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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Corona-Erkrankte werden von anderen Patienten strikt getrennt


Triage-Zelt der München Klinik  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Triage-Zelt der München Klinik
© Klaus Krischock

Notfallpatienten gehören ins Krankenhaus

„Das Münchner Rettungs- und Notfallsystem ist auch in Corona-Zeiten voll funktionsfähig, Kapazitätsprobleme bestehen nicht“, betont Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs explizit.

Denn viele Münchner Kliniken verzeichnen aktuell einen merklichen Rückgang der Fallzahlen in der Notfallversorgung. Mutmaßliche Gründe könnten sein, dass Notfallpatienten Angst haben, sich oder andere mit dem Corona-Virus anzustecken, oder trotz Krankheitssymptomen das Personal in den Kliniken nicht zusätzlich belasten wollen. Dafür besteht aber keine Veranlassung. Jacobs versichert: „Unsere Kliniken sind optimal darauf vorbereitet, die eintreffenden Patientinnen und Patienten sofort in Covid-Erkrankte und Nicht-Covid-Erkrankte zu trennen.“

So steht etwa die Notfallversorgung in den vier Notfallzentren der München Klinik in Bogenhausen, Schwabing, Harlaching und Neuperlach vollumfänglich zur Verfügung und für Notfallpatienten besteht kein erhöhtes Risiko einer Sars-CoV-2-Infektion. Bei Ankunft in der Klinik werden sie sofort auf Verdachtssymptome untersucht. Liegt ein Verdacht vor, erhalten die Patienten umgehend einen Mund-Nasen-Schutz und werden von jenen ohne Covid-19-Verdacht bis zum vorliegenden Testergebnis in getrennten Bereichen aufgenommen. An den Standorten Schwabing und Bogenhausen hat die München Klinik als zusätzliche Schutzmaßnahme Triage-Zelte vor den Notfallzentren aufgestellt, so dass Personen mit Verdacht auf eine Covid-19-Erkrankung und entsprechender Symptomatik außerhalb der Notaufnahmen untersucht und diagnostiziert werden können. Auch für die weitere klinische Behandlung hat die München Klinik getrennte Behandlungspfade etabliert. Im Notfall zählt jede Minute, daher sollte, wer dringend ärztliche Hilfe benötigt, nicht zögern, die Notrufnummer 112 zu wählen oder in die nächstgelegene Notaufnahme zu gehen.

Das gilt insbesondere bei lebensbedrohlichen und schweren Erkrankungen, wie bei Verdacht auf einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Akut eintretende, schwere Bauchschmerzen können ebenfalls Hinweis auf eine schwere Erkrankung wie eine Blinddarmentzündung, eine akute Gallenblasenentzündung oder einen Darmverschluss sein und bedürfen der umgehenden medizinischen Abklärung. Auch Unfall- oder Brandverletzungen, Knochenbrüche, hoher Blutverlust, Kopfverletzungen und (Blut-) Vergiftungen sind Notfälle und müssen umgehend behandelt werden. Bei leichten, grippeähnlichen Symptomen und der Sorge einer CoronaInfektion sind die Notfallzentren allerdings nicht der richtige Ansprechpartner. Generell sollten Menschen mit Verdacht auf Covid-19 zuhause bleiben und sich telefonisch an ihren Hausarzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117 wenden. Das weitere Vorgehen wird dann mit dem Arzt gemeinsam besprochen.

Die München Klinik behandelt jährlich stationär rund 135.000 Menschen – aus der Region, aber auch aus der ganzen Welt. Über 40 Prozent aller Notfälle der Landeshauptstadt werden bei ihr aufgenommen. Sie hat zudem hierzulande die längste Erfahrung in der Behandlung von Covid-19-Patienten – so wurden Ende Januar die ersten bestätigten Fälle Deutschlands und seitdem mehrere hundert Covid-19-Patienten klinisch versorgt. Die frühzeitige Befassung und Vorbereitung auf die aktuelle Situation macht die München Klinik zum Ratgeber für Politik, Behörden und andere Kliniken. Alle Informationen zu der München Klinik sind unter muenchen-klinik.de zu finden.