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Münchens Mobilität der Zukunft


Pilotversuch mit Elektro-Kleinbussen: Im Olympiapark sollen die Shuttlebusse Daten sammeln und auch automatisiert fahren.                              Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
© SWM/MVG

ÖPNV, Rad und neue Konzepte statt motorisiertem Individualverkehr

Oberbürgermeister Dieter Reiter: „Nur mit einer gut ausgebauten und vor allem klug vernetzten Mobilität werden wir die großen Herausforderungen meistern.“

Wo können neue U- und Trambahnlinien entstehen, wo die neuen Radschnellwege verlaufen und wo kann man vom Auto auf umweltbewusste Verkehrsmittel umsteigen? Oberbürgermeister Dieter Reiter hat gemeinsam mit Stadtbaurätin Professorin Dr. (l) Elisabeth Merk einen Gesamtplan für Münchens Mobilität in den nächsten Jahrzehnten vorgestellt. Er baut auf den Verkehrsentwicklungsplan von 2006 auf.

Öffentlicher Nahverkehr

Der ÖPNV ist das Rückgrat für eine nachhaltige Mobilität. Daher wird das Angebot erheblich verbessert – durch Taktverdichtungen, Expressbusse oder neue Busspuren, durch den neuen Hauptbahnhof oder die zweite Stammstrecke. Außerdem befinden sich neue U-Bahnlinien wie etwa die Entlastungsstrecke U9 oder die Verlängerung der U5 in der Planung. Auch neue Tramlinien entstehen, wie etwa die Tram-West- oder Nordtangente. Das bestehende Netz soll durch Querverbindungen dezentralisiert und durch innovative Verkehrsmittel wie Seilbahnen oder automatisierte Kleinbusse ergänzt werden.

Radinfrastruktur

Durch die Verbesserung der Radinfrastruktur wird das Radeln in der Stadt deutlich sicherer und attraktiver. Der per Bürgerbegehren geforderte durchgängige und sichere Altstadt-Radlring wird schrittweise verwirklicht. Jedes Quartal beschließt der Stadtrat zudem ein Bündel an weiteren Maßnahmen und setzt damit die Forderungen aus dem zweiten Bürgerbegehren „Radentscheid“ bis 2025 weitestgehend um. Münchens erster Radschnellweg vom Stachus in Richtung Garching und Unterschleißheim sowie fünf weitere sternförmige Trassen werden die Innenstadt mit dem Umland verbinden, ein Radschnellverbindungsring verknüpft die Stadtbezirke.

Stadt-Umland-Pendelverkehr

Moderne Park&Ride-Anlagen an den Autobahnen und Haupteinfallstraßen, Expressbusse, Fahrgemeinschaften  und mehr Sharing- und On-DemandDienste – das soll das berufsbedingte Pendeln zwischen Stadt und Region erleichtern. Die gesonderten Fahrstreifen für die Expressbusse können auch von Autos genutzt werden, wenn sie mit mindestens drei Insassen besetzt sind. Das Konzept fördert Fahrgemeinschaften und reduziert auf einfache Weise den Pendelverkehr.

Autoreduzierte Innenstadt

Durch neue Parkregelungen, weniger Stellplätze, verkehrsberuhigte Zonen und nachhaltige Logistikkonzepte wird der Autoverkehr in der Altstadt und Innenstadt reduziert. Der dadurch frei werdende Raum kommt dem Rad-, Fuß- und öffentlichen Nahverkehr ebenso zugute wie der Aufenthaltsqualität und den fürs Stadtklima so wichtigen Grün- und Freiräumen. Notwendige, nicht vermeidbare Autofahrten in die Innenstadt sind auch weiterhin möglich. Effiziente City-Logistikkonzepte gestalten den Liefer- und Ladeverkehr verträglich. In erster Linie werden hier emissionsfreie, innovative Verkehrsmittel die Mobilität prägen.

Mobilitätskonzepte

Bei der Planung von Neubauquartieren und bei Stadtsanierungsprojekten werden Mobilitätskonzepte von Anfang an mitgedacht. Der Fokus liegt auf einer lebendigen, ausgewogenen Nutzungsstruktur, bei der möglichst viele Angebote des täglichen Bedarfs im unmittelbaren Wohnumfeld zu finden sind. Kurze Wege, eine gute innere und äußere Erschließung des Quartiers mit dem ÖPNV oder Car- und Bike-Sharing-Angebote ermöglichen ein Leben ohne eigenes Auto und steigern die Lebensqualität.

Innovative Verkehrsmittel

Die Stadt untersucht gerade den Einsatz einer Seilbahn über dem Frankfurter Ring, automatisierte Kleinbusse starten ab Mitte April zu Testfahrten im Olympiapark – die Stadt dreht mit der Erprobung innovativer Verkehrsmittel an einer weiteren Stellschraube, um den Verkehr auf Münchens Straßen zu entlasten.