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Ökologie und Ökonomie vereinbaren


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© Rischart

Noch bis 29. März können interessierte Münchner Firmen ihren Betrieb anmelden

Ökoprofit bietet innovative Lösungen für betriebliches Umweltmanagement

Die Umwelt entlasten und dabei Kosten senken – wie das geht, zeigen die großen wie kleinen Betriebe, die sich seit 1998 an Ökoprofit, dem betrieblichen Umweltmanagementprogramm der Stadt und der Wirtschaft, beteiligen.

Mithilfe von genauer Bestandsanalyse, professionellen Workshops und intensiver Netzwerkarbeit reduzieren die Firmen ihren Verbrauch von Strom, Wärme, Kraftstoff oder Wasser, vermeiden Abfälle und sparen Rohstoffe.
Die umgesetzten Maßnahmen sind vielfältig: Sie gehen vom Anbringen einer Zeitschaltuhr an den Wasserboiler, der Spende ausrangierter Hardware oder der Umstellung auf Mehrwegverpackung  über den Einsatz von LED Leuchtmitteln oder die Verwendung digitaler Lieferscheine bis zur Modernisierung der Gebäudeleittechnik.

Um nur zwei Beispiele zu nennen: Die Augustiner Bräu Wagner KG spart pro Jahr rund 84.000 Euro und 368.000 kWh Strom ein, indem sie Photovoltaik-Anlagen erweitert oder Treberpumpen durch pneumatische Förderanlagen ersetzt. Und die Stadtgüter München heizen die Viehtränkeleitungen mit Kraftwärmekopplung und Biogas und sparen damit 10.000 Euro und 26 Tonnen CO2 pro Jahr ein.

Insgesamt sparten in der letzten Ökoprofit-Runde 77 Münchner Betriebe rund fünf Millionen Kilowattstunden Strom, Kraftstoff sowie Wärme- und Prozessenergie und 4.700 Tonnen CO2-Emissionen ein. Der Wert der Ersparnisse betrug fast 1,5 Millionen Euro.

Für die nächste Ökoprofit-Runde, die im Mai diesen Jahres startet und bis September 2020 geht, können sich interessierte Münchner Firmen noch bis Freitag, 29. März, anmelden. Einfach eine Mail an arqum@arqum.de senden oder unter Telefon 1210994-0 anrufen. Ausführliche Informationen zum Programm sowie weitere Ansprechpartner gibt es unter muenchen.de/oekoprofit.

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© LHM

Nur gemeinsam können wir das Ziel erreichen

Umfangreiches Klimaschutzprogramm mit 113 Maßnahmen für die Jahre 2019 bis 2021

Die Stadt hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Sie will bis 2050 weitestgehend klimaneutral sein. Momentan werden noch rund sieben Tonnen Treibhausgase pro Einwohner und Jahr ausgestoßen. Bis 2050 sollen es nur noch maximal 0,3 Tonnen sein.

Mit dem Klimaschutzprogramm 2019, das im Rahmen des Integrierten Handlungsprogramms Klimaschutz in München (IHKM) entwickelt wurde, hat der Stadtrat 113 konkrete Maßnahmen beschlossen, die in den Jahren 2019 bis 2021 umgesetzt werden sollen. Rund 100 Millionen Euro bewilligte er dafür.
Das Paket beinhaltet bewährte wie neue Schritte, die die Emissionen in den Sektoren Energiewirtschaft, Verkehr, Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen sowie private Haushalte reduzieren soll. Das Einsparpotential beläuft sich auf rund 1,2 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr.

So erhöht die Stadt etwa die Energieeffizienz bei eigenen Gebäuden, schafft E-Dienstfahrzeuge und Pedelecs an und stemmt mit den Stadtwerken München die Ausbauoffensive Erneuerbare Energien.
Außerdem fördert sie die Umsetzung energetischer Maßnahmen bei privaten Wohngebäuden wie auch bei gewerblichen Bauten durch die Weiterentwicklung des Förderprogramms Energieeinsparung (FES). Ab 1. April gelten hier neue Angebote und vereinfachte Förderkonditionen.
Mit Ökoprofit, dem betrieblichen Umweltmanagementprogramm, aktiviert die Stadt die Energiesparpotentiale der Münchner Wirtschaft. Das Programm läuft bereits seit 1998 sehr erfolgreich und startet gerade in die 14. Runde.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Sensibilisierung der Bevölkerung etwa mit der Kampagne „München Cool City“. Sie bietet auf ihrem Portal coolcity.de attraktive Beteiligungsmöglichkeiten und umfassende Informationen, wie man selbst den Klimaschutz voranbringen kann.

Neben dem Klimaschutzprogramm 2019 arbeitet die Stadt mit weiteren Grundsatzprogrammen für eine klimaschonende Verkehrsabwicklung. So bietet sie den Münchnerinnen und Münchnern mit dem Förderprogramm zur Elektromobilität (IHFEM) Anreize zur Umstellung, bündelt mit dem Masterplan zur Luftreinhaltung stadtweite Aktionen, die zu einer Senkung der Schadstoffbelastung beitragen sollen, und arbeitet an dem Verkehrsentwicklungsplan MobiMUC.

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© RGU

Zuschuss bei Baumaßnahmen

Ab 1. April gelten neue Angebote und Konditionen im FES

Nicht nur beim Neubau, auch bei der Sanierung von Bestandsgebäuden kann man sehr gut Energie und CO2 einsparen. Um Unternehmen und die Bürgerschaft beim Bau und bei der Sanierung zu unterstützen, hat die Stadt bereits 1989 das Förderprogramm Energieeinsparung (FES) aufgesetzt.

Ab 1. April gelten nun neue Förderbereiche und vereinfachte Förderkonditionen. So werden etwa Photovoltaik-Anlagen, auch mit Batteriespeichern, bezuschusst ebenso wie Beratungsleistungen in den Bereichen Sanierung von Wohngebäuden und Solarenergie. Außerdem gibt es eine Innovationsprämie für Maßnahmen, die eine Impulswirkung haben, also innovativ und modellhaft sind.

Unter muenchen.de/fes sind alle Informationen zu finden. Das FES-Team ist außerdem telefonisch unter 233-47754 erreichbar.

Für das Förderprogramm Energieeinsparung stehen jährlich 14,5 Millionen Euro zur Verfügung. Seit Beginn des Programms hat die Stadt ein Fördervolumen von rund 111 Millionen Euro für 18.669 Maßnahmen bereitgestellt.

Glasthermoskannen, Heizdecke, smartes Heizkörper-Thermostat  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Landeshauptstadt München, Referat für Gesundheit und Umwelt

Gewinnspiel

Richtig heizen mit Cool City

Beim Quiz „Cleveres Heizen“ mitmachen und einen der hilfreichen Energiesparer gewinnen – das ist noch bis 25. März auf dem städtischen Portal coolcity.de möglich. Dazu einfach drei Fragen rund um das Thema beantworten. Und wer das eine oder andere noch nicht weiß, kann sich direkt auf der Seite schlau machen.
München Cool City zeigt, wie einfach es ist, das Klima zu schützen. Ob im Haushalt, beim täglichen Einkauf oder unterwegs, auf coolcity.de finden sich Aktionen, viele Tipps und hilfreiche Informationen, wie man selbst zum Klimaschützer für München werden kann.

 

"Die Stadt informiert" erscheint immer dienstags in der Süddeutschen Zeitung und im Münchner Merkur. Dieser Beitrag ist vom 19. März 2019.