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Im Pflegeheim in guten Händen sein


Seniorinnen und Senioren sitzen zusammen mit einer Pflegerin auf einer Parkbank im Garten des Seniorendimicils.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Im Seniorencentrum „Am Ackermannbogen“ genießen die Bewohner das gute Wetter ...
© Michael Nagy

Bedarfsgerechte und erschwingliche Betreuung in Gemeinschaft finden

Seit 1998 hat die Stadt 58 Millionen Euro in neue und moderne Pflegeplätze investiert

Immer mehr Münchnerinnen und Münchner erreichen ein hohes Alter. Heute leben in der Landeshauptstadt mehr als 270.000 Menschen, die älter als 65 Jahre sind. Jeder Zehnte von ihnen ist auf Pflege angewiesen. Die Stadt möchte für sie bedarfsgerechten, erschwinglichen Wohnraum schaffen, der gleichzeitig soziale Anbindung bereithält. In den letzten 20 Jahren hat sie dafür insgesamt 58 Millionen Euro in neue und modernisierte Pflegeplätze investiert. 4,1 Millionen Euro stellt die Stadt allein 2018 als Investitionskostenförderung von Pflegeeinrichtungen zur Verfügung.

Neue und moderne Pflegeplätze

Wie vielfältig das Angebot an Betreuung im Alter dabei ist, zeigen die drei Häuser, die in den letzten Monaten in Betrieb gegangen sind. Vergangene Woche sind die ersten Bewohner in das neue Domicil Seniorencentrum an der Einsteinstraße gezogen. Auf dem städtischen Grundstück erbaute der Hamburger Investor HBB Hanseatische Gesellschaft für Seniorenimmobilien III in Erbbaurecht ein modernes Seniorenpflegeheim mit 216 vollstationären Pflegeplätzen und 35 Wohneinheiten für Betreutes Wohnen. Es ist bereits das zweite Seniorenprojekt nach dem Seniorencentrum „Am Ackermannbogen“, das HBB in München realisiert hat. Das von der Stadt erstellte Konzept für die Pflegeeinrichtung gestaltete der Hamburger Investor aus und setzte es in enger Kooperation um. Das Konzept beinhaltet zum Beispiel 80 Prozent Einzelzimmer und die Organisation der Wohnbereiche als Hausgemeinschaften. Auch soll ein Großteil der Pflegeplätze gezielt an einkommensschwache Münchner vergeben werden. Die Stadt förderte den Bau mit einem Investitionskostenzuschuss von rund 3,1 Millionen Euro. Neben dem Seniorenpflegeheim sind auch ein Kinderhort und eine Cafeteria entstanden.

Rein finanziell, mit einer Investitionskostenförderung von rund 1,7 Millionen Euro, unterstützte die Stadt den AWO-Föhrenpark, die Nachfolgeeinrichtung des Sozialzentrums Giesing. Das Seniorenpflegeheim mit naturheilkundlicher Ausrichtung eröffnete im Dezember 2017. In dem durchweg barrierefreien Gebäude entstanden 133 Pflegeplätze, 15 Appartements für Betreutes Wohnen und neun Appartements für Mitarbeiter.

Umfassende Betreuung daheim

Mit dem neuen Caritas-Haus München Süd bietet die Caritas in Kooperation mit der Stadt eine umfassende soziale Betreuung für hilfsbedürftige  – vor allem ältere – Menschen, die zuhause wohnen. Erbaut hat das im März eingeweihte Gebäude die städtische Wohnungsbaugesellschaft GWG. Darüber hinaus sind auch 138 Wohnungen und eine Kindertagesstätte entstanden. Im neuen Caritas-Zentrum arbeiten das Alten- und Service-Zentrum (ASZ) Westpark, der Gerontopsychiatrische Dienst München Süd, die Caritas Sozialstation Laim/Sendling und die Einrichtung Gemeindeorientierte Soziale Arbeit der Caritas unter einem Dach. So ist es möglich, älteren Menschen eine zentrale Anlaufstelle mit vielfältigen Leistungen zu bieten.

Jährlich investiert die Stadt zirka 34 Millionen Euro in zahlreiche freiwillige Maßnahmen zur Münchner Altenhilfe, wie zum Beispiel die Investitionskostenförderung für Pflegeeinrichtungen, Anschubfinanzierungen für innovative pflegerische Versorgungsformen und die Alten- und Service-Zentren.

Ein älteres Ehepaar steht auf dem Balkon ihrer GWG-Wohnung.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Im Alter gut versorgt daheim leben: Dafür bietet die Stadt mit Partnern ...
© Victor Jordan

Auch im Alter daheim gut versorgt sein

Die Stadt unterstützt Pflegebedürftige und ihre Angehörigen bei der Pflege zuhause

Die meisten Menschen wünschen sich, im Alter selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden und vertrauter Umgebung leben zu können – auch dann, wenn sie zur Bewältigung des Alltags Hilfe benötigen. Die Stadt unterstützt dabei ältere Menschen und ihre Angehörigen mit einem Bündel an verschiedenen Maßnahmen.

Hilfe und Gemeinschaft

Neben Fachberatungsstellen und Sozialbürgerhäusern hält die Stadt ein bundesweit einmaliges Netz von 32 Alten- und Service-Zentren (ASZ) im gesamten Stadtgebiet vor. Die ASZ beraten, vermitteln Hilfe und ermöglichen älteren Menschen ein aktives Leben in der Gemeinschaft – ob bei Spielenachmittagen oder in Bastel- und Kreativkursen. Vergangenen November hat der Stadtrat zusätzliche finanzielle Mittel bewilligt, um vor allem das Angebot der präventiven Hausbesuche auszubauen.

Im Viertel zuhause

Seit 2008 stellt die städtische Wohnungsbaugesellschaft GEWOFAG mit „Wohnen im Viertel“ an inzwischen 13 Standorten barrierefreien Wohnraum für pflegebedürftige Menschen mit Anspruch auf eine geförderte Wohnung bereit. Ein im Viertel integrierter ambulanter Pflegedienst betreut und versorgt die Bewohner. Über 134 solcher Wohnungen gibt es bereits.

Auch das Angebot „WGplus - Wohnen in Gemeinschaft plus Service“ der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GWG in Kooperation mit der Stadt und anerkannten Sozialdienstleistern bietet älteren Menschen Unterstützung im Alltag. Außerdem hilft die GWG, in eine geeignete Wohnung umzuziehen, und  berät bei nötigen Umbaumaßnahmen und deren Finanzierung.

Für eine Zeit gut versorgt

Viele Angehörige können pflegebedürftige ältere Menschen tagsüber nicht betreuen – vor allem wenn sie berufstätig sind. Die Tagespflege der städtischen MÜNCHENSTIFT GmbH ermöglicht es Pflegebedürftigen dennoch, abends in den eigenen vier Wänden zu schlafen. Denn tagsüber verbringen sie ihre Zeit gut betreut in Gemeinschaft; abends kehren sie dann nach Hause zurück.

Ist der pflegende Angehörige plötzlich erkrankt oder benötigt der Pflegebedürftige nach einem Krankenhausaufenthalt eine intensivere Betreuung, bietet die MÜNCHENSTIFT in ihren 13 Häusern situativ Kurzzeitpflege, also eine vollstationäre Pflege auf Zeit, an.


Weitere Informationen zu Hilfen im Alter und bei Pflegebedarf unter muenchen.de/soz/altenhilfe.

 

"Die Stadt informiert" erscheint immer dienstags in der Süddeutschen Zeitung und im Münchner Merkur. Dieser Beitrag ist vom 24. April 2018.