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"Ranunkel und Viola fein gemischt"


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© Susanne Jürgensen

Die Stadtgärtner zaubern Frühjahrsflor auf öffentliche Plätze und Grünanlagen

325.000 Zwiebelpflanzen, 178.000 Frühjahrsblüher und 462 mobile Pflanzengefäße

In diesem Jahr leuchten die Blumenbeete auf dem Gärtnerplatz in weiß-rosa-violett. Altrosa-cremige Bellis, lila und weiße Viola sowie rosa Ranunkel zeigen jetzt schon ihre Pracht. Fünf verschiedene Sorten Tulpen öffnen dann noch nacheinander ihre Knospen: Da ist die zart-rosa Candy Prince, die abgelöst wird von der pinken Barcelona, der hellrosa Alibi und der dunkelvioletten Havran. Etwa Mitte Mai blüht dann noch die Blue Diamond. Zwischen den Tulpen blinken Hyazinthen in Rosarot. Diese Zusammenstellung findet sich in den großen Beeten, die kleinen sind wieder mit anderen Sorten bestückt.

Florale Kompositionen

Für 24 Zierbeete auf öffentlichen Plätzen komponieren die Fachleute des städtischen Gartenbaus bereits ein Jahr vorher sorgfältig aufeinander abgestimmte Pflanzengesellschaften. Auch Friedhöfe, Schulen und Parkanlagen sind bedacht. „Ranunkel, Viola und Bellis fein gemischt“ heißt es da etwa im Pflanzplan für den Gärtnerplatz, „dazu Hyazinthen und Tulpen (eingestreut).


Stadteigene Gärtnereien

In den beiden stadteigenen Gärtnereien wachsen die Samen und Stecklinge zu Schmuckpflanzen heran, und zwar nach ökologischen Kriterien. Die Zwiebelpflanzen werden dazugekauft. Allein in diesem Frühjahr sind das 178.000 Frühjahrsblüher sowie 325.000 Zwiebelpflanzen, mit denen die Stadtgärtner die öffentlichen Plätze ausstatten. Neben dem Gärtnerplatz sind das etwa der Karolinenplatz, der Weißenburger Platz oder der Odeonsplatz. Zudem stellen die Mitarbeiter 462 mobile Pflanzengefäße an 29 Standorten in der Fußgängerzone, an der Perusastraße, am Bahnhofsplatz und am Hohenzollernplatz auf.

Ausblick Sommerflor

Der Frühjahrsflor leuchtet noch bis Mitte Mai, dann pflanzt „Münchens grüner Daumen“ aufs Neue für den Sommer. Soviel sei schon verraten: Am Gärtnerplatz werden die Stadtgärtner unter anderem den Mehl-Salbei einsetzen. Die lavendelblauen Blüten bieten nicht nur einen schönen Anblick, sie spenden den Bienen durch ihren hohen Nektargehalt auch wertvolle Nahrung. Insgesamt wird die Farbkomposition wieder in weiß-rosa-violett gehalten sein.

Alle Informationen zu den Stadtgärtnern stehen unter muenchen.de/gartenbau.

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© Peter Schlinsog

Rosen sehen, Jasmin riechen, Aurikel tasten

Städtische Baumschule Bischweiler bietet kostenlosen Eintritt in fünf Themengärten

Der Rosengarten – ihr Lieblingsplatz. Alex verbringt hier mit ihren beiden Kindern mindestens einmal die Woche einige Stunden. Als sie zum ersten Mal schwanger war, wurde die Liebe zu diesem Ort entfacht. Jetzt liest Alex im Schatten der alten Bäume ihren Kindern vor, spielt auf der großen Obstbaumwiese Frisbee oder hängt an heißen Tagen die Füße in den kühlenden Bach.

Themengärten erkunden

Der Rosengarten ist einer der öffentlichen Themengärten in der städtischen Baumschule Bischweiler. Er hat viele Stammgäste. Es sind Genießer, die hier ihre Mittagspause verbringen, oder Hobbygärtner, die konkrete Fragen zu Anzucht, Pflanzzeit oder Bodenbeschaffenheit haben.
Neben dem Rosengarten, in dem im Juni und Juli über 7.000 Rosen blühen, gibt es noch vier weitere Gärten: Die Luft im Duftgarten ist im Frühjahr Wildrosen-, Zitrusfrucht- und Taglilien-geschwängert, im Sommer steigt Vanilleblume, Jasmin und Engelstrompete schwer und süß in die Nase, oder Mönchspfeffer und Zitronengeranie setzen eine würzige Note.
Der Fliedergarten betört mit rund 40 verschiedenen Sorten, die etwa ab der zweiten Maiwoche in Blüte stehen. Westlich des Fliedergartens gedeihen zudem über 40 Sorten Magnolienbäume. Sie blühen ab Mitte April bis Mitte Mai.
Pelziges Edelweiß, samtige Flockenblumen oder die fleischigen Blätter der Aurikel erspürt man im Tastgarten. Natürlich duftet es auch hier, aber das Besondere ist, die unterschiedliche Beschaffenheit der Pflanzen zu spüren.
Vorsicht ist im abgegrenzten Giftpflanzengarten geboten. Auf Schildern steht, wie die Giftstoffe der rund 70 Pflanzen, die dort wachsen, wirken. Die Besucher können sich mit Giftpflanzen wie etwa dem Oleander, der Tollkirsche, der Eibe oder dem Goldregen vertraut machen.  

Verweilen oder Experten fragen

In drei der Gärten bieten die Stadtgärtner kostenlose Führungen an (siehe unten). Der Park Bischweiler hat ab April zudem sehr lange Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 7 bis 21 Uhr und Samstag, Sonn- und Feiertag von 9 bis 21 Uhr. Zwischen 7 und 16 Uhr, freitags bis 12 Uhr, sind auch Mitarbeiter da, die gerne Fachfragen beantworten.
Also einfach vorbeischauen, in die Erlebniswelt der Sinne eintauchen, Fragen an die Experten richten oder wie die Familie von Alex in den prachtvollen Gärten verweilen und das besondere Flair genießen.

Kostenlose Führungen

jeweils von 14 bis 15.30 Uhr

Fliedergarten - Freitag, 11. Mai
Rosengarten - Dienstag, 3. Juli
Giftpflanzengarten - Dienstag, 17. Juli
Rosengarten - Mittwoch, 19. September

Treffpunkt
Baumschule Bischweiler
Sachsenstraße 2
An der Infotafel des Rosengartens

 

"Die Stadt informiert" erscheint immer dienstags in der Süddeutschen Zeitung und im Münchner Merkur. Dieser Beitrag ist vom 10. April 2018.