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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Wettbewerb „Mehr Grün für München“ für Mieter, Eigentümer und Hausverwalter


„Persönliche Leistung“ in der Baaderstraße 38  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© Elke Kressire

Gesucht: Vorbildliche Begrünung

Mit Pflanzen das Umfeld aufwerten und dafür einen Preis der Stadt erhalten

Üppige Blumenbeete in Vorgärten, Arrangements aus Kübelpflanzen in Innenhöfen oder begrünte Hausfassaden und Dächer sind nicht nur ein schöner Anblick, sie tragen auch zu einem besseren Stadtklima bei.

Um möglichst viele solcher grünen Inseln in München zu schaffen, lobt die Stadt alle zwei Jahre den Wettbewerb „Mehr Grün für München“ aus. Ausgezeichnet wird die vorbildliche Begrünung von Höfen, Vorgärten, Außenanlagen oder Gewerbeflächen. Auch ein vorbildliches kinderfreundliches Wohnumfeld oder „persönliche Leistungen“ wie ein Garten mit Bienenstöcken werden berücksichtigt. Eine Jury aus Personen des öffentlichen Lebens, der Politik und Wirtschaft prämiert die Beiträge. Gewürdigt wird der grüne Daumen mit einer Urkunde sowie einem Preisgeld von 125 bis 500 Euro. Für herausragende Leistungen gibt es einen mit 750 Euro dotierten Sonderpreis.

Mitmachen können Hauseigentümer, Mieter, Hausverwalter oder Besitzer einer Gewerbefläche. Dabei sind nicht nur professionell gestaltete Innenhöfe oder Außenanlagen gefragt, sondern auch kleine, aber feine Arrangements von Laien. Eine begrünte Hausfassade oder ein schön gestalteter Spielplatz haben für eine nachhaltige, ökologische und soziale Stadtgestaltung denselben Stellenwert wie üppige Blumenbeete oder prachtvolle Sträucher als Farbtupfer im Häusermeer.

Eingeführt wurde der Wettbewerb vom Münchner Stadtrat im Dezember 1974. Auch die jüngste Staffel der Jahre 2018 und 2019 stieß auf großes Interesse: Insgesamt wurden 51 Beiträge eingereicht. Davon kamen 38 in die engere Wahl. Es wurden diesmal 20 Preise verliehen mit Preisgelder in Höhe von insgesamt 5.500 Euro. Eine Bildergalerie der prämierten Objekte sowie alle Informationen zum Wettbewerb sind im Internet unter muenchen.de/gartenbau zu finden.

Prämierte Anlagen im Wettbewerb

Gewerbefläche in der Ungererstraße 75 Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Gewerbefläche in der Ungererstraße 75

Außenanlage in der Isoldenstraße 1 Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Außenanlage in der Isoldenstraße 1

Kinderfreundliches Wohnumfeld in der Hebenstreitstraße 2 Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Kinderfreundliches Wohnumfeld in der Hebenstreitstraße 2

Jetzt für 2020/2021 bewerben

Für den Wettbewerb „Mehr Grün für München“ 2020/2021 kann man sich ab sofort anmelden. Es genügt, die Adresse des Objekts und eine kurze Beschreibung anzugeben.

Die Anmeldung kann per E-Mail, Post, Anruf oder Fax erfolgen:

  • gartenbau@muenchen.de
  • Baureferat – Gartenbau
    „Mehr Grün für München“
    Friedenstraße 40
    81671 München
  • Telefon: 233-60363 oder -60366
  • Fax: 233-60345

Grüner, schöner, lebenswerter

Bis zu 50 Prozent Fördermittel für die Begrünung innerstädtischer Flächen

Grün in der Stadt ist wichtig – für das Klima, die Artenvielfalt und die Lebensqualität. Neben dem Wettbewerb „Mehr grün für München“ (siehe Artikel oben) unterstützt die Stadt mit einem bereits 1977 aufgelegten Förderprogramm motivierte Bürgerinnen und Bürger, auf eigenem Grund oder einem Firmengelände mehr Grün in ihre Stadt zu bringen. 

Für eine Neugestaltung von Innenhöfen und Vorgärten, für die Begrünung von Dächern und Fassaden, die Entsiegelung von Flächen sowie für eine naturnahe Begrünung von Firmengeländen können Eigentümerinnen und Eigentümer Gelder beim Baureferat beantragen. Die Förderung beträgt je nach Maßnahme bis zu 50 Prozent – die Kosten für Pflanzen, die für die Begrünung von Fassaden zum Straßenraum verwendet werden, übernimmt die Stadt sogar vollständig.

Für die Förderung spielt es keine Rolle, wie umfangreich die Maßnahmen sind. Denn jeder noch so kleine Beitrag zur Begrünung zählt. Zur nachhaltigen Stadtentwicklung kann jeder beitragen, der – vielleicht gemeinsam mit der Nachbarschaft – etwa seinen Innenhof begrünt. So entstehen neue Aufenthaltsbereiche im Freien mit gemütlichen Sitzecken, attraktiven Spielbereichen und farbenfrohen Pflanzbeeten.

Eine Dachbegrünung erweist sich sowohl bei Wohn- wie auch bei Gewerbebauten als sinnvoll. Denn wer sein vielleicht ohnehin zu sanierendes Dach – ob flach oder flach geneigt – vom Fachbetrieb begrünen lässt, investiert in den Werterhalt seines Gebäudes. Die meisten Garagendächer oder Tiefgaragenzufahrten sind ebenfalls gut geeignet für eine Begrünung mit niedrig wachsenden Pflanzen.

Fehlt die Fläche, können begrünte Fassaden einen Ausgleich schaffen. Wilder Wein, Waldrebe, Knöterich, Glyzinie oder Geißblatt klettern ausgesprochen schnell nach oben. Sie reduzieren im Sommer die Aufheizung des Gebäudes oder halten Niederschlagswasser zurück.

Wer auf seinem privaten Grundstück den asphaltierten Hof oder den versiegelten Garagenvorplatz mit neuen, wasserdurchlässigen Belägen gestaltet, kann ebenfalls einen Zuschuss beantragen. Sickerfähige Beläge für Zufahrten, Höfe, Stellplätze und Wege senken außerdem auch Niederschlagswassergebühren. Auch Gewerbe- und Industrieflächen, die entsiegelt und naturnah begrünt sind, lassen Niederschlagswasser schneller im Boden versickern und sichern Tier- und Pflanzenarten ihre Lebensräume. Alle Informationen zu den Förderkriterien und zum Antrag sind unter muenchen.de/gartenbau zu finden.

Dachbegrünung und Entsiegelung

Begrünte Dächer kühlen im Sommer und isolieren im Winter.  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Begrünte Dächer kühlen im Sommer und isolieren im Winter.

Vorher: Wasserundurchlässiger Asphalt in einem trostlosen Innenhof. Link öffnet eine vergrößerte Darstellung in einer Diashow.

Vorher: Wasserundurchlässiger Asphalt in einem trostlosen Innenhof.

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Nachher: Entsiegelte Flächen und Begrünung beleben den Hof.