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OB Reiter: Wir entlasten die Familien


Ab 1. September sind städtische Kindergärten gebührenfrei und auch andere Betreuungsangebote werden deutlich günstiger. Oberbürgermeister Dieter Reiter betont: „Ich freue mich, dass wir viele Münchner Familien ab dem kommenden Kindergartenjahr noch weiter finanziell entlasten können.“  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© RBS/Lukas Barth-Tuttas

Kindergärten werden kostenfrei und andere Betreuungsangebote deutlich günstiger

Mehr als 61.500 Münchner Kinder profitieren von der neuen Gebührenregelung

Ab dem 1. September 2019 dürfen rund 33.500 Mädchen und Buben im Alter von drei bis sechs Jahren den Kindergarten kostenfrei besuchen. Das hat der Stadtrat jetzt beschlossen, um Münchner Familien finanziell zu entlasten.

Der kostenfreie Kindergartenbesuch ist dabei unabhängig vom Einkommen der Eltern. Die Gebührenfreiheit gilt für alle städtischen Kindergärten und Häuser für Kinder sowie für Kindergärten anderer Träger, die der Münchner Förderformel beigetreten sind. Auch Eltern-Kind-Initiativen, die sich am eigens neu geschaffenen Fördermodell „EKI-Plus“ beteiligen, werden gebührenfrei. Dafür hatte sich Oberbürgermeister Dieter Reiter stark gemacht: „Mir geht es darum, alles dafür zu tun, um Münchner Familien finanziell zu entlasten und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sicherzustellen“.

Außerdem zahlen Eltern auch für Kinder, die eine Kinderkrippe, ein Tagesheim oder einen Hort besuchen, künftig deutlich weniger. Verdienen sie im Jahr unter 50.000 Euro, ist die Betreuung ihrer Kinder auch hier komplett gebührenfrei.

Zusätzliche Gebühren wie Spiel-, Material- oder Windelgeld werden ebenfalls abgeschafft. Eltern zahlen nur noch für die Verpflegung ihrer Kinder.Und bei der sogenannte Geschwisterermäßigung werden künftig auch ältere Geschwister, die keine Betreuungseinrichtung mehr besuchen, mit berücksichtigt.

Insgesamt profitieren mehr als 61.500 Kinder in rund 1.100 Münchner Kindertageseinrichtungen von der neuen Gebührenregelung, die die Stadt rund 43,8 Millionen Euro jährlich kosten wird.

Trotz dieser Kosten soll aber ausdrücklich nicht am Niveau der Betreuung gespart werden, betont  OB Reiter: „An der hohen Qualität unserer Einrichtungen werden wir selbstverständlich auch weiterhin festhalten.“

Bürgermeisterin Christine Strobl eröffnete am 24. Mai 2019 feierlich das Haus für Kinder in der Konstanze-Vernon-Straße. Hier können bis zu 86 Kinder im Krippen- und Kindergartenalter betreut werden.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Michael Nagy

Mehr Kita-Plätze für Münchner Kindl

Seit 2014 hat die Stadt über 305 Millionen Euro für rund 7.500 neue Kita-Plätze investiert

München wächst und auch immer mehr Kinder leben in der Stadt. Damit steigt auch ständig der Bedarf an Kindertageseinrichtungen wie Kinderkrippen, Kindergärten oder Horten.

Die Stadt hat sich zum Ziel gesetzt, jeder Familie für ihren Nachwuchs einen passenden, qualitativ hochwertigen Betreuungsplatz anbieten zu können.
Dazu trägt auch das neu errichtete Städtische Haus für Kinder in der Konstanze-Vernon-Straße 23 bei, das am vergangenen Freitag eingeweiht wurde. Es bietet Platz für 86 Kinder im Krippen- und Kindergartenalter. Eröffnung feierten in diesem Jahr auch das Haus für Kinder an der Münchberger Straße 25 mit 98 Plätzen und das Haus für Kinder an der Ilse-Fehling-Straße 37 mit 86 Plätzen für Kinder zwischen null und sechs Jahren.

Insgesamt hat die Stadt seit 2014 rund 7.500 neue Kinderbetreuungsplätze in Krippen, Kindergärten und Horten geschaffen. Dafür hat sie rund 305 Millionen Euro investiert. Die Bauvorhaben freier Träger hat die Stadt darüber hinaus mit rund 63 Millionen Euro bezuschusst.

Und die Stadt setzt ihr Engagement fort: Aktuell plant sie im Rahmen des „Aktionsprogramms Schul- und Kita-Bau 2020“ 16 neue Kindertagesstätten.

Bis 18 Uhr abends und auch in den Ferien werden die Grundschülerinnen und -schüler bei der Kooperativen Ganztagsbildung betreut.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© RBS/Andreas Gebert

Gut betreut auch in Münchens Grundschulen

München weitet die Kooperative Ganztagsbildung ab dem Schuljahr 2019/2020 aus

Unterrichtsschluss an der Grundschule am Pfanzeltplatz: Mit einem warmen Mittagessen starten rund 100 Erstklässlerinnen und Erstklässler nun in die Nachmittagsbetreuung. Seit diesem Schuljahr ist die Perlacher Grundschule Pilotstandort für das neue Bildungs- und Betreuungsmodell „Kooperative Ganztagsbildung“. Im kommenden Schuljahr 2019/2020 wird es in neun weiteren Münchner Grundschulen eingeführt.

Das gemeinsame Modellprojekt der Stadt München und des Freistaats Bayern soll eine flexible ganztägige Betreuung von der ersten bis zur vierten Klasse ermöglichen. Dabei erhalten die Eltern einen garantierten Betreuungsplatz für ihre Kinder an der jeweiligen Sprengelgrundschule. Die Betreuungszeit können sie frei wählen – bis 18 Uhr abends und auch in den Ferien. Dafür zahlen sie höchstens 121 Euro im Monat. Für Familien mit einem Einkommen bis 50.000 Euro im Jahr ist das Angebot sogar gebührenfrei.

„Mit der Kooperativen Ganztagsbildung schlagen wir in München ein neues Kapitel bei der Bildung und Betreuung von Grundschulkindern auf“, betont Oberbürgermeister Dieter Reiter. Denn hierbei vereinen sich die Vorteile der bisherigen Angebote – der Bildungsanspruch der Ganztagsschule, die Flexibilität der Mittagsbetreuung und die umfassende Betreuung der Horte und Tagesheime. „Das neue Modell kann ein echter Gewinn für die Münchner Eltern sein“, findet auch Oberbürgermeister Reiter.