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Europa wählt Menschenwürde


Oberbürgermeister Dieter Reiter mit dem Plakat zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus 2019  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Michael Nagy / Presseamt

Die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ finden vom 7. bis 24. März statt

Bundesweite Auftaktveranstaltung am 11. März im Münchner Rathaus

„Wenn nicht wir, wer dann?“, „Lass uns über Rassismus reden!“ oder „Wie rassistisch ist der Gangster-Rap?“ – das sind einige Titel von Veranstaltungen, die jetzt im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus stattfinden.

Vom 7. bis 24. März ermöglicht das breite und vielfältige Programm die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Facetten des Themas. „All den Formen der Spaltung und Aufhetzung unserer Gesellschaft müssen wir uns auch weiterhin gemeinsam und entschlossen entgegenstellen“, so Oberbürgermeister Dieter Reiter. „Ich möchte deshalb alle Münchnerinnen und Münchner dazu einladen, sich am Programm zu beteiligen.“

In diesem Jahr findet die bundesweite Auftaktveranstaltung in München statt. Am 11. März um 18.30 Uhr geht es unter dem Motto „Europa wählt Menschenwürde“ darum, „den Blick zu weiten und dem Nationalismus und Autoritarismus von Rechtsaußen ein Europa der Freiheit, der Demokratie und der Menschenrechte entgegenzustellen“, so Reiter.

Der Eintritt zu der Veranstaltung im Rathaus am Marienplatz ist frei, eine Anmeldung per E-Mail an fachstelle@muenchen.de ist erforderlich.

Vorträge, Lesungen und Podiumsdiskussionen, Theater- und Filmvorstellungen wie auch Aktionen im öffentlichen Raum sind außerdem in den beiden Wochen geboten. Bereits am 9. März laden etwa die Gleichstellungsstelle für Frauen, das Kulturreferat und weitere Partner anlässlich des Weltfrauentags zur Veranstaltung #sieINSPIRIERTmich in der Muffathalle ein. Die Münchner Stadtbibliothek bittet in Giesing zum Musiktheater „Jo Wá – Zusammen? Leben!“ oder zeigt das Bilderbuchkino „Als die Raben noch bunt waren“ in Neuhausen.

Das NS-Dokumentationszentrum bietet unter anderem ein Seminar an, in dem es um die Parallelen und Unterschiede zwischen dem historischen und dem heutigen Rechtsextremismus geht. Und das Jüdische Museum lädt zu einem Kinderworkshop wie auch zu Führungen, speziell auch für Seniorinnen und Senioren, ein.

Weitere städtische Einrichtungen wie das Stadtmuseum und die Kammerspiele wie auch zahlreiche Organisationen, Vereine und Initiativen bereichern das Programm mit verschiedensten Formaten.

Das von der städtischen Fachstelle für Demokratie koordinierte Programm ist zu finden unter muenchen.de/gegen-rassismus.

Bürgermeisterin Christine Strobl ist Patin der Riemerschmid-Wirtschaftsschule im Rahmen des Projekts „Schule ohne Rassismus“. Die Schule hat 2018 neben fünf weiteren städtischen Schulen das Siegel erhalten.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Michael Nagy / Presseamt

Für Demokratie, Toleranz und Respekt

Initiativen aus der Zivilgesellschaft und die Stadtverwaltung wirken zusammen

München ist die Weltstadt mit Herz: Eine Stadt der Vielfalt, weltoffen und tolerant. „Die Münchner Stadtgesellschaft hat sich immer von ihrer besten Seite gezeigt, wenn es darum ging, gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit auf- und für Demokratie und Menschenrechte einzustehen. Als Oberbürgermeister dieser Stadt erfüllt mich das mit großer Freude und Dankbarkeit“, so Dieter Reiter.

Das große Engagement aus der Mitte der Gesellschaft heraus ergänzt die Stadtverwaltung mit einem breiten Netzwerk an eigenen Angeboten und Maßnahmen.

Die direkt dem Oberbürgermeister unterstellte Fachstelle für Demokratie  übernimmt die Koordination. Sie hat auch die Programmorganisation der Internationalen Wochen gegen Rassismus für München (siehe oben) inne.

Eine Säule der kommunalen Arbeit bildet die klare Positionierung der Stadt und des Oberbürgermeisters, etwa beim Aufruf zur Kundgebung gegen Antisemitismus auf dem St.-Jakobs-Platz im letzten Juni.

Die Vermittlung demokratischer Werte und Kompetenzen stellt einen weiteren Schwerpunkt dar. So sensibilisiert die Stadt etwa ihre Nachwuchskräfte mit der Schulungsreihe „Vielfalt schlägt Einfalt“, die sich mit den Themen Interkulturelle Verständigung, Rechtsextremismus, Gender Mainstreaming, Inklusion, Zivilcourage und Sexuelle Identität befasst.

Das städtische Pädagogische Institut berät und unterstützt die Lehrerschaft sowie Schülerinnen und Schüler mit Fachtagen und Fortbildungen im Bereich Migrationspädagogik und Antidiskriminierung wie zum Beispiel der Zusatzqualifikation „Schule der Vielfalt“.Das Institut ist auch Regionalkoordinator des deutschlandweiten Projekts „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Im April überreicht das Institut der Wilhelm-Röntgen-Realschule den Titel. Sie ist damit die 22. städtische Schule mit dieser Auszeichnung.

Nicht zuletzt leistet das NS-Dokumentationszentrum, der Lern- und Erinnerungsort zur Geschichte des Nationalsozialismus, einen wichtigen Beitrag zur politischen Bildung. Weitere Einrichtungen bieten insbesondere Jugendbildung.

Mit der Beratungsstelle Before wendet sich die Stadt an Betroffene. „Wir wollen Betroffenen von rechtsextremer und rassistischer Gewalt und Diskriminierung die bestmögliche Unterstützung anbieten“, so OB Reiter.

Eine Übersicht über diese und weitere Einrichtungen und Projekte ist unter muenchen.de/demokratie zu finden. Sie alle stehen unter dem Motto „München für Demokratie, Toleranz, Respekt“.

 

"Die Stadt informiert" erscheint immer dienstags in der Süddeutschen Zeitung und im Münchner Merkur. Dieser Beitrag ist vom 5. März 2019.