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Vorfahrt für die Mobilität der Zukunft


Baureferentin Rosemarie Hingerl und Oberbürgermeister Dieter Reiter gaben im November 2019 den Startschuss für die Verlängerung der U5 nach Pasing.   Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Baureferentin Rosemarie Hingerl und OB Dieter Reiter vor ...

Das U-Bahn-, Tram- und Busnetz wird in den nächsten Jahren immer dichter

Auf steigende Fahrgastzahlen reagiert die Stadt mit einem massiven Ausbau

Mit der Umstellung auf den neuen Fahrplan hat die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) in dieser Woche zahlreiche Verbesserungen umgesetzt: neue Linien und Haltestellen, dichtere Takte, mehr Platz bei U-Bahn-, Tram- und Buslinien. Doch diese Ausweitung des Angebots ist nur ein kleiner Schritt im großen Ausbauprogramm der MVG, mit dem der öffentliche Nahverkehr in München in den nächsten Jahren fit gemacht werden soll für die stark gestiegenen Fahrgastzahlen und für eine ökologische Verkehrswende.

Das U-Bahnnetz, derzeit 95 Kilometer lang, wird in den kommenden Jahren weiter wachsen, die Kapazitäten ausgebaut. Bereits seit März 2017 laufen die Bauarbeiten zur Erneuerung des U-Bahnhofs Sendlinger Tor. Bis zum Jahr 2023 soll dort durch Um- und Erweiterungsbauten ein deutlich leistungsfähigerer Bahnhof entstehen.

Für eine weitere Entlastung der bestehenden U-Bahnlinien in der Innenstadt soll längerfristig die neue Linie U9 sorgen. Auf einer Länge von 10,5 Kilometern wird sie eine neue Verbindung zwischen Sendling und Schwabing schaffen, mit fünf neuen und zwei erweiterten Haltestellen, und so für deutlich mehr Kapazität bei der Querung der City von Nord nach Süd sorgen. Mit dem Beschluss, am Hauptbahnhof im Zuge der laufenden Bauarbeiten an der zweiten S-Bahnstammstrecke und dem Neubau des Hauptbahnhofs auch ein Vorhaltebauwerk für die neue U9-Station zu realisieren, hat der Stadtrat in diesem Jahr eine wichtige Weiche für die neue U-Bahnlinie gestellt. Die Stadt finanziert die Planungen zunächst aus eigener Tasche vor, mit dem Bund ringt sie noch um die Finanzierung des 3,5 Milliarden- Projekts. Als Termin für die Inbetriebnahme wird 2037 angestrebt.

Für das neue Teilstück der U5 vom Laimer Platz nach Pasing haben vorbereitende Baumaßnahmen bereits begonnen. Oberbürgermeister Dieter Reiter und Baureferentin Rosemarie Hingerl gaben im November den Startschuss dafür. Nach der nötigen Umlegung einer Stromleitung beginnen die eigentlichen Bauarbeiten 2021, sie werden voraussichtlich sechs bis acht Jahre dauern.

Weil der U-Bahn-Bau so zeitintensiv ist, setzt die Stadt mittel- und kurzfristig vor allem auf den Ausbau von Tram- und Buslinien. Mit der Tram-Nordtangente, der Tram-Westtangente und der Verlängerung der Trambahnlinie 23 über das Neubaugebiet „Bayernkaserne“ bis zum Kieferngarten treibt die MVG derzeit gleich drei große Trambahn-Ausbauprojekte voran. Die drei Neubaustrecken sollen ab 2025 bzw. 2026 bessere Querverbindungen zwischen den Stadtteilen schaffen und so Umwege über die Innenstadt überflüssig machen.

Am schnellsten lassen sich Verbesserungen aber im Busnetz umsetzen. Mit inzwischen fünf ExpressBus-Linien schafft die MVG deshalb schon jetzt schnelle Querverbindungen zwischen U- und S-Bahnstationen. Als jüngste ExpressBus-Linie kam mit dem Fahrplanwechsel in dieser Woche die Linie X36 hinzu, die Allach mit dem Olympia- Einkaufszentrum und dem U-Bahnhof Alte Heide verbindet.

Damit es mit dem öffentlichen Nahverkehr in der Stadt auch tatsächlich schneller vorangeht als mit dem Auto, hat die MVG bereits im Zeitraum von 1994 bis 2003 alle Trambahnlinien beschleunigt, unter anderem durch Vorrangschaltungen an den Ampeln.

Inzwischen sind auch über 70 Prozent aller Ampeln umgerüstet, die auf den Strecken der MVG-Busse liegen. Damit die rund 460.000 Busfahrgäste pro Tag künftig noch schneller durch die Stadt kommen, hat der Stadtrat im Oktober ein weiteres Maßnahmenbündel zur Beschleunigung und Verbesserung des Busverkehrs beschlossen, mit eigenen Busspuren auf mehreren Straßen und optimierten Ampelschaltungen.

„Denn mehr Lebensqualität in unserer Stadt gibt es nur mit einer zukunftsgerichteten Mobilität und einem starken öffentlichen Nahverkehr“, betont Oberbürgermeister Dieter Reiter.