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Kreativer Hotspot mitten in der Stadt


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© Presseamt/Nagy

Das Ruffinihaus wird bis zu seiner Sanierung ab Januar 2018 zwischengenutzt

Kompetenzteam unterstützt die Kultur- und Kreativbranche, die enorme Wirtschaftskraft hat

„inmitten kreativ“ – so lautet das gerade gestartete Projekt im Ruffinihaus. Kultur- und Kreativschaffende wie Architekten, Autoren oder Software-Entwickler kommen hier unter einem Dach zusammen. Bis Januar 2018, wenn die Sanierung des Hauses ansteht, belegt das bunte Volk über 50 Räume auf zwei Etagen und zwei Läden im Erdgeschoss. Das traditionsreiche Gebäude am Rindermarkt wird damit temporär zum Hotspot der innovativen Kultur- und Kreativbranche.

Diese Branche zu unterstützen ist Ziel der Stadt. Denn München ist ein Kreativstandort von europäischem Rang. Das zeigt nicht nur der aktuelle Vergleichsmonitor der EU-Kommission, in dem München nach Paris an zweiter Stelle steht. Auch die Zahlen der Metropolregion München sprechen für sich: Rund 55.000 Selbständige und Unternehmen erreichen einen Gesamtumsatz von knapp 23 Milliarden Euro pro Jahr. Mit etwa 125.000 Beschäftigten steht die Branche nach der Autoindustrie und dem Baugewerbe an dritter Stelle.

Im Ruffinihaus können sich die Akteure einerseits direkt vernetzen und Synergien nutzen und sich andererseits sichtbar machen: Das Haus ist nämlich über den gesamten Zeitraum öffentlich zugänglich. Zu sehen sind dabei etwa die Werke der griechischen Künstlerin und Fotografin Fotini Potamia, die über das Künstlerhaus Villa Waldberta in München Fuß gefasst hat. Sie wird in einem der Räume arbeiten. Kennenlernen kann man auch die Urbanauten, die bereits einige Projekte im öffentlichen Raum umgesetzt haben, etwa den Kulturstrand. Auch dabei ist der Modedesigner Daniel Wingate, der mit einem Arbeitsraum und einem Showroom seine eigene Kollektion hautnah erleben lässt. Und in einem der Shops im Erdgeschoss gibt es Eierlikör von myeier.de.

Insgesamt sind etwa 120 Kreative aus allen elf Teilmärkten der Branche vertreten – also aus der Musik-, Film- oder Rundfunkwirtschaft, aus dem Markt für Darstellende Künste, aus dem Buch-, Kunst- oder Architekturmarkt, aus der Designwirtschaft, dem Presse- oder Werbemarkt und aus der Software/Games-Industrie.
Zudem gibt es Führungen durch das Haus, Workshops und Vorträge. Infos dazu auf dem Blog inmittenkreativ.de.
Anlaufstelle ist außerdem montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr der Infopoint im ersten Stock.

Ermöglicht wird die Zwischennutzung vom städtischen Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft. Schon seit September 2014 berät das Team rund um den Leiter Jürgen Enninger zu Finanzierung, bei Raumnot, bei der Vernetzung und der Positionierung. In diesem Jahr hat der Stadtrat beschlossen, die befristete Einrichtung in eine dauerhafte umzuwandeln.
Details zur Kreativwirtschaft sind zu finden unter kreativ-muenchen.de.

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© COCO Monaco

Schaffensorte für die Branche

Wo die Kultur- und Kreativwirtschaft noch zu finden ist

Nicht nur im Ruffinihaus ermöglicht das Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft eine Zwischennutzung (siehe Artikel oben). Auch an anderen Orten in der Stadt ist es fündig geworden und bietet diversen Akteuren aus der Branche Raum, um zu gestalten und ihre Projekte oder Produkte den Münchnerinnen und Münchnern zu präsentieren.

So ist ein Schaufenster in der Donisl Passage, direkt neben dem Caféhaus  Woerner‘s am Marienplatz, bereits seit Juni letzten Jahres jeweils für sechs bis acht Wochen Showroom für Kreative.
Direkt am Marienplatz 1 findet sich zudem das COCO Monaco, ein temporäres Kaufhaus, in dem Hochwertiges aus den Bereichen Mode, Accessoires, Interior Design, Beauty und Kulinarik von Münchner Jungunternehmern angeboten wird. Geöffnet ist der Store noch bis 31. Dezember. Infos, auch zu dort stattfindenden Events, sind unter facebook.com/munichartisanstore zu finden.

Und auch an der Münchner Freiheit  wird bis zur 2018 anstehenden Sanierung das ehemalige „Café im Forum“ in der Unterführung als Schaffensort zwischengenutzt. Bis Mitte November bespielen junge Architekten den Raum als Galerie, Forum, Kommunikationsort, Café, Bar, Shop, Plattform und Open office in einem. Impressionen sowie alle Veranstaltungen von „By Prinzip“ sind auf Facebook zu finden.

Danach übernehmen die Videokünstlerinnen Cendra Polsner und Betty Mü bis Ende Januar 2018 mit Performance und Installation. Im Februar und März 2018 ist dann ein Co-Working für Start-ups unter dem Titel „Hang out“ in Planung. Die Initiatoren wollen einen niedrigschwelligen Arbeitsort schaffen, der offen für alle und inklusiv sein soll.

Geld für Projekte

Mit Crowdfunding fördern

Wie kann ich meine Ausstellung, mein Start-up oder mein soziales Projekt finanzieren? Neben der Raumsuche ist das natürlich eine der dringlichsten Fragen, die sich junge Kreative stellen. Um auch hier Unterstützung zu bieten, hat das Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft eine Plattform für Crowdfunding-Projekte ins Leben gerufen. Unter kreativ-muenchen-crowdfunding.de sind ausgewählte Projekte Münchner Kreativschaffender zu finden, die nach Förderern suchen.

Zudem lobt das Kompetenzteam gemeinsam mit whiteBOX den ersten Münchner Crowdfunding-Wettbewerb  stadt.raum.kunst aus. Elf Projekte, die  einen Bezug zum Stadtraum München  haben, sind dabei. Wer die meisten Unterstützer für sein Vorhaben findet, bekommt eine Prämie. Außerdem gibt es einen Jury- und einen Publikumspreis. Im Topf sind insgesamt 10.000 Euro.
Den Abschluss findet der Wettbewerb am 19. November auf der „Wahlparty“ in der whiteBOX, Atelierstraße 18. Dort stellen sich final nochmal alle Projekte vor. Jury und Publikum entscheiden dann, wer der Gewinner ist. Alle Interessierten sind eingeladen zu kommen.
Infos zur Party sowie zu den Projekten sind unter stadtraumkunst-muenchen.de zu finden.