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Unterwegs in München – gewusst wie


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© Tobias Hase

Zielgruppengerechte Angebote helfen, die Verkehrsbelastung zu minimieren

EU-Auszeichnung für das Mobilitätsmanagement-Programm „Gscheid Mobil“

Wie sieht ein erfolgreiches Konzept für moderne Verkehrsplanung aus? Etwa so wie das Mobilitätsmanagement-Programm „München – Gscheid Mobil“.  Das wurde in diesem Jahr vom Europäischen Programm für nachhaltige Stadtentwicklung URBACT mit der Auszeichnung „Good Practice City“ jetzt bestätigt.

„Gscheid Mobil“ hat zum Ziel, unnötigen Verkehr zu vermeiden und die damit verbundenen Kosten und Belas-tungen zu minimieren. Der besondere Ansatz ist ein zielgruppengerechtes Angebot an Beratung, Information und Motivation.
Unter der Dachmarke „München – Gscheid Mobil“ finden sich etwa das Mobilitäts-Paket „Go!Family“ für werdende Eltern sowie Eltern mit Babys. Es beinhaltet kostenlose oder kostengünstige Testangebote für verschiedene Fahrräder, für den öffentlichen Nahverkehr oder für Carsharing.

Zum Programm gehören auch der von Green City e.V. organisierte „Bus mit Füßen“, bei dem fünf bis acht Grundschulkinder begleitet von einem Erwachsenen jeden Tag zu Fuß zur Schule gehen, oder Band- und Theater-Projekte für Kinder und Jugendliche, die sich mit dem Thema Mobilität befassen.

Ebenso das Betriebliche Mobilitätsmanagement oder der Mobilitäts-Ordner für Neubürger sind in dem Beratungspaket zu finden. Auch Migranten oder Senioren bekommen Angebote, die auf ihre Ansprüche zugeschnitten sind. Außerdem sind unter dem Portal www.gscheid-mobil.de alle Alternativen, die man in München zum eigenen Auto nutzen kann, zusammengefasst – etwa die Angebote von Bus und Bahn, Radlverleih oder Carsharing.

Alle Informationen zu dem Mobilitätsmanagement-Programm und seinen Angeboten und Projekten sind unter muenchen.de Stichwort „Gscheid Mobil“ zu finden.

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© Presseamt/Nagy

Ein Modellquartier für urbane Mobilität

Domagkpark und Parkstadt Schwabing nehmen am EU-Projekt Civitas Eccentric teil

Prinz-Eugen-Park, Bayernkaserne, Freiham oder Domagkpark – sie alle sind große Münchner Neubauviertel. Und bei allen gilt, das Thema Mobilität zukunftsorientiert zu gestalten.

Der Domagkpark spielt dabei eine besondere Rolle, da er zusammen mit der benachbarten Parkstadt Schwabing Testfeld für neue Formen von Mobilität ist. Denn die Stadt nimmt an dem mit vier Millionen Euro geförderte EU-Forschungsprojekt Civitas Eccentric zur Förderung nachhaltiger urbaner Mobilität teil. In dem Modellquartier wird es ein umfassendes Mobilitätsangebot für Bewohner und Erwerbstätige geben.

Bereits im Mai 2016 eröffnete die Stadt schon Münchens erste E-Sharing-Station im Domagkpark, die nun im Zuge des Modellprojekts erweitert wird. So sollen noch drei weitere Sharing-Stationen entstehen und es  werden ein neues Elektroleichtfahrzeug und ein elektrisch unterstütztes Dreirad für Menschen mit leichten Bewegungseinschränkungen entwickelt und erprobt. Eine Mobilitäts-App für Seh- und Hörgeschädigte, ein Conciergedienst sowie umweltfreundliche Verteilstationen stellen weitere Angebote dar.

Auch wird das Mobilitätsmanagment „München – Gscheid Mobil“ (siehe Artikel oben) flächendeckend angewandt. Außerdem gehören eine softwaregestützte Verbesserung der Verkehrssicherheit wie auch ein generationsübergreifendes Mobilitätstraining zu den  insgesamt elf Maßnahmen des Forschungsprojekts.

Die Erkenntnisse aus dem Modellquartier sollen in zukünftige Planungen fließen. Außerdem steht München im Erfahrungsaustausch mit den anderen europäischen Teilnehmerstädten Madrid, Stochholm, dem bulgarischen Ruse und Turku in Finnland.

Wer mehr über das Forschungsprojekt wissen möchte, findet unter muenchen.de/eccentric alle Informationen dazu.

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© City2Share

City2Share erkundet neue Wege der Mobilität

Forschungsprojekt für Elektromobilität in zentral gelegenen Stadtvierteln

Weniger Verkehr mit weniger Emissionen für mehr Lebensqualität mit besserer Mobilität – so lautet auch das Ziel von City2Share. Nur – wie kann das in zentral gelegenen Vierteln gelingen?

Um das herauszufinden, beteiligt sich München an dem mit 5,8 Millionen Euro geförderten Forschungsprojekt City2Share zum Thema Elektromobilität. In den Modellquartieren Untersendling und Isarvorstadt werden dazu vier unterschiedlich ausgestattete Mobilitätsstationen mit E-Fahrzeugen, Stellplätzen für Carsharing-Autos, Pedelecs und Ladestationen entstehen.
Außerdem wird es einen Testlauf mit drei Verteilstationen geben. Eine davon wurde im Juli diesen Jahres im Glockenbachviertel eingerichtet: Ein UPS-Paket-Container wird morgens im Quartier aufgestellt und abends wieder abgeholt. Tagsüber liefern Boten die Sendungen per Lastenrad an die Haushalte.

Konzepte und Lösungen sollen zudem mittels Bürgerbeteiligung diskutiert und umgesetzt werden. So sind am 7. Oktober von 14 bis 18 Uhr die Anwohnerinnen und Anwohner aus den beiden Stadtteilen zur ersten Quartierswerkstatt in die Nußbaumstraße 1 eingeladen.
Alle Infos zum Forschungsprojekt und zum Bürgerworkshop sind unter muenchen.de/city2share zu finden.