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Freier Eintritt ins NS-Dokumentationszentrum


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© NS-Dokumentationszentrum

Der Lern- und Erinnerungsort zur NS-Diktatur zeigt die Folgen von Ausgrenzung au

München hat seit 2015 einen zentralen Lern- und Erinnerungsort, der an die Verbrechen der NS-Diktatur erinnert und sich mit ihren Ursachen, Ausprä­gungen und Folgen bis in die Gegen­wart auseinandersetzt: das NS-Dokumentationszentrum am Max-Mannheimer-Platz.

Über 100.000 Besucherinnen und Besucher sind bereits in diesem Jahr in das Dokuzentrum gekommen – fast so viele wie im gesamten Jahr 2018. Das spricht sehr für das Konzept des Hauses und sein facettenreiches Programm, aber auch für das zunehmende Interesse des Publikums. So stellt Direktorin Mirjam Zadoff fest: „Immer mehr Menschen suchen in Anbetracht der politischen Veränderungen in Europa und den USA nach Antworten in der Vergangenheit: Warum wählen Menschen liberale Demokratien ab und entscheiden sich für autoritäre Regime, Vorstufen zu Diktaturen? Warum sind Gleichberechtigung, Offenheit und Vielfalt unter Beschuss geraten und werden von Ausgrenzung, Homogenität und Enge abgelöst?“

In der Auseinandersetzung mit diesen Fragestellungen bietet das Zentrum ein vielfältiges Bildungsprogramm und zahlreiche Veranstaltungen wie Aktionstage, Filmvorführungen, Künstlergespräche und vieles mehr an.
Und natürlich Ausstellungen: Die Dauerausstellung dokumentiert die Geschichte des Nationalsozialismus in München, die besondere Rolle der Stadt im Terrorsystem der Diktatur und den schwierigen Umgang mit dieser Vergangenheit seit 1945.

Die aktuelle Wechselausstellung „Die Stadt ohne. Juden Ausländer Muslime Flüchtlinge“ läuft noch bis 10. November. Sie zeigt anhand historischer und aktueller Beispiele, wie eine zunehmende politische Polarisierung zur Spaltung und zum endgültigen Ausschluss einzelner Gruppen aus der Gesellschaft führen kann.

Dabei gilt: Eintritt frei! Bereits zur Europawahl in diesem Jahr war der Besuch kostenlos. In der Folge hat der Stadtrat entschieden, dieses Angebot bis April 2020 auszuweiten. Während dieser Testphase werden die Besucherzahlen und die Auswirkung auf den Haushalt evaluiert. Dann entscheidet der Stadtrat erneut, ob der Eintritt dauerhaft kostenlos angeboten werden kann.