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Tierwelten interaktiv und spannend


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© Frank Müller

Das Aktionsprogramm startet mit dem Themenwochenende „Wasser und Eis“

Das ganze Jahr bietet der Tierpark Hellabrunn Veranstaltungen, Seminare und Vorträge an

365 Tage im Jahr empfangen Murmeltiere, Steinadler, Seebären oder Pinguine kleine wie große Gäste in Hellabrunn. Aber nicht nur die rund 18.400 Tiere aus 740 Arten sind im Münchner Tierpark anzutreffen – es gibt auch Sonderveranstaltungen, Workshops und Vorträge rund um die Bewohner, ihren Lebensraum und ihren Schutz.

In diesem Jahr bietet Hellabrunn erstmals ganze Aktionswochenenden an. Das erste findet an Ostern statt. Am 21. und 22. April dreht sich alles rund um Wasser und Eis: Die Stadtwerke München halten Infos zum kostbaren Nass rund um München bereit, die Fischerjugend zeigt, dass Angeln mehr ist, als nur Fische fangen, und am Info-Mobil erfährt man alles über die Polarwelt. Auch laden lustige Geschichten und eine Rallye vorbei an Fischkatzen, Rosapelikanen oder Humboldt-Pinguinen zum Mitmachen ein.

Mit der Feder in der Hand Tiere zeichnen – das ist in Kursen für Erwachsene oder Kinder möglich. Der nächste Termin für die Großen ist am 18. Mai, der für die Kleinen am 22. Juni.

Die Kurse mit dem langjährigen Tierpark-Fotografen Marc Müller erfreuen sich hoher Beliebtheit, daher bietet sich die nächste Möglichkeit zur Teilnahme erst wieder am 29. Juni – deshalb schnell anmelden. Wer im Seminar „Tierisch mutig“ seine Schlangen- oder Spinnenphobie überwinden will, kann das am 18. Mai tun. Im Seminar „Tierisch ruhig“ stehen Achtsamkeit und Entschleunigung im Fokus, und unter dem Motto „Gelassen durchs Leben“ bietet Hellabrunn erstmals eine tiergestützte Therapie mit Ponys an. Beide Formate finden auf Anfrage statt.

Außerdem bietet der Tierpark in seinem Artenschutzzentrum monatlich kostenlose Vorträge an. Der nächste mit dem Titel „Plastikmüll in den Weltmeeren – Auswirkungen und Lösungsansätze“ ist am 14. Mai. Um Anmeldung wird gebeten.

Unter hellabrunn.de/aktionstage und hellabrunn.de/tierparkerlebnis sind alle Informationen zu den Angeboten zu finden.

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© Marc Müller

Schutz für gefährdete Tierarten und Pflanzen

Erhaltungszucht- und Artenschutz-Programme, Naturschutz und Wissensvermittlung

Über 400 Pflanzen- und rund 740 Tierarten wachsen und leben im tier- und artenreichsten Zoo Europas – im Tierpark Hellabrunn. Der Natur- und Artenschutz ist dem Münchner Zoo ein wichtiges Anliegen, auch außerhalb der „eigenen vier Wände“.

Drill, Humboldt-Pinguin, Spaltenschildkröte oder Braunbär – das sind einige der 62 Tierarten, deren Bestand im Rahmen von Erhaltungszucht-Programmen langfristig gesichert wird. Hellabrunn beteiligt sich seit vielen Jahren aktiv an diesen Programmen. Einige der Tiere sollen wieder in ihren natürlichen Lebensraum zurückgeführt werden wie etwa das Przewalski-Urwildpferd. Zudem unterstützt Hellabrunn auch Artenschutz-Programme wie beispielsweise zur Rettung des Rotmilan oder der Manulkatzen, von denen zwei weibliche im Tierpark leben.

Auch heimische Pflanzen- und Tierarten, die sich in dem etwa 40 Hek-tar großen Landschaftsschutzgebiet angesiedelt haben, genießen den Schutz des Tierparks. Dafür haben sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Hellabrunner Naturschutz AG zusammengeschlossen. Sie haben zum Beispiel im gesamten Areal 275 Nistkästen für die rund 40 verschiedenen lokalen Vogelarten installiert. Wer mehr über die Tätigkeit der AG erfahren möchte, kann die Sonderausstellung im Artenschutzzentrum besuchen. Sie läuft noch bis 15. September.

Das Artenschutzzentrum wie auch die Info-Mobile für Biodiversität, für den Regenwald und die Polarwelt bieten außerdem einen spielerischen Zugang zu den Themen Natur- und Artenschutz. Das Team der ehrenamtlichen Artenschutzbotschafter steht mit den Mobilen täglich von 12 bis 15 Uhr in der „Welt der kleinen Affen“, der Dschungel- und in der Polarwelt.

Informationen zum Artenschutz in Hellabrunn wie auch Tipps, wie man selbst seinen Beitrag leisten kann, sind unter atze.online zu finden.

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© Marc Müller

Neu und optimiert – Bauen für Tiere und Gäste

Bauliche Verbesserungsmaßnahmen im über 100 Jahre alten Tierpark Hellabrunn

Im Juli letzten Jahres haben Bayerische Landgänse, Regenbogenforellen oder Appenzeller Spitzhauben eine Heimat im neuen Mühlendorf des Tierparks Hellabrunn gefunden. Das Entdecker-Paradies der heimischen Biodiversität erfreut sich großer Beliebtheit bei den Besucherinnen und Besuchern.

Ende Juli diesen Jahres wird der zweite Bauabschnitt des Mühlendorfs fertig sein. Dann können sich die kleinen Besucher über die neue Tierparkschule freuen oder mit ihren Eltern zwei neue Stallungen, das Streichelgehege der Zwergziegen oder das Terrarium heimischer Amphibien und Reptilien auskundschaften. Außerdem wird es einen Bienenwagen und zwei Ausstellungspavillons mit Spiel- und Lernstationen geben. Mit der Fertigstellung des Mühlendorfs wird auch das Kinderland mit Eisenbahn und Autoparcours wiedereröffnet.

Auch an anderer Stelle wird der Tierpark erneuert und verbessert. So kann sich die Neugestaltung des Besucherbereichs des Orang-Utan- und Drill-Hauses, die im Dezember abgeschlossen wurde, sehen lassen. Aufwendig gestaltete Infotafeln, interaktive Elemente und eine Vielzahl an Anschauungsobjekten nehmen Besucherinnen und Besucher mit in das Reich von Drill und Orang-Utan. Im Herbst ist dann die „Welt der kleinen Affen“ dran. Sie wird technisch komplett saniert, der Besucherbereich und die Anlage der Kattas neugestaltet.

Gerade bekommt die Großvoliere offene Sonnenflächen und neue Brutplätze für die verschiedenen Vogelarten und die Außenanlage der Rotscheitelmangaben neue Kunstfelsen.

Im „Geozoo der Biodiversität“ ist immer was zu tun. Für den über 100 Jahre alten Tierpark wurde daher ein Masterplan erstellt. So ermöglicht Hellabrunn eine spannende, interaktive und zugleich nachhaltige Reise durch die Kontinente.

 

"Die Stadt informiert" erscheint immer dienstags in der Süddeutschen Zeitung und im Münchner Merkur. Dieser Beitrag ist vom 16. April 2019.