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Dissen ist out – Vielfalt macht Schule


Oberbürgermeister Dieter Reiter (Pressefoto 3), Foto: Michael Nagy  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.

Zusammenstehen gegen Antisemitismus

OB Dieter Reiter ruft zur Kundgebung und Solidaritätsaktion „Zusammenstehen gegen Antisemitismus“ auf - Freitag, 8. Juni, 14.30 Uhr, St.-Jakobs-Platz

Zum Beitrag bei der Fachstelle für Demokratie

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© Presseamt/Nagy

Die Stadt fördert Aktionen gegen Diskriminierung an Schulen und in Projekten

Der italienisch-stämmige Dario Fabrizio fühlt sich richtig wohl an seiner Schule, dem Beruflichen Schulzentrum Alice Bendix. „Jeder ist hier herzlich willkommen“ sagt der 15-Jährige „und deshalb engagiere ich mich.“ Auch Maja Milankovic, die 21-Jährige mit serbischer Herkunft, hat hier noch nie Diskriminierung am eigenen Leib erfahren. Im Gegenteil, an der Schule herrsche ein gutes Miteinander.

Schule ohne Rassismus

Gerade nahmen die beiden das Siegel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ entgegen. Zusammen mit sieben weiteren Schülerinnen und Schülern der Schülermitverantwortung (SMV), Vertretern aus der Lehrerschaft und dem Paten Claus Hipp.
Das Schulzentrum ist, wie etwa auch das Willi-Graf-Gymnasium oder die Maria-Probst-Realschule, eine der 20 städtischen Schulen in München, die den Titel bislang erhalten haben. Mindestens 70 Prozent der an der Schule tätigen – sei es Schüler, Lehrer, Hausmeister oder Küchenhilfe – müssen dafür eine Selbstverpflichtung unterzeichnen. Sie versichern damit, dass sie sich aktiv gegen Diskriminierung an ihrer Schule einsetzen.
Die Unterschriften hatte das Schulzentrum schon vor eineinhalb Jahren zusammen. Da aber den Worten auch Taten folgen sollten, wurde erstmal der Projekttag „Gemeinsam gegen Ausgrenzung“ organisiert und im Februar diesen Jahres – sehr erfolgreich – durchgeführt.

Auftrag für die Zukunft

So ist die Verleihung des Titels weniger eine Auszeichnung als ein Auftrag für die Zukunft, sagt auch Michael Schneider-Velho, der als Regionalkoordinator des Netzwerks „Schule ohne Rassismus“ das Schild überreicht hat. Denn Diskriminierung gebe es überall. Es gehe darum, jegliche Ausgrenzung wahrzunehmen und aktiv dagegen vorzugehen.
Schneider-Velho ist Mitarbeiter des städtischen Pädagogischen Instituts und dort im Bereich Politische Bildung tätig. Das Team hat die Koordination von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ (SOR–SMC) für München und Oberbayern übernommen.
Außerdem beraten und unterstützen die Fachleute Lehrer wie Schüler. Etwa mit Fachtagen und Fortbildungen im Bereich Migrationspädagogik und Antidiskriminierung wie zum Beispiel der Zusatzqualifikation „Schule der Vielfalt“. Oder mit den SOR-Aktiv-Coach-Seminaren für Schülerinnen und Schüler.

Junge Aktive auszeichnen

Das Pädagogische Institut ist gemeinsam mit der Stelle für interkulturelle Arbeit auch für den Jugendpreis „Mosaik – Mit Vielfalt gegen Rassismus“ Ansprechpartner in München. Die Stadt vergibt den Preis zusammen mit Nürnberg einmal jährlich.  
Der Preis zeichnet Projekte aus, die sich gegen Rassismus und für einen respektvollen Umgang miteinander einsetzen. Teilnehmen können Jugendliche und junge Erwachsene bis zum Alter von 25 Jahren mit Wohnsitz in München oder Nürnberg. Der nächste Bewerbungsschluss ist am 19. Oktober.

Alle Informationen sind zu finden unter schule-ohne-rassismus.org und
 muenchen.de/mosaik-jugendpreis.

 

"Die Stadt informiert" erscheint immer dienstags in der Süddeutschen Zeitung und im Münchner Merkur. Dieser Beitrag ist vom 29. Mai 2018.