die etwa ein Viertel der Kosten trägt.

Das Programm ist unter literaturfest-muenchen.de sowie in einer Broschüre, die im Gasteig und im Literaturhaus ausliegt, zu finden. Der Vorverkauf von Karten läuft bereits.

So fördert die Stadt das literarische Leben

Im Rahmen des Literaturfests wird am 20. November der Geschwister-Scholl-Preis an Hisham Matar für sein Buch „Die Rückkehr. Auf der Suche nach meinem verlorenen Vater “ verliehen. Gemeinsam mit dem bayerischen Landesverband des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels vergibt die Stadt jährlich den mit 10.000 Euro dotierten Preis.

Mit weiteren Auszeichnungen wie etwa dem Literaturpreis, dem Übersetzer- oder dem Publizistikpreis würdigt und fördert die Stadt schriftstellerische Leistungen. Außerdem vergibt die Stadt jährlich mit je 6.000 Euro dotierte Arbeits- und Literaturstipendien.

Neben dem Literaturfest werden weitere Festivals und Lesereihen, wie etwa das Krimifestival und die Bücherschau junior, oder auch Autoreninitiativen und Lesungen in Buchhandlungen unterstützt.

1993 gründete die Stadt gemeinsam mit Verlegern und Buchhändlern die Stiftung „Buch-, Medien- und Literaturhaus München“, die das Literaturhaus betreibt. Die Stadt vergibt das Nutzungsrecht für das Gebäude und gewährt einen jährlichen Zuschuss zum Programm von 400.000 Euro.
Das Lyrik Kabinett und die Internationale Jugendbibliothek sind weitere Institutionen, die von der Stadt gefördert werden.

Eine Übersicht über die Förderung des literarischen Lebens ist auf muenchen.de/literatur zu finden.

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© Presseamt/Nagy

Die digitale Welt der Münchner Stadtbibliothek

eBooks, eAudios, eVideos und ePaper sowie Tipps, Infos und Austausch direkt online

Mit jährlich über fünf Millionen Besucherinnen und Besuchern ist sie eines der ältesten Sharing-Systeme der Stadt – die Münchner Stadtbibliothek. Seit mehr als 170 Jahren gibt es sie. Inzwischen ist die Stadtbibliothek mit ihren 2,6 Millionen Medien das größte kommunale Bibliothekssystem Deutschlands.

Die Zeiten, in denen Bibliotheken aber nur gedruckte Bücher verliehen haben, sind längst vorbei. Auch die Münchner Stadtbibliothek bietet ein breites Angebot an digitalen Medien an.

Knapp 55.000 elektronische Bücher, Hörbücher, Videos, Lernkurse, Zeitungen und Magazine stehen zur Ausleihe bereit. Schon seit 2007 können die Nutzerinnen und Nutzer über die Onleihe  München digitale Medien direkt auf einen eReader, den PC, auf ein Tablet oder ein Handy laden. Für Android oder iOS gibt es zudem die Onleihe App,  mit der man Medien verwalten und anhören kann.

Für englische Native Speaker oder Englisch-Lernende gibt es seit letztem Jahr zudem die Plattform OverDrive. Etwa 4.200 eBooks stehen zur Verfügung. Auch eine Auswahl an Read-Along eBooks für Kinder und Jugendliche sind auf der Plattform zu finden, also Lesebücher in Schrift und Ton.
Englischsprachige Hörbücher sind außerdem in der Naxos Spoken Word Library zu finden. Der Fokus der etwa 5.000 eAudios liegt auf britischer und amerikanischer Literaturgeschichte.

Und wer sich mit der internationalen Presse auf dem Laufenden halten möchte, hat im PressReader Zugriff auf 7.500 Zeitungen und Magazine aus 100 Ländern in über 60 Sprachen.

Auch in den sozialen Medien ist die Münchner Stadtbibliothek vertreten, damit die Nutzerinnen und Nutzer über Bücher, Filme, Musik und Games ins Gespräch kommen können. Und auf ihrem Blog finden sich neben Besprechungen auch vielfältige Beiträge rund um Services und Produkte.
Alle digitalen Angebote sind über www.muenchner-stadtbibliothek.de
erreichbar. Und für wen die elektronische Literatur noch ein Buch mit sieben Siegeln ist, kann sich bei einer der eBook-Sprechstunden schlau machen. Der nächste Termin ist im Gasteig am Samstag, 25. November, 14 Uhr.