zum Seitenanfang
Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Starthilfe auf dem Weg in den Beruf


  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Michael Nagy

Mit dem MBQ unterstützt die Stadt jene, die auf dem Arbeitsmarkt Hilfe brauchen

Rund 29 Millionen Euro Fördermittel setzt die Stadt für ihr Arbeitsmarktprogramm ein

Junge Erwachsene beim Übergang von der Schule oder dem Studium in den Beruf zu unterstützen – das ist einer von vier Ansatzpunkten des Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramms (MBQ). Derzeit fördert die Stadt allein in diesem Bereich sieben Projekte. Das Jugendsonderprogramm erreicht damit jährlich rund 5.000 junge Menschen.

Die Stadt unterstützt dabei Maßnahmen wie Bewerbungstrainings, Lerngruppen für die Vorbereitung auf den Mittelschulabschluss oder auch spezielle Seminare, die die Ausbildung etwa in der Gastronomie oder dem Einzelhandel ergänzen.  

In diesem Rahmen fördert die Stadt auch das Projekt AMIGA. Es richtet sich an gut ausgebildete internationale Fachkräfte, die kurz vor dem Abschluss ihres Studiums oder ihrer Ausbildung stehen, sich selbstständig machen wollen oder den beruflichen Einstieg suchen. Für diese Zielgruppe werden Mentoring-Programme, Seminare und Karrierebörsen angeboten.

Der nächste AMIGA Karrieretag findet am Donnerstag, 7. November, von 10.30 bis 15 Uhr in der Münchner Volkshochschule an der Einsteinstraße 28 statt. Geboten sind Informations- und Beratungsangebote zu Themen wie Arbeits- und Aufenthaltsrecht, Weiterbildung oder Deutschkurse. Neben einem Vortragsprogramm finden auch kostenlose Bewerbungsmappenchecks statt. Und natürlich sind potentielle Arbeitgeber wie auch Personalvermittler vor Ort.
Interessierte können sich kostenfrei  unter amiga-muenchen.de/karrieretag anmelden. Noch bis 30. Oktober ist auch für Aussteller, die auf der Karrierebörse mit einem Stand vertreten sein möchten, eine Anmeldung möglich.

Das Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramm ist das arbeitsmarktpolitische Instrument der Stadt. Mit über 110 Förderprojekten verbessert es die Chancen derjenigen, die auf dem Münchner Arbeitsmarkt benachteiligt sind. Rund 29 Millionen Euro jährlich stellt der Stadtrat dafür bereit.

Neben der gezielten Förderungen von jungen Menschen gibt es drei weitere Schwerpunkte: den Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit, die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern und die Kompetenzentwicklung in Unternehmen und Branchen (siehe dazu Artikel unten). Oberbürgermeister Dieter Reiter: „Das MBQ ist das deutschlandweit größte kommunale Arbeitsmarktprogramm. Es steht für eine solidarische Stadtgemeinschaft, die diejenigen unterstützt, die Hilfe brauchen.“

Detaillierte Infos und Kontaktdaten zu den vier Bereichen sind zu finden unter
muenchen.de/mbq.

  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Thomas Friedl

Auch nach langer Zeit wieder Arbeit finden

Drei große Förderprojekte befassen sich mit dem Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit

Langzeitarbeitslosigkeit birgt nach wie vor das größte gesellschaftliche Armuts- und Ausgrenzungsrisiko. Sie stellt eine der größten Herausforderungen für die Arbeitsmarktpolitik dar.
Für Arbeitslose in der Grundsicherung gibt die Stadt deshalb auch rund 17,5 Millionen von den insgesamt 29 Millionen Euro aus, die im MBQ zur Verfügung stehen.

Gefördert werden 32 Soziale Betriebe, die langzeitarbeitslosen Menschen Beschäftigungs-, Qualifizierungs- und Ausbildungsangebote ermöglichen.
Mit dem Dritten Arbeitsmarkt bietet die Stadt Langzeitarbeitslosen Chancen für eine längerfristige Beschäftigung, unter anderem sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse.
Und das Verbundprojekt Perspektive Arbeit (VPA) ist ein Netzwerk aus verschiedenen Münchner Bildungsträgern mit ganzheitlichem Betreuungs- und Qualifizierungsangebot.

  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Maike Freese

(Wieder-)einsteigen und durchstarten

Mit power_m, guide und MOVE fördert die Stadt Frauen auf dem Arbeitsmarkt

Um die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern auf dem Münchner Arbeitsmarkt zu verbessern, fördert die Stadt im Rahmen des MBQ unter anderem drei Projekte, die sich bereits seit Jahren gut bewährt haben.

Hilfe beim Wiedereinstieg nach der Erziehung von Kindern oder der Pflege von Angehörigen bietet das Projekt power_m. Es hat umfangreiche Beratungsleistungen im Repertoire: Kompetenzerfassung und Orientierungshilfen zur Berufsrückkehr sind darin genauso enthalten wie IT-Schulungen und Bewerbungstrainings.

Ob beruflicher Einstieg, Aufstieg oder Umstieg – die MOVE! Servicestelle München ist für (hoch-)qualifizierte Frauen in allen Phasen ihrer Berufsplanung und Karriereentwicklung da. Ein individuell auf die beruflichen Themen der jeweiligen Teilnehmerin abgestimmter Beratungsprozess in Kombination mit arbeitsmarktrelevanten Fachseminaren zeichnet dieses Projekt aus.

Und das Team von guide berät und begleitet Existenzgründerinnen. Die Beraterinnen berücksichtigen die individuellen Lebensumstände, insbesondere die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, um eine erfolgreiche, selbstständige Erwerbstätigkeit zu ermöglichen.

  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© ReDI Munich, Fjoralba Golikja

Unternehmen stärken – Fachkräfte gewinnen

Die vierte Säule des MBQ unterstützt Unternehmen und stärkt Branchen

Die vierte Säule des MBQ setzt bei der Kompetenzentwicklung in Unternehmen und Branchen an.
So fördert das MBQ etwa Beratungsangebote für Unternehmerinnen und Unternehmer, insbesondere mit Migrationshintergrund, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

 Außerdem gibt es seit dem Ausbildungsjahr 2019 Vorbereitungskurse für die Ausbildung in Pflegeberufen. Die Münchner Volkshochschule bietet sie an, entwickelt wurden die Inhalte in Zusammenarbeit mit der München Klinik.
Auch das Projekt ReFIT setzt auf Fachkräftesicherung. Es steht für Rekrutieren und Qualifizieren von Flüchtlingen und Migranten mit IT-Potenzial. Aufgrund des großen Erfolgs in den ersten eineinhalb Jahren hat der Stadtrat nun entschieden, das Angebot künftig für alle IT-Interessierten zu öffnen.