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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Lebensqualität und Freude im Alter


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© Landeshauptstadt München

Stadt stellt 2019 rund 22,6 Millionen Euro für die Offene Altenarbeit bereit

Bessere Teilhabe an der Gesellschaft auch für Menschen mit geringem Einkommen

Im Alter die Selbständigkeit erhalten und zu Hause leben können – das ist ein zentraler Wunsch der Münchner Seniorinnen und Senioren. Die Stadt bietet hierbei bereits seit 40 Jahren mit Angeboten und Förderungen in der sogenannten Offenen Altenarbeit Unterstützung. 2019 stellt die Stadt für diese freiwilligen Leistungen rund 22,6 Millionen Euro zur Verfügung.

Neben Beratungsstellen und Sozialbürgerhäusern dienen der älteren Generation insbesondere die Alten- und Service-Zentren der Stadt (ASZ) als Anlaufstelle. Für ein weitgehend selbständiges und in die Gesellschaft integriertes Leben halten sie Hilfs- und Versorgungsangebote wie auch Angebote für Bildung, Begegnung und Kommunikation bereit.

Oberbürgermeister Dieter Reiter besuchte kürzlich das ASZ in Moosach und kam dort mit den Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch: „Besonders freut mich, dass die ältere Generation durchweg von dem Angebot dieser Einrichtung begeistert ist: Sportangebote, Gesprächskreise, Ausflüge – hier ist wirklich für jeden etwas Passendes dabei.“

Um auch ältere Menschen mit geringem Einkommen eine bessere Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen, hat der Stadtrat ein weiteres Maßnahmenpaket beschlossen.

So sind für ältere Menschen mit einem Einkommen unter 1.350 Euro Freizeit- und Kulturangebote der ASZ,  von Einrichtungen der Offenen Altenarbeit und des Seniorenprogramms der Münchner Erwachsenen-Bildungseinrichtungen vergünstigt.

Außerdem wird der Mittagstisch künftig nicht nur für ältere Menschen, die die Grundsicherung erhalten, kostenlos sein, sondern auch für jene mit geringem Einkommen. Derzeit stocken die ASZ das Personal auf, so dass Ende diesen Jahres mit einem umfänglichen kostengünstigen oder kostenfreien Mittagsmenü in allen ASZ zu rechnen ist.

Erweitert wird zudem das Konzept der präventiven Hausbesuche. Jetzt sprechen die Sozialpädagogen, die im Stadtteil unterwegs sind, auch aktiv ältere Menschen auf der Straße an, um ihnen die Angebote der ASZ näher zu bringen. Damit erreicht die Stadt noch mehr jener, die bislang das Angebot nicht kannten oder sich nicht trauten, es in Anspruch zu nehmen.

OB Reiter ist überzeugt: „Ich finde es ausgesprochen wichtig und sinnvoll, dass die Stadt das einmalige flächendeckende Angebot der Alten- und Servicezentren aufgebaut hat, mit ihren Partnern erfolgreich betreibt und weiter ausbaut.“

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© ASZ Sendling/Barbara Beckert

Alten- und Service-Zentren – Wegbegleiter für Senioren

In München gibt es derzeit 32 Alten- und Service-Zentren (ASZ). Das Konzept der ASZ, das bundesweit einzigartig ist, verknüpft präventive und versorgende Angebote.

Die Einrichtungen beraten und informieren, auch zuhause, vermitteln und organisieren Hilfeleistungen, begleiten in schwierigen Lebenssituationen und finanziellen Notlagen und stellen Versorgungsangebote zum Verbleib in der eigenen Wohnung. Sie bieten dabei auch Entlastungsangebote für pflegende Angehörige.

Außerdem ermöglicht ein vielfältiges Programm an Veranstaltungen, Gruppen und Kursen in Bewegung, Sprache, Kreativität und Kultur aktiv am Leben teilzunehmen, sich selbst einzubringen und anderen Menschen zu begegnen.

Details zu den ASZ sowie Anschrift und Telefonnummer der nächstgelegenen Einrichtung sind zu finden unter muenchen.de/asz.

Buch daheim

Mobiler Mediendienst der Münchner Stadtbibliothek

Seit mehr als 35 Jahren gibt es diesen kostenlosen Service für Menschen mit Handicap – den Mobilen Mediendienst. Bücher und Zeitschriften, Hörbücher, Musik, Filme oder Spiele liefert der Dienst nachhause.

Alle Kundinnen und Kunden der Münchner Stadtbibliothek, die die nächste Stadtteil-Bibliothek nicht besuchen können, werden von den Bibliothekarinnen und Bibliothekaren des Medienmobils im vierwöchigen Turnus in ihrer Wohnung besucht. Das Fachpersonal berät persönlich, liefert die gewünschten Medien und holt sie am Ende der Leihfrist wieder ab.

Einfach telefonisch unter 649138213 oder per E-Mail unter medienmobil@muenchen.de einen Termine vereinbaren. Die formlose Anmeldung erfolgt dann beim ersten Besuch des Teams.

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© Münchenstift

Lernen auch in hohem Alter

Kursprogramm für rüstige Seniorinnen und Senioren

Angebote aus dem Programm „Die Münchner Volkshochschule im Münchenstift“ gibt es jetzt auch im Haus an der Effnerstraße. „Lernen ist auch im hohen Alter von größter Bedeutung“, bestätigte bei der Eröffnungsfeier Dr. Rudolf Tippelt, Professor für Allgemeine Pädagogik und Bildungsforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität.

Das Haus in Bogenhausen ist das dritte der Münchenstift GmbH, das dieses Programm anbietet. Seit 2014 führt die Münchner Volkshochschule bereits im St. Josef in Sendling sowie seit 2015 in der Rümannstraße in Schwabing Kurse durch.

Die Kurse finden an fünf Tagen die Woche speziell für Hochaltrige statt, die nicht mehr so mobil sind. Bewohnerinnen und Bewohner der Münchenstift-Häuser können kostenlos teilnehmen, Interessierte aus der Umgebung zahlen einen Kursbeitrag.

Vier Euro sind es etwa für „It‘s Tea-time!“. In den Englischkurs für Anfänger kann man zu jedem Termin und ohne Vorkenntnisse einsteigen. Und das gilt auch für die anderen Angebote: Entspannung mit Qigong, Denksport und Gedächtnisschulung, Literaturkreis oder politischer Gesprächskreis und vieles mehr – die Teilnahme ist jede Woche auf‘s Neue möglich. Siegfried Benker, Geschäftsführer der Münchenstift freut sich: „Die Lernangebote unterstützen die Öffnung unserer Häuser ins Quartier“, denn sie bringen zusätzlich Austausch und Leben in die Einrichtungen.

Für jedes Haus liegt ein Programmheft aus. Die Angebote sind aber auch unter mvhs.de, Senioren Volkshochschule, zu finden.

 

"Die Stadt informiert" erscheint immer dienstags in der Süddeutschen Zeitung und im Münchner Merkur. Dieser Beitrag ist vom 23. April 2019.