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Kräftemessen der weltbesten Kletterer


Auf spektakuläre Kletteraktionen können sich Boulderfreunde freuen, wenn am kommenden Wochenende im Olympiastadion wieder der IFSC Boulder Weltcup zu Gast ist.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© DAV/Marco Kost

Bouldern hat seine Heimat in München – nicht nur beim IFSC Boulder Weltcup

Am 18. und 19. Mai trifft sich die Sportelite unter dem Dach des Olympiastadions

Es ist wieder soweit: Die Landeshauptstadt München und der Deutsche Alpenverein laden zum IFSC Boulder Weltcup ein. Im Olympiastadion trifft sich am Wochenende, 18. und 19. Mai, zum 9. Mal die Cremé de la Cremé des Boulderns für ein Kräftemessen sondergleichen.

Sportklettern wird in 2020 erstmalig bei den Olympischen Spielen dabei sein. In diesem Jahr finden die Qualifikationen für Tokio 2020 statt. Spannung beim Boulder Weltcup in München ist somit garantiert.

Der Eintritt am Samstag, dem Qualifikationstag, ist frei. Alle Infos zum Wettkampf sind unter alpenverein.de/boulderworldcup zu finden.

Die Stadt hat aber nicht nur das Highlight im internationalen Kletterwettkampf im Bouldern nach München geholt. Sie stattet auch zahlreiche Schulgebäude mit Boulderwänden aus.

Außerdem bekamen die beiden Kletterzentren des Deutschen Alpenvereins in Thalkirchen und in Freimann finanzielle Unterstützung im Rahmen der Sportförderrichtlinien. Beide Zentren planen derzeit die Erweiterung ihrer Boulderkapazitäten und haben bereits  wieder einen Förderantrag gestellt.

Auch bei der Neugestaltung von Spiel- und Sportplätzen schafft die Stadt neuen Raum für diesen Sport. Im neuen Heckenstallerpark etwa gibt es jetzt eine drei Meter hohe Boulderwand, im Spielbereich an der Wiesentfelserstraße ist eine Boulderwand integriert und auch der gerade im Entstehen befindliche Spiel- und Sportbereich in den Neuhofener Anlagen wird mit einem Boulderfelsen ausgestattet sein.

OB Reiter besuchte die Sportstätte des SV Weißblau Allianz, die die Stadt jetzt auch für den Schulsport und andere Vereine gepachtet hat.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Michael Nagy

Anstrengungen für 1,2 Millionen Sporttreibende

Die kommunale Sportförderung stellt in diesem Jahr rund 72 Millionen Euro bereit

Das städtische Sonderförderprogramm macht es möglich: Gerade konnte der ESV München seinen Anbau mit sechs vielfältig nutzbaren Sporthallen einweihen. 7,8 der 13 Millionen Euro Kosten steuerte die Stadt bei.

Aber nicht nur mit Zuschüssen unterstützt die Stadt die derzeit 711 Münchner Vereine. Ebenso werden die vielfältig genutzten städtischen Freisportanlagen sukzessive erneuert, erweitert oder generalsaniert. Die in der Thalkirchner Straße 209 und am Krehlebogen 15 wurden Ende 2018 fertiggestellt, weitere sechs Anlagen folgen allein in diesem Jahr.

Der Breitensport wie auch Schulen werden außerdem das gerade von der Stadt gepachtete Sportgelände der Allianz Deutschland nutzen können. Oberbürgermeister Dieter Reiter ist begeistert: „Ein traumhaftes Sportgelände konnte für die Bürgerinnen und Bürger und den Münchner Sport gesichert werden.“

In diesem Jahr stellt die Stadt insgesamt rund 72 Millionen Euro für die kommunale Sportförderung bereit. Neben der Sportinfrastruktur und der  Vereinsförderung wird in Sportgroß- und Sonderveranstaltungen sowie in den Freizeitsport investiert. Rund 1,2 Millionen Sporttreibende in München profitieren davon.

Besonders freut es OB Reiter auch, dass die Stadt 2017 den 13,6 Hektar großen Siemens-Sportpark erworben hat, um ihn als öffentliche Sport- und Grünfläche nutzbar zu machen. Ein Großteil wurde mittlerweile wieder hergestellt. Am Samstag, 1. Juni, 11 Uhr, übergibt Reiter bei einem Bürgerfest diesen Teil an die Münchnerinnen und Münchner. Das restliche Gelände wird gemeinsam mit der Bevölkerung und dem Bezirksausschuss neu überplant. Unter anderem sollen ein Schulschwimmbad, eine Mehrfachhalle und eine Joggingstrecke entstehen.

Ihre Bewegungsfreude können Kinder auf dem Klettergerüst im Gefilde ausleben. In diesem Grünzug befindet sich auch eine beliebte Skateanlage.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Edward Beierle

Bewegungsvielfalt unter freiem Himmel

Über 750 Spiel- und Sportanlagen betreut die Stadt und saniert und erweitert sie laufend

Ob klassischer Gerätespielplatz, Skatepark oder Dirtbike-Gelände: Das Baureferat betreut über 750 derartiger Anlagen auf städtischen Grünflächen.  Darunter befinden sich etwa 156 Streetball-Plätze, 30 Fitness-Parcours oder 208 Tischtennis-Plätze.

Und laufend wertet die Stadt Anlagen auf und gestaltet sie um. Saniert und erweitert hat das Baureferat etwa den Jugendspielplatz an der Wiesentfelser Straße in Neuaubing. Zusätzlich zum erneuerten Bolzplatz gibt es jetzt ein Streetball- und ein Mini-Spielfeld mit umlaufender Bande sowie ein Volleyball-Netz auf der angrenzenden Wiese. Eine Boulderwand, eine Calisthenics- sowie eine Fitness-Parcours-Anlage, ein Minitrampolin und eine Tischtennisplatte laden ebenfalls zum Sporteln ein.

Baumaschinen sind gerade im Nordteil der Neuhofener Anlagen im Einsatz. Der Spielplatz und das Jugendspielgelände in Sendling wird aufgewertet. Fußball auf 40 mal 20 Metern, Streetball, Slackline, Bouldern und einiges mehr lockt dann Ende 2019 Mädchen und Buben in den Park.

Besonders zufrieden kann die Skaterszene sein: Die Stadt erweitert Anlagen in enger Abstimmung mit den Akteuren. Zuletzt wurde so die Anlage am Neuhofener Berg saniert, es folgen die Anlagen am Brundage Platz im Olympiazentrum und die an der Wiesentfelser Straße.

Und auch Dirtbike-Anlagen bekommen Zuwachs: Im Sommer gibt es eine neue im Weißenseepark, speziell für Kinder wird eine in Allach entstehen.

 

"Die Stadt informiert" erscheint immer dienstags in der Süddeutschen Zeitung und im Münchner Merkur. Dieser Beitrag ist vom 14. Mai 2019.