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KVR: Keine langen Wartezeiten mehr


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© Michael Nagy

Ab sofort arbeiten alle sechs Bürgerbüros mit dem neuen Terminvergabesystem

Am besten online einen Termin buchen und dann punktgenau vorbeikommen

Wartenummern in den Bürgerbüros gehören der Vergangenheit an. Seit gestern läuft das neue Terminvergabesystem des Kreisverwaltungsreferats (KVR) nun auch im Hauptgebäude an der Ruppertstraße 19. Alle fünf Außenstellen verfahren bereits nach dem neuen System.

Das bedeutet: Lange Warteschlangen in der Behörde soll es nicht mehr geben. Jetzt können Bürgerinnen und Bürger einfach vorab ein Datum und eine Uhrzeit wählen und dann zum vereinbarten Termin ins Bürgerbüro kommen. Damit entstehen vor Ort keine langen Wartezeiten mehr.
Außerdem kann der Nutzer im Terminvergabesystem mit Klick auf die jeweilige Dienstleistung einsehen, ob und wenn ja, welche Unterlagen er mitbringen muss.

Ein Termin kann am einfachsten online, aber auch telefonisch oder persönlich vereinbart werden (siehe unten). Die Wartezeit auf einen Termin im Kalender ist abhängig von saisonalen Schwankungen. Vor den Ferienzeiten etwa steigt die Wartezeit auf Termine an.
Außerdem gibt das KVR morgens etwa 30 Minuten vor Öffnung je nach Kapazität noch Online-Termine für den selben Tag frei. Zusätzlich erscheint jeden Tag im Kalender ein Kontingent mit Terminen für in 14 Tagen. Wegen kurzfristiger Terminabsagen werden auch immer wieder Termine frei. Regelmäßig nachschauen lohnt sich also. So freut sich Kreisverwaltungsreferent Dr. Thomas Böhle: „Wer sich rechtzeitig vorher einen Termin besorgt, kann punktgenau vorbeikommen und hat so schnell wie möglich wieder Zeit für andere Dinge.“

Für nicht planbare Notfälle, etwa wenn ein Ersatzausweisdokument zwingend sofort benötigt wird, ermöglicht das KVR auch kurzfristig Termine. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Terminschalter helfen weiter. Sie benötigen aber in jedem Fall einen Nachweis für die Dringlichkeit.

Trotzdem gilt: Der beste Behördengang ist der, der gar nicht erst stattfinden muss. Bei einigen Dienstleistungen ist keine persönliche Vorsprache nötig, so dass die Bürgerinnen und Bürger sie auch online bestellen können. Das gilt etwa für Meldebescheinigungen, Führungszeugnisse oder Gewerbezentralregisterauskünfte. Unter muenchen.de/onlineservices sind alle Dienste zu finden.

Einfach vorab einen Termin vereinbaren

Um einen Termin für einen Behördengang zu vereinbaren, haben Bürgerinnen und Bürger drei Optionen:
Am einfachsten online unter buergerbuero-muenchen.de. Die gewünschte Dienstleistung und das gewünschte Bürgerbüro wählen, Datum und Uhrzeit festlegen, persönliche Daten eingeben und abschicken. Das System versendet dann eine automatische E-Mail, damit der Nutzer den Termin per Link bestätigen kann.

Telefonisch über die Behördennummer 115 von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr sowie das Bürgerbüro-Servicetelefon 233 96 000 von Montag bis Donnerstag von 7.30 bis 15.30 Uhr und am Freitag von 7.30 bis 13 Uhr.

Termine bekommt man auch persönlich in den Bürgerbüros in der Ruppertstraße 19, Orleansstraße 50, Leonrodstraße 21, Riesenfeldstraße 75, Forstenrieder Allee 61a oder Landsberger Straße 486. Die Öffnungszeiten lauten: Montag von 7.30 bis 12 Uhr, Dienstag von 8.30 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr, Mittwoch von 7.30 bis 12 Uhr, Donnerstag von 8.30 bis 15 Uhr sowie Freitag von 7.30 bis 12 Uhr.

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© Entwurf Steidle Architekten

Großzügig, klar strukturiert und modern

Das Kreisverwaltungsreferat (KVR) in der Ruppertstraße 19 ist die größte Anlaufstelle für Bürgeranliegen. Das Gebäude aus den 80er Jahren ist allerdings in die Jahre gekommen. Um den aktuellen Anforderungen gerecht zu werden, wird nun aufwendig modernisiert.

Schon im letzten Jahr starteten Baumaßnahmen im Außenbereich: Das  Gebäude erhält ein fünftes Stockwerk, mit dem mehr Platz für zusätzliches Personal geschaffen wird. Die Fassade und die Fenster werden energetisch saniert. Die neue Metall-Glas-Fassade bietet dabei adäquaten Wärme- und Schallschutz. Diese Sanierung zahlt der Vermieter, mit dem 2016 der Mietvertrag um weitere 30 Jahre verlängert wurde.

Für weitere Modernisierungsarbeiten hat der Stadtrat letzten November 60 Millionen Euro genehmigt. Den Umbaumaßnahmen vorgezogen wurde die Einführung des neuen Terminvergabesystems (siehe Artikel oben). Seit gestern sind die neuen Anzeigetafeln und die dazugehörige Technik in Betrieb.
Der große Umbau des Bürgerbüros ist für 2020 geplant. Der Haupteingang, der an der Lindwurmstraße liegt und über den man etwa die Ausländerbehörde erreicht, wird neu gestaltet und das Bürgerbüro erhält einen ebenfalls großzügig und neu gestalteten eigenen Eingangsbereich an der Ruppertstraße. Ein neues Raumkonzept für weniger, weil nicht mehr benötigte Wartebereiche wie auch für zeitgemäße Arbeitsplätze sorgt dafür, dass sich die Kunden wie auch die Mitarbeiter wohler fühlen. Ein neues Informations- und Leitsystem lässt die Besucherinnen und Besucher schneller vorankommen, Brandschutz-, Strom- und Datentechnik werden auf den neuesten Stand gebracht.

Um der stetig wachsenden Bewohnerzahl gerecht zu werden, hat der Stadtrat vor einem Jahr zudem einem Standortkonzept für die KVR-Außenstellen zugestimmt. Alle bisherigen Standorte sollen bis auf weiteres erhalten bleiben, zum Teil erweitert werden oder im direkten Umfeld in größere Räume umziehen. Das Kommunalreferat ist dabei, neue Standorte im Südosten und Nordwesten zu suchen, mittelfristig wird auch mit einem neuen Standort im Nordosten geplant.

 

"Die Stadt informiert" erscheint immer dienstags in der Süddeutschen Zeitung und im Münchner Merkur. Dieser Beitrag ist vom 15. Januar 2019.