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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Die Messe im Zeichen des Ehrenamts


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© Presseamt/Nagy

Über 80 Organisationen zeigen, wie vielfältig man sich engagieren kann

Das Motto am 21. Januar: Im eigenen Stadtteil Sinnvolles tun und Positives bewirken

„Engagement im Stadtteil. Miteinander. Füreinander.“ – unter diesem Motto steht die 12. Münchner Freiwilligenmesse am Sonntag, 21. Januar. Über 80 Aussteller zeigen von 10 bis 17 Uhr im Gasteig, wie man sich um die Ecke oder sogar in der eigenen Straße ehrenamtlich engagieren kann. Vereine, Stiftungen und Initiativen präsentieren die Fülle an Möglichkeiten, im eigenen Stadtteil aktiv zu sein.

In Stadtteilbibliotheken und Grundschulen beispielsweise animieren die „Lesefüchse“ Kinder und Jugendliche zum Selberlesen. In den Kulturhäusern sind Gesprächspartner für die „Dialogcafés“ gesucht – Zuwanderer und Einheimische können hier unbefangen plaudern und dabei ihre Deutsch- und Kulturkenntnisse vervollständigen. Auch Kinder- und Familien- sowie Alten- und Servicezentren, Jugend- und Nachbarschaftstreffs,  Religionsgemeinschaften oder Asylhelferkreise freuen sich über Unterstützung.

Auf der Messe können die Besucherinnen und Besucher für sich das Passende finden – sei es in den Bereichen Gesundheit, Kinder und Jugendliche, Kultur, Migration, Senioren, Soziales, Selbsthilfe, Umwelt und Tierschutz oder Zivilcourage. Dabei erfahren sie, wie sie auch mit Kleinigkeiten großartige Hilfe leisten können. Fachwissen ist dabei zweitrangig, wenn sich die Engagierten mit Herz und Neugier einer Aufgabe widmen. Jeder kann seinen Beitrag ganz entsprechend seinen Neigungen und zeitlichen Möglichkeiten leisten.

Auch die Münchner Freiwilligenagenturen Tatendrang, Gute-Tat sowie Caritas sind vor Ort. Sie beantworten alle Fragen rund ums Ehrenamt und informieren über die zahlreichen Qualifizierungsmöglichkeiten für freiwillige Helferinnen und Helfer.

Außerdem bietet das Rahmenprogramm Vorträge und Filmbeiträge zu Praxisbeispielen, Erfahrungsberichte von Freiwilligen, Live-Musik und Poetry. Den musikalischen Auftakt  macht um 10 Uhr der Geschichtenerzähler Kris Karsai. Danach eröffnet Bürgermeisterin Christine Strobl die Messe. Mit dabei ist auch der Kabarettist Christian Springer. Poetry Slam mit Michael Jakob, Musik von den Acoustic Corner Allstars und Erik Berthold & Friends sorgen außerdem für Unterhaltung.

Vor Ort gibt es eine Broschüre, in der alle Aussteller mit kurzer Info zu Zweck und Engagement-Möglichkeit sowie ihrem Messestand verzeichnet sind. Der Eintritt ist frei, die Ausstellungsebenen sind barrierefrei zugänglich.
Organisiert wird die Veranstaltung wieder von FöBE, der Förderstelle für Bürgerschaftliches Engagement. Das FöBE-Team wird dabei von einer Vorbereitungsgruppe mit 15 freiwillig Engagierten und 60 Helferinnen und Helfern vor Ort unterstützt. Mitveranstalterin der unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dieter Reiter stehenden Messe ist die Landeshauptstadt München.

Alle Informationen zur Messe und zu den Ausstellern sind zu finden unter muenchner-freiwilligen-messe.de.

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© Presseamt/Nagy

Stadt unterstützt ehrenamtliches Engagement

Fördergelder, eigene Projekte und umfassende Beratung für Bürger und Unternehmen

Etwa 600.000 Münchnerinnen und Münchner sind inzwischen ehrenamtlich tätig. Oberbürgermeister Dieter Reiter weiß diesen Beitrag sehr zu schätzen: „Immer mehr Menschen engagieren sich in München und setzen damit ein Zeichen für lebendige Demokratie und gesellschaftliche Teilhabe. Sie bereichern mit ihren vielfältigen Ideen, Projekten und Tätigkeiten die Stadtgesellschaft. Dieses freiwillige ehrenamtliche Engagement verdient hohe Anerkennung, wofür ich mich herzlich bedanke.“

Mit rund 15 Millionen Euro jährlich fördert die Stadt daher auch die Freiwilligenarbeit. So bekommen Vereine, selbstorganisierte Initiativen und Projekte wie auch Freiwilligenagenturen finanzielle Unterstützung. Auch die Koordinierungsstelle „Bürgerschaftliches Engagement für Flüchtlinge“ der Caritas erhält von der Stadt Zuschüsse, im Jahr 2018 knapp 680.000 Euro. Über eine Million Euro gehen an weitere Träger in der Flüchtlingshilfe.
Mit den Auszeichnungen „München leuchtet“ und „München dankt“ ehrt die Stadt zudem Persönlichkeiten sowie Bürgerinnen und Bürger für ihr freiwilliges Engagement. Zur Urkunde „München dankt“ gibt es außerdem ein Gutscheinheft im Wert von etwa 200 Euro.

Aber nicht nur monetär, auch mit eigenen Projekten und mit einer umfassenden Beratung unterstützt die Stadt die Freiwilligenarbeit. So betreut das Sozialreferat etwa Ehrenamtliche, die Hilfe in schriftlichen Angelegenheiten und bei Behördengängen bieten, die kostenlos kleine Handwerkerarbeiten ausführen oder benachteiligten Kindern helfen. Alle Infos zu diesen und weiteren Projekten sind zu finden unter muenchen.de/engagement.

Beratung finden Interessierte bei der zentralen städtischen Koordinierungsstelle für Bürgerschaftliches Engagement. Das Team vermittelt an Stellen in der Stadt oder an die Freiwilligenagenturen. Auch Aktive bekommen Infos, zum Beispiel zu Fördermöglichkeiten und Schulungsmaßnahmen.

Außerdem arbeitet das Team an der Weiterentwicklung des Ehrenamts. So führte die Koordinierungsstelle etwa eine Befragung unter rund 6.000 Vereinen durch, um die Problemlage bei der Nachbesetzung ehrenamtlicher Vorstandsposten zu untersuchen und Handlungsempfehlungen zu erarbeiten. Die Auswertung der Befragung soll im Frühsommer vorliegen.

Alle Infos rund um das Thema sind unter muenchen.de/engagiert-leben zu finden. Außerdem liegen in der Stadt-Information im Rathaus Info-Broschüren aus.

Und wer sich mit seinem Unternehmen gesellschaftlich engagieren möchte, kann sich direkt an den Fachbereich im Sozialreferat wenden. Alle Informationen zur Corporate Social Responsibility (CSR) sind zu finden unter muenchen.de/csr.

 

"Die Stadt informiert" erscheint immer dienstags in der Süddeutschen Zeitung und im Münchner Merkur. Dieser Beitrag ist vom 9. Januar 2018.