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Münchner Kindl mit Schriftzug Landeshauptstadt München Landeshauptstadt München

Netzwerk gegen Rassismus und Antisemitismus


Bündeln, vernetzen und stärken für eine demokratische Stadtgesellschaft

"Die Stadt informiert" vom 4. Februar 2020

Deutschlandweit nehmen rassistische, antisemitische und menschenfeindliche Vorfälle zu. Und auch in München bleiben sie nicht aus. Umso mehr zahlt sich aus, dass die Stadt in den letzten Jahren ein „Kommunales Netzwerk gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ geschaffen hat.

Das Netzwerk vereint städtische und zivilgesellschaftliche Informations-, Bildungs- und Beratungsangebote. „Es setzt bewusst auf eine Vielzahl spezialisierter Stellen, eine arbeitsteilige Struktur und wechselseitige Ergänzung, um den vielfältigen Herausforderungen im Einsatz für Demokratie und Menschenrechte gerecht zu werden“, so die Leiterin der Fachstelle für Demokratie, Dr. Miriam Heigl. Sie und ihr Team bündeln, vernetzen und stärken bestehende Initiativen und Einrichtungen. Die Fachstelle ist direkt dem Oberbürgermeister unterstellt.

Seit diesem Jahr stehen zusätzliche Mittel in Höhe von 330.000 Euro zur Verfügung. Das hat der Stadtrat Ende letzten Jahres beschlossen. 280.000 Euro davon gehen an Einrichtungen, die dem Kommunalen Netzwerk angehören. „Mit dem Beschluss setzen wir als Landeshauptstadt ein deutliches Zeichen gegen jede Art von Antisemitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit“, betont OB Dieter Reiter.

So wird etwa das Engagement der Fachinformationsstelle Rechtsextremismus in München (firm) im Bereich Recherche, Dokumentation und Information gestärkt, ebenso die Arbeit der Beratungsstelle BEFORE, die Betroffene von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt und Diskriminierung berät und unterstützt. Auch für die demokratie-pädagogischen Angebote des Kreisjugendrings München-Stadt und des Bildungskollektivs „Die Pastinaken“ gibt es mehr Gelder.

OB Reiter ist überzeugt: „Gerade in einer Zeit, in der Antisemitismus, Rassismus und Demokratiefeindlichkeit wieder salonfähig werden, müssen wir als demokratische Stadtgesellschaft noch enger zusammenstehen. Wir alle sind aufgefordert, uns diesen menschenfeindlichen Tendenzen und Taten gemeinsam und entschlossen entgegenzustellen.“