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Milliardenschwere Schulbauoffensive


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© Presseamt/Nagy

Die Stadt treibt Deutschlands größtes kommunales Bildungsbauprogramm voran

Der Stadtrat hat in diesem Sommer bereits die zweite Ausbaustufe beschlossen

Im Jahr 2030 werden knapp 113.000 Schülerinnen und Schüler in München einen Schulplatz brauchen – das sind rund 11.700 mehr als im letzten Schuljahr. Mit dem Aktionsprogramm Schul- und Kita-Bau 2020 hat die Stadt daher im November 2014 das deutschlandweit größte kommunale Bildungsbauprogramm verabschiedet.

In vier aufeinander folgenden Ausbauprogrammen sollen insgesamt rund neun Milliarden Euro investiert werden. Denn neben zahlreichen Erweiterungen und Generalsanierungen ist ein zusätzlicher Bedarf an 24 Grundschulen, zwei Mittelschulen, drei sonderpädagogische Förderzentren, fünf Realschulen, sieben Gymnasien und vier beruflichen Schulzentren ermittelt worden. 45 Schulen müssen bis 2030 also komplett neu errichtet werden.

Um schneller bauen zu können, werden mehrere Bauvorhaben zusammengefasst und gesammelt vom Stadtrat beschlossen. Außerdem wurde ein Standard-Raumprogramm für jede Schulart festgeschrieben, so dass auch die Planungszeiten deutlich verkürzt werden können.
Auch die Mittel für den Bauunterhalt wurden massiv erhöht und die Schulleiter haben nun ein eigenes Budget für Schönheitsreparaturen.

Mit dem ersten Schulbauprogramm wurden im Februar 2016 bereits 31 Baumaßnahmen mit dem Schwerpunkt Grundschulen für 1,486 Milliarden Euro genehmigt. Die Fertigstellung der meisten Maßnahmen ist bis zum Schuljahr 2020/2021 geplant.

Mit dem in diesem Sommer beschlossenen zweiten Programm fließen weitere 2,375 Milliarden Euro in den Schulbau. Insgesamt sind es 38 Maßnahmen, die sich vorwiegend auf Realschulen, Gymnasien und Berufsschulen beziehen. Der Großteil der Maßnahmen soll bis 2023 realisiert werden.
Im letzten Jahr sowie bis 2019 fertiggestellt wurden und werden zudem weitere 16 Maßnahmen, für die 679 Millionen Euro investiert wurden. Außerdem fließen rund 528 Millionen Euro in die drei Großprojekte Bildungscampus Freiham, Sportpark Freiham sowie Schulcampus Riem.

Für kurzfristig dringend benötigten Schulraum wird zudem das Pavillonprogramm stetig fortgeschrieben. Es umfasst bislang 321 Millionen Euro für 51 Pavillons, 44 davon sind bereits fertig gestellt.

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© Presseamt/Nagy

Neue Schulen für München: Hier sind sie am Start

Bereits vor der großen Schulbau-Offensive hat die Stadt intensiv in den Schulbau investiert. So konnten in den letzten Jahren etwa die Gymnasien Trudering und Nord, das Berufliche Schulzentrum an der Nordhaide und das Förderzentrum an der Margarethe-Danzi-Straße eröffnet werden.

Zu diesem Schuljahr gehen die sanierte Grundschule in der Plinganser Straße und fünf komplett neu gebaute Grundschulen an den Start. Eine davon liegt an der Grandlstraße, die vier anderen wurden in Neubaugebieten errichtet: In der Gustl-Bayrhammer-Straße und der Aubinger Allee eröffnen zwei Grundschulen zusätzlich zum Bildungscampus in Freiham (siehe Artikel unten). Am Bauhausplatz in der ehemaligen Funkkaserne und in der Ruth-Drexel-Straße, die in der ehemaligen Prinz-Eugen-Kaserne liegt, stehen die beiden anderen Schulen. Die vier Grundschulen wurden zeitgleich geplant, ausgeschrieben und realisiert. Dadurch konnte der Aufwand deutlich verringert werden. Die Vorgehensweise war quasi der Testlauf für ein verkürztes Verfahren, das im Aktionsprogramm Schul- und Kita-Bau 2020 festgelegt wurde (siehe Artikel oben).

Außerdem schaffen sieben Pavillonbauten mehr Platz an bestehenden Schulen wie etwa am Heinrich-Heine-Gymnasium am Max-Reinhardt-Weg oder der Grund- und Mittelschule an der Torquato-Tasso-Straße.

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© Simulation: Schürmann Dettinger Architekten

Bildungscampus im neuen Stadtteil Freiham

Grundschule, Realschule, Gymnasium und Förderzentrum für rund 3.000 Schüler

Im Münchner Westen entsteht gerade der neue Stadtteil Freiham, in dem zukünftig über 20.000 Menschen leben sollen. Derzeit nehmen im ersten Realisierungsabschnitt zirka 4.000 Wohnungen für 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner Gestalt an. Neben kulturellen und sozialen Einrichtungen befindet sich auch ein Bildungscampus mit Sportpark in der Bauphase.

An der Bodenseestraße in unmittelbarer Nähe zum neuen S-Bahn-Halt Freiham sollen ab dem Schuljahr 2019/2020 rund 3.000 Schülerinnen und Schüler den Bildungscampus besuchen können. Er besteht aus einer Grundschule, einem sonderpädagogischen Förder- und Kompetenzzentrum, einer Realschule sowie einem Gymnasium. Im Zentrum ist ein Solitärbau vorgesehen, der von allen Schulen genutzt werden kann. Er beherbergt unter anderem eine Mensa und eine Doppelsporthalle. Die Stadt baut diese Einrichtungen nach dem Münchner Lernhausmodell, das um den Aspekt der Inklusion erweitert wurde.

241 Millionen Euro investiert die Landeshauptstadt in ihr bisher größtes Schulbauprojekt, das unter starker Bürgerbeteiligung entwickelt wurde.