zum Seitenanfang
Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Gesucht: Vorbildliche Begrünung


  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Elke Kressirer

Wettbewerb „Mehr Grün für München“ für Mieter, Eigentümer und Hausverwalter

Mit Pflanzen das Umfeld aufwerten und dafür einen Preis der Stadt erhalten

Üppige Blumenbeete in Vorgärten, Arrangements aus Kübelpflanzen in Innenhöfen oder begrünte Hausfassaden und Dächer sind nicht nur ein schöner Anblick, sie tragen auch zu einem besseren Stadtklima bei.
Um möglichst viele solcher grünen Inseln in München zu schaffen, lobt die Stadt alle zwei Jahre den Wettbewerb „Mehr Grün für München“ aus.

Ausgezeichnet wird die Eigeninitiative von Eigentümern, Hausverwaltern und Mietern bei der vorbildlichen Begrünung von Höfen, Vorgärten, Außenanlagen oder Gewerbeflächen. Auch einladend gestaltete Spielbereiche für Kinder oder kleine, aber wirkungsvolle Ideen wie ein Garten mit Bienenstöcken werden berücksichtigt.

Gewürdigt wird der grüne Daumen mit einer Urkunde sowie einem Preisgeld  von 125 bis 500 Euro. Für herausragende Leistungen gibt es einen mit 750 Euro dotierten Sonderpreis. Die Gewinnerinnen und Gewinner erhalten die Ehrung bei einem feierlichen Empfang im Rathaus.

Mitmachen können Hauseigentümer, Mieter, Hausverwalter oder Besitzer einer Gewerbefläche. Dabei sind nicht nur professionell gestaltete Innenhöfe oder Außenanlagen gefragt, sondern auch kleine aber feine Arrangements von Laien. Eine begrünte Hausfassade oder ein schön gestalteter Spielplatz haben für eine nachhaltige, ökologische und soziale Stadtgestaltung denselben Stellenwert wie üppige Blumenbeete oder prachtvolle Sträucher als Farbtupfer im Häusermeer.

Seit 1977 bezuschusst die Stadt zudem das „grüne“ Engagement. Für eine Neugestaltung von Innenhöfen und Vorgärten, für die Begrünung von Dächern und Fassaden, die Entsiegelung von Flächen sowie für eine naturnahe Begrünung von Firmengeländen können Eigentümerinnen und Eigentümer Gelder beim Baureferat beantragen.

Die Förderung beträgt je nach Maßnahme bis zu 50 Prozent – die Kosten für Pflanzen, die für die Begrünung von Fassaden zum Straßenraum verwendet werden, übernimmt die Stadt sogar vollständig. Neu seit 1. Januar ist, dass auch Gebäude und Höfe, die nach 1967 errichtet wurden, förderfähig sind. Auch für die Fassadenbegrünung von Gewerbebauten und die Entsiegelung sowie eine grundlegende Sanierung bereits begrünter Dächer können nun Gelder beantragt werden. Zudem hat die Stadt die Obergrenzen für Fördersätze erhöht. Förderkriterien und -antrag sind unter muenchen.de/gartenbau zu finden.

Noch bis 31. Juli anmelden

Für den Wettbewerb „Mehr Grün für München“ 2018/2019 kann man sich noch bis 31. Juli anmelden. Es genügt, die Adresse des Objekts und eine kurze Beschreibung anzugeben.
Weitere Informationen gibt es per Telefon unter 233-60363 und im Internet unter muenchen.de/gartenbau. Die Anmeldung kann per Post, E-Mail oder Fax erfolgen:

  • Baureferat – Gartenbau
    „Mehr Grün für München“'
    Friedenstraße 40
    81671 München
  • gartenbau@muenchen.de
  • 233-60345
  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© LHM

Grüne Oasen für Sport, Spiel und Erholung

2.411 Hektar städtische Grün- und Spielflächen für Klimaschutz und Lebensqualität

München verfügt über zahlreiche Parks und Grünflächen. Allein der städtische Anteil beläuft sich auf 2.411 Hektar. Dazu zählen etwa der Olympiapark, der Ostpark oder der Riemer Park und natürlich die renaturierte Flusslandschaft der Isar.

Oberbürgermeister Dieter Reiter: „Wir haben so schöne Parks mitten in unserer Stadt, die sowohl für den Klimaschutz wie auch für die Lebensqualität in München einen wertvollen Beitrag leisten. Wo möglich, schaffen wir neue Parks, aber wir sanieren auch sukzessive bestehende Grünflächen und Plätze, damit die Menschen sich dort wohl fühlen und gerne aufhalten. Mir geht es dabei auch um die richtige Balance, die viel Grün mit Spiel- und Erholungsmöglichkeiten verbindet.“

In jüngster Zeit bekam die Münchner Bevölkerung mit dem Bau des Heckenstaller- und Luise-Kiesselbach-Tunnels eine weitere Grünfläche von rund drei Hektar dazu – den Heckenstallerpark. Er erstreckt sich zwischen der Höglwörther und der Passauerstraße. Auf 570 Metern Länge und 40 bis 70 Metern Breite finden sich ein großer Kinderspielplatz mit Tischtennisplatten, Kletterparcours und Basketballplatz, eine Spiel- und Liegewiese sowie eine zehn Meter breite Promenade. Der neue Park, in den die Stadt 4,2 Millionen Euro investiert hat, bietet nun viel Platz zum Spielen, Sporteln und Erholen.

Seit letztem Jahr steht den Münchnerinnen und Münchnern in Neuhausen eine weitere 1,3 Hektar große Grünanlage auf dem Taxisgelände zur Verfügung. Ein Senkgarten, der die Grundform des ehemals vorhandenen Schwimmbeckens aufgreift, ein Kneippbecken sowie ein sanierter historischer Brunnen bilden das Zentrum des Taxisparks. Eine Rasenfläche, Fitnessgeräte sowie ein Spielplatz mit Seilbahn, Trampolin, Baumhaus und Rutsche runden das Angebot ab, das die Stadt für 1,9 Millionen Euro geschaffen hat.

OB Reiter stattete gerade dem grundlegend sanierten Amphionpark in Moosach einen Besuch ab: „Im Amphionpark wurden beispielsweise die beiden Kinderspielbereiche im Osten zu einer großen Spiellandschaft für Klein- und Schulkinder aufgewertet. Im Norden entstand ein kleiner Treffpunkt. Außerdem wurden die Wege im Park saniert.“ Die Stadt hat rund 1,7 Millionen Euro in die Aufwertung des Parks investiert.

Und es geht weiter: Gerade hat der Stadtrat die Neugestaltung des Siegestors auf den Weg gebracht. Unter anderem werden zahlreiche Pflanzenflächen geschaffen  und die Pappelreihe fortgesetzt. Die nächste Parkanlage wird bereits am 7. Juni mit einem Bürgerfest eingeweiht: Rund 5,4 Millionen Euro nahm die Stadt in die Hand, um im Neubaugebiet Domagkpark eine 4,4 Hektar große öffentliche Grünfläche entstehen zu lassen.

 

"Die Stadt informiert" erscheint immer dienstags in der Süddeutschen Zeitung und im Münchner Merkur. Dieser Beitrag ist vom 9. April 2019.