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Winterzauber auf dem Viktualienmarkt


Winterzauber auf dem Viktualienmarkt 2018  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Michael Nagy

Glühwein, Leckereien und Selbstgemachtes bei stimmungsvoller Beleuchtung

Bis zum 6. Januar ergänzen 18 Verkaufsstände das Angebot auf dem Viktualienmarkt

Es duftet nach gebrannten Mandeln und Glühwein. Alles ist festlich geschmückt. Der „Winterzauber“ hat sich auch heuer wieder über den Münchner Viktualienmarkt gelegt.

Bis zum 6. Januar ergänzen 18 Verkaufshütten das Angebot der Viktualienmarkt-Händlerschaft. Glühwein, Flammkuchen und allerlei Grillspezialitäten laden im vorweihnachtlichen Trubel zum Verweilen und Genießen ein. An den saisonalen Ständen werden außerdem Handwerkskunst wie Weihnachtsschmuck aus Holz und handgemachte Leckereien wie Stollen, Brotaufstriche oder Spirituosen feil geboten.

Verzaubert werden die Besucherinnen und Besucher auf dem Viktualienmarkt an diesen Tagen besonders von der weihnachtlichen Beleuchtung an den Laternen, dem Müllhäuschen und dem 35 Meter hohen Maibaum.
Sehenswert ist auch die Markt-Krippe in der Nähe des Biergartens, deren Holzfiguren an Marktleute erinnern. Für die Kleinsten gibt es nahe des Karl-Valentin-Brunnens außerdem ein Kinderkarussell.

Untermalt wird die weihnachtliche Stimmung von den Musikern des Jazzinstituts der Musikhochschule München. Sie spielen montags bis freitags zwischen 17 und 20 Uhr.

Übermorgen, am 6. Dezember, erwartet die Kleinsten beim Kindertag ein buntes Programm. So können sie zum Beispiel Gestecke basteln oder Lebkuchen verzieren. Der Kinderchor vom sonderpädagogischen Förderzentrum tritt um 11.45 Uhr auf und eröffnet den Kindertag damit. Zwischen 16 und 18 Uhr besucht ein besonderer Gast den Winterzauber: Der Nikolaus kommt und beschenkt die Kinder mit Obst und Nüssen.

Geöffnet ist der Winterzauber von Montag bis Samstag jeweils von
11 bis 20 Uhr. Weitere Informationen gibt es unter muenchen.de, Stichwort „Winterzauber“.

„Behutsam und sanft“ zukunftssicher werden

Die Stadt modernisiert die vier ständigen Lebensmittelmärkte

Nahversorger und sozialer Treffpunkt: Der Viktualienmarkt und die drei weiteren Lebensmittelmärkte – der Markt am Elisabethplatz, am Wiener Platz und der Pasinger Viktualienmarkt – gehören ins Münchner Stadtbild.

Doch sie sind mittlerweile in die Jahre gekommen und müssen dringend saniert werden. So gibt es zum Beispiel Probleme beim Brandschutz und dem Arbeits- und Gesundheitsschutz. Die gesetzlichen Vorgaben können nicht mehr erfüllt werden. Auch die Warenlager sind veraltet und teils baufällig.

In den kommenden Jahren werden die Markthallen München die Lebensmittelmärkte fit für die Zukunft machen. Dabei wird behutsam und sanft saniert, so dass der charakteristische Charme jedes einzelnen Markts erhalten bleibt. Sowohl die Händlerschaft als auch die Bürger werden bei den Planungen einbezogen.

Saniert und umgebaut wird, ohne den Markthandel zu unterbrechen. Für die Händler wird es Ersatzstandorte geben. Anschließend sollen alle Händler wieder auf den Markt zurückkehren können.

Marktstand am Viktualienmarkt  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Michael Nagy

Viktualienmarkt

Der Viktualienmarkt soll behutsam, sanft und liebevoll saniert werden. An dem Zukunftskonzept für den Viktualienmarkt haben neben diversen Fachstellen und der Händlerschaft auch über 100 Münchnerinnen und Münchner im Rahmen eines Bürgergutachtens mitgewirkt.

Der Münchner Stadtrat hat im Juni den konkreten Planungsauftrag für die Sanierung des Viktualienmarkts erteilt.  

Los geht‘s dann frühestens ab 2021 in mehreren kleinen Schritten. Zunächst werden zwei große Gemeinschaftskelleranlagen für die Händler und mehrere feste Gebäude entstehen. Sie dienen als Wechselquartiere für diejenigen Händler, deren Stände zwischenzeitlich saniert werden.

Aktuelle Infos zur Marktsanierung gibt es am Infostandl direkt am Markt oder unter zukunft-viktualienmarkt.de.

Markt am Elisabethplatz  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Michael Nagy

Markt am Elisabethplatz

Auf dem Markt am Elisabethplatz wird es künftig neun Marktgebäude, angelehnt an die bisherige kleinteilige Gebäudestruktur, geben. Ein Untergeschoss mit Tiefgarage lässt Stellplätze, Lager- und Technikflächen für die Händler verschwinden und schafft zusätzlich Anwohnerparkplätze. Der so entstandene Freiraum kommt einem lebendigen Marktleben zu Gute.

Anfang 2020 können die Händler für zweieinhalb Jahre einen Verkaufsstand auf dem Interimsmarkt auf der Arcisstraße, zwischen Elisabeth- und Agnesstraße, beziehen.

Und wie werden die neuen Marktstände aussehen? In einem Workshop, der für Anfang 2019 geplant ist, können die Schwabinger ihre Ideen und Wünsche zur Gestaltung einbringen.

Pasinger Viktualienmarkt  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Michael Nagy

Pasinger Viktualienmarkt

Der Pasinger Viktualienmarkt wird komplett erneuert. Künftig soll der offene Hofcharakter wieder mehr gestärkt werden. Dazu werden die um den Innenhof angeordneten Marktstände nicht nur größer, sondern auch tiefer. Die Auslagen der Stände werden sich auch künftig größtenteils zum Hof hin orientieren. Die Händler erhalten mit dem Neubau mehr Platz für den Verkauf und die Lagerung ihrer Waren. Der Freiraum im Innenhof bietet künftig Platz für Sitzgelegenheiten und zur gemeinsamen Bewirtung. Auf der bisher eher unattraktiven Marktrückseite wird es für die Pasinger zudem ein neues gastronomisches Angebot geben.

Für die Zeit des Neubaus werden die Händler auf einen Interimsmarkt auf dem Rathausvorplatz ziehen.

Markt am Wiener Platz  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Michael Nagy

Markt am Wiener Platz

Der Markt am Wiener Platz in Haidhausen ist der kleinste der vier Lebensmittelmärkte. Die vorhandenen Marktstände können im Rahmen einer Bestandssanierung weitgehend erhalten werden. Die Holzhütten werden kernsaniert und teilweise zum Innenhof hin erweitert, technische Anlagen und Versorgungsleitungen werden erneuert und die Müllentsorgung verbessert.

Zudem ist ein neuer Marktstand samt barrierefreiem Kunden-WC geplant. Die Anregungen und Bedarfe der Händlerschaft und der Haidhausener Bewohner sind bereits in die Planungen eingeflossen. Dazu wurden in einem sogenannten Konsensverfahren Empfehlungen erarbeitet. Der Stadtrat hat im Mai 2018 bereits den Vorplanungsauftrag für die Bestandssanierung erteilt.

 

"Die Stadt informiert" erscheint immer dienstags in der Süddeutschen Zeitung und im Münchner Merkur. Dieser Beitrag ist vom 4. Dezember 2018.