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Sieben Europameisterschaften zu Gast


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© Foto: Michael Nagy; Logo: European Championships 2022

European Championships 2022 zum 50-jährigen Jubiläum des Olympiaparks

Für das Multi-Sportevent wird ausschließlich vorhandene Infrastruktur genutzt

München hat den Zuschlag erhalten:  Die European Championships 2022 finden in der Isarmetropole statt. Und zwar genau 50 Jahre nach den Olympischen Spielen von 1972. Austragungsstätten sind die selben wie damals – der Olympiapark wie auch die Olympia-Regattaanlage.

Die 1972 für Olympia gebauten Sportstätten sind optimal geeignet für das international bedeutende Sport-Großereignis. 4.000 Athletinnen und Athleten aus ganz Europa treten in sieben Sportarten an. Das Olympiastadion wird Mittelpunkt für die Leichtathletik sein, in der Olympiahalle und im Olympiapark finden die Rad-Wettkämpfe statt, Austragungsort für Turnen wird die Sportarena „SAP Garden“ sein, der Triathlon wird im Olympiasee und im Park bestritten und gerudert wird in der nur sechs Kilometer entfernten Olympia-Regattaanlage.

Mit sieben Europameisterschaften sind die European Championships die größte Sportveranstaltung, die der Olympiapark seit 1972 erleben wird. Viele olympische Austragungsorte sind inzwischen Geschichte, in München aber hat sich bis heute ein weltweit beachtetes Freizeit- und Veranstaltungszentrum etabliert. Mehr als 14.000 Veranstaltungen haben seit damals stattgefunden. Legendäre Konzerte, über 30 Weltmeisterschaften aber auch kostenlose Mitmach-Sportevents wie das Münchner Outdoorsport-Festival konnten die Besucherinnen und Besucher genießen. Nicht zu vergessen die vielen tausend Spaziergänger oder Jogger, die den Park täglich nutzen, oder die Schwimmer und Eissportfans, die in der frisch sanierten Olympia-Schwimmhalle oder im Olympia-Eissportzentrum anzutreffen sind.

So setzt München in puncto Nachhaltigkeit ein Zeichen: Für das Multi-Sportevent wird ausschließlich bereits vorhandene Infrastruktur genutzt. Die Auswirkungen auf die Stadt und ihre Umgebung werden so gering wie möglich gehalten. Genauso sind die kurzen Wege zwischen den Austragungsstätten und die gute Verbindung zwischen Olympiapark und der Innenstadt mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln ein Plus in Sachen Umweltfreundlichkeit.

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© Visualisierung: Behnisch Architekten

Die Sportinfrastruktur wächst weiter

Millionen für Sportgroß- und Sonderprojekte sowie für Bezirkssportanlagen

Auch sie wird Austragungsort der European Championships 2022 – die Olympia-Regattaanlage. Letzte Woche hat der Stadtrat ihre umfangreiche Modernisierung für den Breiten- und Leistungssport in Höhe von rund 61 Millionen Euro beschlossen.

Die denkmalgeschützte Anlage wird in einem ersten Schritt für nationale und internationale Regatten fit gemacht. Außerdem werden der Tribünenkomplex und der Start- und Zielturm erhalten und das Jurygebäude wird in ein Verwaltungs- und Vereinszentrum umgewandelt.

Die Sanierung der Regattaanlage ist eines der aktuellen Sportgroß- und Sonderprojekte des Sportbauprogramms der Stadt. Ein weiteres ist das Actionsportzentrum, für deren Umsetzung der Stadtrat gerade Mittel in Höhe von rund 50 Millionen Euro genehmigt hat.

Sie ist ein Pionierprojekt: Auf gut 3.300 Quadratmetern entstehen Sportmöglichkeiten für Skateboarding, Freestyle-Bike und Parkour. Das Zentrum soll ein Treffpunkt für Jugendliche und junge Erwachsene werden. Neben Action- und Trendsport soll es Schulsport und Ferienangebote sowie Wettbewerbe, Konzerte, Fortbildungen und ein gastronomisches Angebot geben. Für die Stadt besonders wichtig: Alle Angebote sollen für jede und jeden zugänglich sein. Um sozial verträgliche Preise zu garantieren, fördert die Stadt die Betriebs-, Verwaltungs- und Sportprogrammkosten daher zusätzlich mit 4,5 Millionen Euro in den ersten fünf Jahren. Das Zentrum in Pasing soll voraussichtlich 2024 seine Türen öffnen.

Das Sportbauprogramm beinhaltet außerdem Maßnahmen für Vereine (siehe Artikel unten) sowie die sukzessive Modernisierung von Bezirkssportanlagen. Oberbürgermeister Dieter Reiter: „Wir modernisieren unsere Sportinfrastruktur systematisch. Rund 95 Millionen Euro hat der Stadtrat bisher für zwölf Bezirkssportanlagen bewilligt. Rechnet man die 179 Sporthalleneinheiten und zehn Schwimmhallen dazu, die in den Schulbauprogrammen enthalten sind, so können sich die Münchnerinnen und Münchner in den kommenden Jahren auf viele hochmoderne Sportstätten freuen.“

Zahlreiche Maßnahmen für Sportvereine

600.000 Sporttreibende in 710 Vereinen profitieren von der städtischen Unterstützung

710 Vereine sind derzeit in München eingetragen, in denen knapp 600.000 Sporttreibende aktiv sind. Daher unterstützt die Stadt auch Vereine bei eigenen Sanierungs- oder Bauvorhaben.

So wurden in den letzten beiden Jahren Zuschüsse und zinslose Darlehen von knapp 2,8 Millionen Euro für 41 Vereinsbaumaßnahmen bewilligt, die ein Gesamtvolumen von 6,8 Millionen Euro haben. Dazu zählen beispielsweise die Sanierung der Heizung des Postsportvereins München oder der Neubau einer Freiluftsporthalle des TSV Maccabi.

Die Stadt hat neben der regulären Förderung von Vereinen ein Sonderförderprogramm für den Sporthallenbau aufgelegt. So konnte Anfang des Jahres der ESV München seinen Anbau mit sechs Sporthallen einweihen. 7,8 der 13 Millionen Euro Kosten steuerte die Stadt dazu bei. Derzeit saniert der TSV München Ost seinen Bestand und baut eine neue Dreifach-Sporthalle. Die Stadt unterstützt diese Maßnahmen mit 3,3 Millionen Euro Zuschuss sowie 3,3 Millionen Euro Darlehen. Und die Turnerschaft Jahn München bekommt für den Bau einer Dreifach-Sporthalle insgesamt 11,6 Millionen Euro als Zuschuss respektive Darlehen.

Für 2019 und die Folgejahre sind weitere 38 Baumaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 67 Millionen Euro in Planung, bei denen der städtische Förderanteil voraussichtlich bei rund 30 Millionen Euro liegen wird.

Besonders beliebt ist der Amateur-Fußball – 165 Vereine mit 39.500 Mitgliedern gibt es in München. Daher hat die Stadt für den Vereinsfußball den Aktionsplan 5+ gestartet: Mit neuen Groß- und Kleinspielfeldern und mehr Spielzeiten sowie – in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Fußballverband – einem eigenen Koordinator für den Amateur-Fußball, der sich um die Belange des Vereinsfußballs kümmert. Geprüft wird außerdem ein Regionalligastadion mit 2.500 Plätzen sowie die Möglichkeit, Spielfelder an Schulen für den Vereinssport nutzbar zu machen.