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Auch im Alter selbstbestimmt leben


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© Michael Nagy

Bessere Teilhabe an der Gesellschaft auch für Senioren mit geringem Einkommen

Die Alten- und Service-Zentren der Stadt feiern ihr 40-jähriges Jubiläum

Selbstbestimmt bis ins hohe Alter leben – damit dieser Wunsch von älteren Menschen in Erfüllung geht, hat die Stadt München vor 40 Jahren ihre Alten- und Service-Zentren (ASZ) ins Leben gerufen. Mittlerweile umfasst das ASZ-Netz 32 Standorte.

Ältere Menschen und ihre Angehörigen schätzen die eigens für sie geschaffenen Anlaufstellen in ihrem Stadtteil. Sie treffen dort auf geschulte Beraterinnen und Berater, die fundiertes Wissen zu allen Themen rund ums Älterwerden vermitteln. Sie geben auch Antworten auf Fragen wie etwa: Wo finde ich Angebote für wenig Geld? Wo erhalte ich Unterstützung, wenn es mir nicht gut geht? Welche Versorgungsangebote kann ich in Anspruch nehmen, damit ich zuhause wohnen bleiben kann?

Wer nicht mehr so mobil ist, kann auch Beratung im Rahmen der „Präventiven Hausbesuche“ in Anspruch nehmen. Aber auch Gruppenangebote für Menschen mit körperlichen Einschränkungen, seelischen Belastungen oder Demenz bieten die ASZ.

Denn die ASZ sind Orte der Begegnung: Jedes hat eine Cafeteria und der soziale Mittagstisch ist bei geringem Einkommen sogar kostenfrei. Das Budget dafür hat der Stadtrat gerade kräftig erhöht (siehe Artikel unten). Gleichgesinnte finden auch bei den zahlreichen Gruppen- und Kursangeboten zusammen: Von japanischer Tuschmalerei und Schachspiel über Wirbelsäulengymnastik und Yoga bis zu Wanderungen und Ausflügen ist für jeden etwas dabei. Jedes ASZ hat ein eigenes, vielfältiges Angebot.

Entlastungsangebote für Angehörige von Menschen mit Demenz gehören ebenso zum Service wie Gruppenangebote für Migrantinnen und Migranten. Bei Sprachproblemen können Dolmetscher hinzugezogen werden.

Seit letztem Jahr baut die Stadt zudem das Projekt SAVE aus, in dem Sozialpädagogen im Stadtteil unterwegs sind. Sie sollen auch jene älteren Menschen erreichen, die das Angebot bislang nicht kennen, oder sich scheuen, es in Anspruch zu nehmen.

Ein ASZ ist in städtischer Betriebsträgerschaft, alle anderen werden von Wohlfahrtsverbänden und gemeinnützigen Vereinen betrieben. Die Konzeption und Umsetzung der Alten- und Service-Zentren ist bundesweit einmalig und stellt ein hervorragendes Beispiel für das Zusammenwirken von Stadt und Wohlfahrtsverbänden dar.

Oberbürgermeister Dieter Reiter ist überzeugt: „Ich finde es ausgesprochen wichtig und sinnvoll, dass die Stadt das einmalige flächendeckende Angebot der Alten- und Service-Zentren aufgebaut hat, mit ihren Partnern erfolgreich betreibt und weiter ausbaut.“

Informationen zu den Services und alle Standorte sind in einem Flyer, der u.a. in der Stadtinformation ausliegt, und auf muenchen.de/asz zu finden.